Ferienhaus Andalusien

Urlaub in Andalusien

Mediterranes Klima in Katalonien, den Balearen, Valencia, Murcia und Andalusien. Die " Retterin " von Berlin: Angela Merkel zu Besuch bei Pedro Sánchez in Spanien Premierminister Pedro Sánchez wird von den spanischen Massenmedien als "Retter" Berlins bezeichnet. Zur Flüchtlingsproblematik hat er der Bundeskanzlerin Angela Merkel einen großen Rettungsgürtel angelegt. Trotz der mutigen Fortschritte in der Einwanderungspolitik spürt Sánchez noch immer keinen großen Widerwillen - aber die Kritiken beginnen zu steigen. Der sozialdemokratische Führer Pedro Sánchez hat den Premierminister Mariano Rajoy am vergangenen Sonntag durch ein Nein zu Spanien gestürzt und ist selbst in den Palacio de la Moncloa in Madrid eingezogen, im Kanzleramt gab es sicherlich kaum Beifall.

Das Sánchez dem Kanzler in der Migrationsklinik mit der CSU nur kurze Zeit später einen großen Rettungsboje werfen würde, konnte damals in Berlin noch niemand ahnen. Kein Wunder, dass Merkel ihren ehemaligen Kritikern Sánchez in seiner offiziellen Ferienresidenz aufsucht. Als erstes EU-Land hat Spanien seit der Vorstellung des "Masterplans" zur Zuwanderungspolitik durch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) seit dem 1. Januar 2008 ein Rückführungsabkommen mit Berlin unterzeichnet.

Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger, der gezögert und gezögert hat, hat Sánchez als neuer Staatschef einen couragierten Weg in der Einwanderungspolitik eingeschlagen. Da Italien und Malta sich im Juli geweigert haben, private Seehelfer in ihre Seehäfen einzulassen, ist es Spanien, das sich immer wieder um die vor der lybischen Küstenregion rettenden Menschen kümmert. Begonnen hat es am 16. Juli mit der sensationellen Aufzeichnung der 629 aus dem Wasser.

Proactiva Open Arms musste dreimal nach Spanien reisen: Nur donnerstags kam das Kreuzfahrtschiff "Open Arms" mit 87 Einwanderern an Board in die Bucht von Algeciras. Darüber hinaus hat Sánchez beschlossen, die (rund 800.000) Menschen, die in Spanien unrechtmäßig leben, wieder in das Gesundheitswesen einzugliedern. Macht das Spanien vom Urlaubsparadies zum Eldorado der Flüchtlinge?

Kann sich Sánchez, der nur mit einer kleinen Anzahl von Parlamentssitzen herrscht, diese waghalsigen Fortschritte in der Innenpolitik erlauben? Das sind legitime Probleme, zumal Spanien Italien als Hauptreiseziel für Einwanderer, die die EU auf dem Wasserweg erreicht haben, durchgesetzt hat. Laut den neuesten Angaben der International Organization for Migrations (IOM) sind bis zum 4. Juli dieses Jahres 23.741 Menschen aus Nordafrika auf dem Wasserweg nach Spanien gekommen.

Dies sind bereits mehr als im Jahr 2017 (ca. 21.600). Die illegalen Einwanderer dringen aber auch in die EU ein, indem sie Hunderte in Ceuta und Melilla an der afrikanischen Nordseeküste erstürmen. So beklagt das Hilfswerk CEAR, dass 2017 nur 35 von insgesamt 13.850 Asylanträgen in Spanien genehmigt wurden.

Abgelehnte MigrantInnen werden in ihre Herkunftsländer zurückgesandt. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die "unmenschlichen" Bedingungen in den völlig überbelegten Haftanstalten (CIE) und Aufnahmezentren (CAR), in denen MigrantInnen oft monatelang bleiben müssen. Einflußreiche konservative Massenmedien und die rechte Seite beklagen, daß Spanien aufgrund der "Lockwirkung" der sozialistischen Strategie eine "Flüchtlingslawine" erlebt.

Gegen Sánchez wird jedoch bereits in den eigenen Reihen vorgebracht. Nachdem am donnerstags das letzte Rettungsschiff der Firma ?Proactiva Open Arms? ankam, beklagte sich die andalusische Regierung zum ersten Mal über unzureichende finanzielle Unterstützung aus Madrid. Auch die Aufteilung von mehreren tausend in Andalusien ankommenden Einwanderern auf andere spanische Gebiete muss besser abgestimmt werden.

Dass sich die wenigen zehn Personen, die am Dienstag an einer Demonstration der kleinen rechtsextremen Gruppe Vox in Algeciras bei der Einfahrt des Rettungsbootes teilgenommen und fremdenfeindliche Slogans gerufen haben, bald in ganz Spanien - vor allem in Andalusien, einer der armseligsten Gegenden des Landes ausbreiten werden, kann nicht ausgeschlossen werden. Auch Sánchez, der auf dem Höhepunkt der Euro-Krise Merkel und die von der Bundeskanzlerin verkündete Sparmaßnahme heftig kritisierte und nun von den heimischen Massenmedien selbstgefällig als "Retter" Berlins bezeichnet wird, hat versucht, dem Vertrag Treibstoff zu entziehen:

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Übernahme der Rückführungskosten für Zuwanderer bereit erklärt und will auch Spanien beim Grenzschutz an der EU-Außengrenze mitfinanzieren.

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