Ostsee

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Saubere Strände, stille Wälder, hohe Dünen - die litauische Ostsee hat keinen besseren Platz als die Kurische Nehrung. Der Arbeitskreis Ostsee verbessert aktiv den Schutz der Ostsee an den Küsten Schleswig-Holsteins. Da es in der Ostsee derzeit sehr warm ist, warnen die Behörden. Fahrrad- und Bootsurlaub auf der Ostsee: OÖ Touristik bucht Ihnen gerne eine Kabine mit Vollpension auf einem der Traditionssegler in der Ostsee.

Düngemittel wird zum Schadstoff: Die Ostsee wird weiterhin überschwemmt.

Aber alles, was der Erdboden nicht aufsaugen kann, versickert und wird über die Ströme in die Ostsee mitgerissen. Nach offiziellen Angaben ist die aus Deutschland in die Ostsee gelangende Nährstoff- und Schwermetallmenge seit 2006 nur leicht zurückgegangen. In Jahren mit hohen Niederschlägen würden beispielsweise mehr Nähr- und Verschmutzungsstoffe über die in die Ostsee fließenden Ströme eingeleitet.

Infolgedessen erreichten im Jahr 2016 11.943 t Nitrogen aus Deutschland die Ostsee. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) waren es 2006 15.327 t. Der geringste Grenzwert im Zehnjahresbereich lag 2014 bei 9630 t Phosphor sank von 437 t im Jahr 2006 auf 371 t im Jahr 2016.

Im Jahr 2011 gab es ein Zwischenhoch von 842 t und im Jahr 2014 ein Minus von 357 t. Der Schwermetall-Blei-Einsatz betrug im Jahr 2006 1,2 t, im Jahr 2016 417 kg. Gelangt zu viel Nährstoff in die Ostsee, ist das ein ökologisches Problem. Infolgedessen kann kein Wasserlicht vorhanden sein, und der Zerfall der Alge kann zu einem Mangel an Sauerstoff induzieren.

Nitrogen ist ein unverzichtbarer Nährboden für lebende Organismen. Problematisch wird es beispielsweise, wenn mehr Dünger in den Erdboden eindringt, als die Pflanze aufnimmt. Danach kann er das Wasser über Flüssen erreichen. Die Nebenflüsse Oder, Schwentine, Warnow, Peene in der Ostsee und Travel erhalten die meisten - etwa 80-prozentigen - Stickstoffmengen über landwirtschaftliche Nutzflächen, meint das Bundesumweltministerium.

Laut Antwort des Ministeriums gelangt etwa die Haelfte des Phosphors ueber landwirtschaftliche Flaechen, vor allem durch Erosion, aber auch zu 40 Prozent ueber Abwasserbehandlungsanlagen und die Kanalsystem. In der deutschen Agrarwirtschaft gibt es seit Mitte 2017 schärfere Düngemittelvorschriften. Hierzu zählen beispielsweise Stickstoffobergrenzen und Düngungsverbote.

"Der Nährstoffeintrag von Nitrogen, Phosphor und Luftschadstoffen in die Ostsee ist seit mehr als zehn Jahren viel zu hoch, obwohl bekannt ist, dass die Ostsee ein großes Überdüngungsproblem hat", kritisiert Steffi Lemke, die umweltpolitische Pressesprecherin der BNP. Solche nährstoffreichen Nebenflüsse sind ein großes Hindernis für die Ostsee, da sich ihr Gewässer nur allmählich verändert.

"In der Ostsee dauert es 30 bis 35 Jahre, um das gesamte Gewässer zu ersetzen", sagt Jochen Lamp, Marineexperte der Umweltschutzorganisation WWF. In die Ostsee gelangt Frischwasser mit hohem Sauerstoffgehalt vor allem mit westlichen Stürmen, die aus der Nordsee kommen. "Mittlerweile ist das Gewässer der Ostsee auch in küstennahen Gebieten überdüngt", sagt Lamp.

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