Polnische Masuren

Masuren, Polen

Im 19. Jahrhundert gehörte Masuren zur polnischen Feudalherrschaft. Ein Familienausflug zwischen Ostsee und Masuren. Gebrauchtom - Frisches Haff - Masurische Seenplatte - Warschau.

Masuren, ethnische Gruppe, Polen

Vor etwa 700 Jahren begann die ethnische Gruppe Masuren. Mit der Vernichtung der Pruzzi durch den Deutschorden wurde das Gebiet zunächst von schlesischen und sächsischen Siedlern bewohnt. Am Ende des vierzehnten Jahrhunderts siedelten sich polnische Ansiedler aus Vorpommern und dem Kulmerentland an.

Mit der Niederschlagung des Deutschordens im Dreizehnjährigen Kriege (1454-1466) beginnt die Siedlung Masuren mit Polens Siedlern aus dem Nachbarland Mauretanien. Im Gegensatz zu den Warmländern, die Katholiken waren und bleiben, übernahmen die Masuren nach der Säkularisation des Fürstentums Preußen (1525 unter Albrecht Hohenzollern) den evangelischen Glaubens.

Die Masuren haben bis zum Zweiten Weltkrieg den " Masurischen " gesprochen, einen polnischen Dialekt, der auf dem " Masowischen " basierte und im Lauf der Zeit immer mehr von alten preußischen und dt. Beeinflussungen geprägt wurde. In den 1930er Jahren benutzten sie die polnische Landessprache in Bildung und Literatur.

Durch die Eindeutschung der Masuren in den nächsten Dekaden und ihre wachsende Angleichung an ihre deutsche Nachbarschaft wurden die Polen zunehmend aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Anders als die ostpreußischen Einwohner, die hauptsächlich den ostpreußischen Platz beherrschten, benutzten die Masuren Hochdeutsch in der Schule, den Ämtern und in der Gemeinde.

Auch in Westfalen wurde die Masurenkultur weiter gepflegt. Weltkrieges kämpften die deutsche Regierung in großem Umfang gegen die Masuren. Man betrachtete die Masuren als zurückgeblieben und der hiesigen Tradition minderwertig. Wie verächtlich und arrogant die Deutsche auf die maurische Lebensart trafen, zeigte der damals in Ostpreußen weit verbreitet gewesene Spott: "Wo die Kulturen aufhören, wo die Masuren beginnen".

Auch Marion Grafin Marion schrieb 1941 in ihrem "Ritt durch Masuren": Bei der Versailler Friedens-Konferenz 1920 entschieden die Bündnispartner über ein Volksbegehren (Referendum) über die Territorialität Masurens. Denjenigen, die ihre Söhne und Töchter in eine polnische Sprachschule schickten, die polnische Medien abonnierten oder an polnischsprachigen Diensten teilnahmen, wurden mit zahlreichen Strafen (Amtsenthebung, Arbeitsausfall oder staatliche Subventionen) oder offener Gewalttätigkeit gedroht.

Rund 95 Prozent der Masuren (man muss sagen, dass diejenigen, die bereits ins Revier oder in andere Regionen Deutschlands emigriert waren, auch wählen durften) waren für die Fortsetzung der Masuren in der Nähe von Ostpreussen und nur etwa 5 Prozent für den Anschluss an Polen.

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