Pauschalreisen

Paketreisen

Pauschalreisen: neue Regelung seit dem 1. Juni Im Falle von Ausfällen oder Mängeln vor oder während einer Fahrt, oder wenn der Reiseveranstalter in Konkurs geht, sind in der Regel Pauschalreisen versichert: Reisende können Schadenersatz verlangen (z.B. im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Originalfluggesellschaft ) oder ihr Honorar über die vom Reiseveranstalter vorgesehene Insolvenzversicherung zurückerhalten. Bisher war dies bei Pauschalreisen der Fall, die von einem Reiseveranstalter in Reisebüros oder Online-Portalen arrangiert werden.

Für das Reisepauschalreiserecht gibt es seit dem 1. Juli 2018 neue Regelungen, die für mehr Übersichtlichkeit und Konsumentenschutz auch bei der Reservierung einzelner Reisedienstleistungen in Online-Portalen und Reiseagenturen Sorge tragen, wenn diese wie ein Paket verknüpft oder vom Reiseveranstalter als solche ausgeschrieben werden. Aber auch im Reisegepäck hat sich das neue Recht verschlechtert: Nur wenn die Reiseveranstalter den Preis nach der Reservierung um wenigstens acht Prozentpunkte erhöhen, können Reisende in Zukunft noch unentgeltlich vom Vertrag zurücktreten. der Reiseveranstalter kann den Reiseveranstalter von der Reise abheben.

Bisher betrug diese Obergrenze fünf Prozentpunkte. Außerdem: Bisher war es untersagt, den gebuchten Preis spätestens vier Monaten vor Reiseantritt zu erhöhen. Für den Reisenden sind auch folgende Angaben wichtig: Eine solche Tour wird es in Zukunft geben, wenn ein Unternehmen für den gleichen Reisezweck zumindest zwei unterschiedliche Reisedienstleistungen erbringt.

Diese Module müssen sogenannte "essential travel services" sein (jeweils mit einem Anteil von mind. 25 % am Reisepreis). Zum Beispiel ist eine einzelne Komponente ein unverzichtbarer Teil, wenn die Fahrt als "Thermalbad Wohlfühlurlaub" oder "Wellness-Skiurlaub" ausgeschrieben wird. Selbst wenn Sie sich Ihre eigene Online-Reise zusammengestellt haben, kann jetzt eine Pauschaltour angeboten werden. Das ist z.B. der Fall, wenn Sie nach dem Flugticketkauf ein Hotelzimmer einbuchen.

Wichtig ist, dass Sie sich durch den Buchungsprozess klicken und über den ersten Provider zu einem anderen Provider wechseln. Diese wird zur Pauschaltour, wenn der weitere Reisevertrag nicht später als 24 Std. nach der Reservierungsbestätigung für die erste Reisedienstleistung abgeschlossen wird. Reiseagenturen oder Online-Reiseportale, die für eine Fahrt im Wege eines einzelnen Ansprechpartners zumindest zwei unterschiedliche Dienstleistungen erbringen und für diese Reisedienstleistungen die Zahlung annehmen, müssen eine eigene Insolvenzversicherung als Vermittlerin für diese Reisedienstleistungen abschließen.

Zusätzlich erhält der Reisende ein Formular, aus dem hervorgeht, ob es sich bei der Buchung um eine Paketreise oder eine zugehörige Reisedienstleistung handelt. 2. Wenn nur eine zugehörige Reisedienstleistung vereinbart wird und das Reiseportal oder das Reiseunternehmen die Reisenden nicht darüber in Kenntnis setzt, entsteht daraus eine Verbindlichkeit wie bei der Buchung bei einem Reiseveranstalter.

Darüber hinaus sind ihre Vergütungen im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Organisators abgesichert, sofern dem Unternehmen bekannt ist, wie ein Organisator eine solche Vereinbarung geschlossen hat. Die Organisatoren haben auch mehr Möglichkeiten, die Dienstleistungen nach der Reservierung zu ändern.

Wählt der Reiseveranstalter statt dessen ein anderes Reiseziel, so wird dieser Wechsel angenommen, wenn der Reiseteilnehmer nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter gesetzten Fristen Einwände erhebt. Im Falle von Veränderungen hat der Reiseveranstalter den Reiseteilnehmer vorher zu unterrichten. Die Reisepreise können bis 20 Tage vor Reiseantritt geändert werden - jedoch nur aufgrund von höheren Kraftstoffkosten, Abgaben, Wechselkursen oder Flughafenentgelten.

Ohne Einwilligung des Reiseteilnehmers ist eine Erhöhung des Reisepreises um bis zu acht Prozentpunkte möglich. Für Ferienappartements und -häuser, die von Urlaubern über einen Veranstalter reserviert werden, gilt die neue Regelung nicht mehr. Dies hat zur Folge, dass im Falle von Fehlern oder Zahlungsunfähigkeit des Reiseveranstalters der Kunde nicht mehr auf eine Preissenkung nach deutschem Recht oder auf die Rückerstattung von Vorauszahlungen für diese Angebote bestehen kann.

Bislang hatten Reisende höchstens einen Monat Zeit, um eventuelle Forderungen gegen den Veranstalter durchzusetzen. Buchen Sie Ihre Fahrt nach dem Stichtag 31. Dezember 2018, haben Sie nun zwei Jahre Zeit.

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