Masuren Ostpreußen

Ostpreußen Masuren

Preußische Geschichte: Ostpreußen - Deutschsprachige Historie - Firmengeschichte Von 1871 bis 1945 war die ostpreußische Region Ostpreußen der ostdeutsche Teil. Ostpreußen hatte um 1900 etwa zwei Mio. Menschen, etwa drei Viertel aller Menschen waren Ackerbauer. Schon um 1900 wurden in Ostpreußen die modernen landwirtschaftlichen Techniken erprobt. Ostpreußen verdankt seinen Ruf als "Kornspeicher Deutschlands" den daraus entstandenen Erträgen.

Aber immer wieder kam Ostpreußen während der Kriege zwischen die Front. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Region von den Russen für den Deutschland-Krieg gegen Polen eingenommen. Im Friedensabkommen von Versailles von 1918 entschieden die siegreichen Mächte, große Gebiete Westpreußens, Danzigs, der ostpreußischen Großstadt Soldau und der Region Memel vom Kaiserreich zu trennen und in den Besitz des Staates Polen zu überführen.

Das ostpreußische Gebiet wurde vom Kaiserreich durch den "Polnischen Korridor" abgetrennt, einem 30-90 km langen Landstrich, der dem Land den Zutritt zur Ostsee und damit eine Exclave verschaffte. Auch Ostpreußen befand sich in wirtschaftlicher Isolierung durch den Flur, der sich während der weltweiten Agrarkrise von 1928 zu einem Notfall ausweitete. Von da an war Ostpreußen am Tropfen des Reichsbudgets hängen geblieben.

Nachdem Adolf Hitler 1933 zum Bundeskanzler des Reiches ernannt wurde, nahmen die nationalsozialistischen Kräfte auch in Ostpreußen die Macht an sich. Im Zweiten Weltkrieg war die Wojewodschaft lange Zeit die Kommandozentrale für Hitlers Ostkampagne. Aus dem " Führungshauptquartier Wolfsschanze " im jetzigen Polen führte der Reichsdiktator seine Soldaten bis Ende 1944. 1944 schaffte es die Rote Armee endlich, die Grenze zu Deutschland zu erreichen.

Die Räumung der Ostpreußen wurde jedoch zu später Zeit von den Machthabern initiiert, da die Nationalsozialisten immer noch einen Siegeszug Deutschlands propagierten. Nach einem halben Jahr wurde Ostpreußen von der Rote Armee überrannt, die Einwohner mussten eilig weg. Mehr als 1,4 Mio. der 2,6 Mio. Einwohner flüchteten im Jänner 1945 und wollten Ostpreußen unter brutalen Umständen verläßt.

Der Niedergang Ostpreußens wurde nach Ende des Krieges durch die Siegermächte endgültig abgesiegelt und die Region geteilt. Der Nordteil ging in die Sowjetunion, der Südteil wurde zu Polen. Nach der Flucht der Germanen aus dem Norden Ostpreußens wurden 1946 sowjetische Staatsbürger in dem jetzt unter sowjetische Verwaltung gestellten Bereich sesshaft. Auch bei der Verkehrsinfrastruktur gab es Probleme: Die Ostpreußische Eisenbahnstrecke entsprach nicht den sowjetischen Standards und musste ersetzt werden.

Etwa 64% der ersten 52.000 Einwohner kehrten mit Enttäuschung in ihre alte Heimatregion zurück. Im Jahre 1969 wohnten in der neuen Gegend, dem Gebiet Kaliningrad, geschätzte 1,2 Mio. Menschen, einschließlich des militärischen Personals. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann auch im ostpreußischen Teil eine neue Ära. Bisher gibt es keine belegten Angaben zum Arbeitslosenanteil in der Kaliningraderegion.

Noch heute ist die Gegend sehr arm und der frühere Getreidespeicher Deutschlands ist zu Brachflächen geworden. Im Jahr 2004, als die EU um die Ostsee und Polen ausgedehnt wurde, wurde das Kaliningrader Land zu einer russischen Enklave in der Mitte der EU. Deshalb fürchten sich viele Unternehmen immer noch davor, im ehemaligen ostpreußischen Raum Gelder zu stecken.

Im Jahre 1949 wurde die frühere Ostpreußenregion Ermland-Masuren den so genannten Olsztyner, Danziger und Bialystoker Wojewodschaften zugeordnet. Rund drei Mio. Einwohner aus Mittelpolen und rund zwei Mio. Flüchtlinge aus den ehemals ostpolnischen Regionen wie Poznan und Westpreussen siedelten sich hier an. Etwa 45.000 Menschen aus Deutschland, Oberschlesien und Masuren mussten ihre Familiennamen aufgeben und sprachen kein Englisch mehr.

Allerdings wurde die polnische Gegend generell als schlecht und wenig entwickelt angesehen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sich das etwas geändert, da sich nun auch Masuren und Ermland als Reiseziel weiterentwickeln konnten. Zum ersten Mal kommen auch viele frühere Bundesbürger Ostpreußens in die Stadt. Polen wurde 2004 in die Europäische Gemeinschaft aufgenommen.

Dennoch gibt es in der Gegend eine starke Arbeitslosigkeit.

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