Die Masuren in Polen

Masuren in Polen

Die polnische Bezeichnung Masuren ist im Gegensatz zur deutschen ein grammatikalischer Plural, obwohl einige, insbesondere die Polen, denken, dass von dort die Masuren eingewandert sind. Diese Pluralform ist eine Rückübersetzung aus dem Polnischen. Wenn man von Masuren spricht, meint man eine Region im Norden Polens im ehemaligen Ostpreußen.

Masuren? Was, zum Teufel, ist das?

Die Masuren - das Sehnsuchtsziel aller Naturfreunde, eine Gegend, in der man noch immer verträumte Landschaft wie aus der Zeit gefallen ist. Aber was ist Masuren? Man nennt es "Masuren", nicht "die Masuren", also geht man auch "nach Masuren" und nicht "in die Masuren", das bedeutet, das englische Original hat keinen Plural. 4.

"Das sind die Masuren", die dort wohnen. Die Polen gehen "na Mazurach", die Germanen nur nach Masuren. "An die Masuren " ist daher ein Irrtum aufgrund der Übersetzung aus dem Polnischen. Aber das ist unnötig, es gibt das englische Wort "Masuren". Vereinfacht gesagt, "Masurien", als Substantiv mit der Gattung "Neutrum", d.h. eher kastriert als "feminin", plus als Substantiv ohne Mehrzahl und Artikel:

Bei den masurischen Fans ist die Ignoranz dieser Gegend oft groß, obwohl Masuren schon lange ein beliebter Urlaubsort ist. Nichtsdestotrotz interessiert sich kaum ein Reisender für die einmalige, facettenreiche und geschichtsträchtige Landschaft dieses Grenzgebiets, das, wie der maurische Autor Siegfried Lenz einmal sagte, "im Hintergrund der Geschichte" stand. Man sah die Masuren nun als Autochthonen (Einheimische) mit polnischer Herkunft, von denen man sozusagen nur die "Jahrhunderte der Germanisierung" abschaben und in die polnische Zivilisation zurückbringen musste.

Keiner von ihnen hat die Masuren befragt. Tatsächlich wollten die Masurier nur als Masurier dastehen. Alle diese mehr oder weniger zwingenden Versuche der Bekehrung haben dazu beigetragen, dass Masuren heute eine Gegend ohne Masuren ist. Masuren wäre aber nicht Masuren, wenn dieses unverwechselbare Landschaftsbild die Menschen nicht zumindest so sehr beeinflusst hätte wie die Menschen des Landes.

Das zeigten die Jahre nach dem Politikwechsel 1989, als die dort lebenden und geborenen Menschen die Gewissheit hatten, dass durch das deutsch-polnische Nachbarschaftsabkommen der Friede herrschen würde und sie dort verbleiben könnten. Die Neugierde wurde geweckt und begann, sich ohne Tabus mit der Vergangenheit und den Kulturen Masurens auseinanderzusetzen.

Dies führte zur späten kulturellen Vereinnahmung Masurens durch seine jetzigen Mitbürger. Im Folgenden entstand eine neue regionale IdentitÃ?t Masurens. Überraschenderweise entdeckten die Menschen ohne Vorurteil, dass es in Warmia und Masuren so etwas wie eine "schwebende Nationalidentität " gibt. Weder in Masuren noch in Warmien war es in dieser speziellen Form der Identifikation für die Menschen nicht selbstverständlich, sich selbst als Deutsche in Bezug auf ihre Nationalität zu beschreiben, sondern zu Hause die polnische Sprache zu beherrschen und ihre eigene Sprache zu erlernen.

Die Masuren mit ihrer eigenen Bevölkerung waren nur ein Teil der multikulturellen und ethischen Diversität Ostpreußens, das eines der ersten großen Einzugsländer war. Die Masuren waren nie eine weltpolitische Vereinigung wie das ehemalige Fürstenbistum Warmiens. Die Masuren waren immer nur eine einzige Gegend. Masuren bleibt also im Laufe seiner gesamten Historie ein Gegenstand, ein Instrument der Entsorgung, das ausgehandelt wurde.

Seitdem es in der Gegend Staaten gibt, ist Masuren ein umstrittenes Thema zwischen Polen und Deutschland. Die Masurier haben immer zwischen allen Sesseln gesessen. Die Masuren waren immer zu Polen für die einen und zu Deutschen für die anderen. Seit wann gibt es die Masuren-Historie? Es fängt bei den Preußen an, dem westlichen baltischen Volke, dessen Stamm die heutige Masuren siedelte.

Dies waren also die Voraussetzungen für die Ansiedlung dieses ersten Einwanderungslandes in der EU. Die Masuren gehörten zur "Großen Wildnis" und waren von Urwald bewachsen, was die Flucht nahezu unmöglich machte. Beispielsweise waren in der jetzigen Masuren große Teile des Landes bis ins XIV. Jh. unbewohnt. Erst nach dem Melnoseer Friede 1422 und nach dem Zweiten Dornenfrieden 1466 zwischen dem Ordenstaat und Polen (Königtum in persönlicher Verbindung mit Litauen), als die polnischen Bauer und Adligen aus dem Nachbarland Mazowien auswanderten.

Im Jahre 1525, mit der Transformation des Ordenstaates in das säkulare, protestantische Fürstentum Preußen, wurden auch die Masuren preußische Staatsbürger und konvertierten zum Evangelischen. Der Warmländer dagegen blieb ein katholisches, unabhängiges Fürstentum Ermland und blieb bis zum ersten Polen 1772 unter der Herrschaft Polens. Bis 1945 waren die Masuren Preußen und seit der Gründung des Reiches 1871 Staatsbürger des DDR.

Auch um Masuren tobten Krieg, die Seuche und andere Seuchen haben immer wieder ganze Teile des Landes entvölkert. In der Einwanderungsregion entwickelte sich eine masurische Mehrheitsgemeinschaft. Man nannte die Masuren später oft "preußische Masuren". Bis zum Sturz Ostpreußens 1945 beanspruchten sie ihre Sprach- und Kulturkenntnisse - trotz des Sprachverbots von 1939.

Mit der Bahn kam die Verdeutschung nach Masuren. Das Gebiet war nicht mehr vollständig von der Welt isoliert. Der Wehrdienst und die Gründung des Reiches 1871, die das Schulsystem der Deutschen nach Masuren brachten, öffnete die Einbürgerung. Die erste Blütezeit des deutschen Nationalismus war im Ersten Weltkrieg, als die Masuren lange Zeit von Russland eingenommen wurden.

Der große anti-polnische Ansturm erreichte Masuren zum Zeitpunkt des Referendums, als Masuren und Ermland als unsicher erachtet wurden. Aber die große Mehrheit der Masuren wählte, bei Ostpreussen zu bleiben. Zum ersten Mal wurde hier deutlich, dass man sich als Teil des Staates Deutschland sehr wohl fühlt und zu Hause eine reichhaltige, unabhängige und polnische Sprache erlernen kann.

Welches Gebiet gehört wirklich zu Masuren? Heutzutage wird der Ausdruck Masuren sehr grosszügig verwendet - und das in unterschiedlichen Variationen. Dies ist nicht nur eine Annehmlichkeit in der Sprache, sondern hat auch mit der Popularität von Masuren zu tun, denn für die Polen ist Masuren eine ideale Ferienlandschaft und ein sehnsuchtsvolles Ziel.

Ein Gebiet unter dem Oberbegriff Masuren kann somit gut vermarktet werden. Das Gebiet wird nun als Westmasurien gefördert. Beide Gegenden gehören nicht zu den geschichtsträchtigen Masuren, die Eylau See Gegend gehört zu Westpreussen, das Oberland - auch Höckerland oder Höckerland oder auch die Gegend um Eylau wurde immer als eigenständiges Gebiet betrachtet. Auch in seinem Werk "Masuren.

Durch die Ausbreitung der Polnischkenntnisse definiert er die Grenze zu Masuren. Die masurisch-polnische Landessprache basiert auf den westlichen Sprachen der Masowiener Immigranten des vierzehnten und fünfzehnten Jhd. In Masuren kamen im Verlauf des letzten Jahrtausends zahlreiche deutsche Sprachen hinzu. Nichtsdestotrotz gibt es, wie oft gesagt wird, keine eigene Masurensprache.

Lediglich die Gebiete, in denen diese Landessprache spricht, werden von Andreas Kossert als Masuren bezeichnet.

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