Monatsarchiv für Juni 2008

Hotel Polen

Montag, den 30. Juni 2008

In Polen gibt es eine große Auswahl von Hotels. Ob nun Hotels in historischem Gemäuer oder moderne Tagungshotels. Die Preisniveaus reichen dabei von sehr günstig bis sehr teuer mit sämtlichen Luxus den man sich nur wünschen kann.

In Großstädten wie Warschau, Krakau, Breslau oder Danzig haben vor allem die alten traditionellen Hotels ihren Reiz. Viele von ihnen sind in den vergangenen Jahren wieder hergerichtet worden und gehören vom Preisniveau her meist zur gehobenen Luxusklasse. Natürlich wird der Komfort hier sehr hoch geschrieben und das gut ausgebildete Personal spricht meist Deutsch oder zumindest Englisch. Die moderne Ausstattung steht nicht selten im Kontrast mit der alten Bausubstanz der Hotels und gerade dieses Flair lässt den Glanz der vergangenen Jahrhunderte hautnah miterleben. Die internationalen Hotelketten gehören meist auch dem höheren Preisniveau an. Hotels die sich auf Wellness spezialisiert haben oder Hotels mit großen Tagungsräumen, für jeden Zweck hält die Hotellandschaft in Polen etwas bereit.

Hotels aus den 70er Jahren sind meist in der für die damalige Zeit typischen Kastenbauform gebaut worden. Wer also zumindest etwas Ostblockvergangenheit erleben möchte, ist hier genau richtig. Diese Hotels sind relativ günstig und einfach eingerichtet. Was für ein Hotel eigentlich ungewöhnlich ist, sind die noch teilweise vorhandenen Kochnischen im Zimmer.

Für junge Leute mit wenig Geld bietet sich während der Semesterferien in Polen eine besondere Gelegenheit günstig Urlaub zu machen. Während dieser Zeit (Juli bis September) werden die Studentenwohnheime von den Studenten geräumt und zu Studentenhotels umfunktioniert. Bei dieser sehr günstigen Variante darf man selbstverständlich nicht viel Komfort erwarten.

Stahlbau Polen

Montag, den 30. Juni 2008

Die polnische Stahlproduktion nimmt wie in vielen anderen osteuropäischen Ländern eine zentrale volkswirtschaftliche Rolle ein. Sie ist ein beschäftigungsintensiver Sektor und hat einen großen Anteil an der Bruttowertschöpfung von Polen. Man geht davon aus dass die Bedeutung der Stahlindustrie insgesamt und in Polen zunehmen wird.

Da man der Ansicht ist, dass das Produktionsvolumen zu hoch ist und im Vergleich zu Europa eine Wettbewerbsverschiebung z.B. durch zu hohe Subventionen vorherrscht, verlangt die Europäische Kommission eine Kapazitätsreduzierung. Die Unternehmen hingegen wollen Wettbewerbsfähig bleiben, was sie durch Investitionen in modernere Anlagen und drastischen Produktivitätssteigerungen realisieren mussten und müssen. Dies macht natürlich die Verhandlungen schwierig, da dieser Sektor auch einen hohen beschäftigungspolitischen Sektor darstellt.

Während der Zeit mit hoher Arbeitslosigkeit war kaum jemand in der Politik zu unpopulären Maßnahmen bereit. Reformen in der Stahlindustrie wurden daher lange hinausgezögert. Zum einen war die politische Lage zum Beitritt zur EU unklar und man hat vermutet, dass die EU-Gegner noch mehr Zulauf bekommen hätten, wenn die Kapazitäts- und Arbeitsplatzreduzierung in Verbindung mit dem EU-Beitritt gesehen wurden wäre.

Polnische Grammatik

Sonntag, den 29. Juni 2008

Im Gegensatz zum Deutschen werden die Substantive grundsätzlich klein geschrieben. Eigennamen und Satzanfänge bilden hier eine Ausnahme und werden groß geschrieben. Für die Deklination ist die Unterscheidung von belebte - unbelebten und wahrnehmbare- nicht wahrnehmbare Subjekten wichtig. Wie andere slawische Sprachen hat die polnische Sprache ein kompliziertes Aspektsystem. Die alten Tempora (Aorist, Imperfekt und Plusquamperfekt) werden nicht mehr genutzt, somit das Tempussystem vereinfacht. Die Verben werden entsprechend nach Person, Numerus und Genus flektiert. Bis auf ein paar Ausnahmen werden die Adjektive (2 Arten: weichstämmige und hartstämmige) nach einem Grundmuster dekliniert.

Bei der Wortstellung im Satzbau gibt es keinerlei Einschränkung, man tendiert aber immer mehr zur Verbzweitstellung. Neben den heute geltenden 2 Numeri: Singular und Plural gibt es im polnischen Wortschatz immer noch Hinweise auf dem bis zum 16. Jahrhundert zusätzlichen Numeri: Dual.

Weitere Regeln in der polnischen Grammatik. 

Polen LKW

Sonntag, den 29. Juni 2008

Nutzfahrzeuge mit einer Nutzlast über 3,5 t, die eine gültige Vignette besitzen, müssen keine Mautgebühren auf den Autobahnen A2 und A4 bezahlen. Diese seit 1.9.2005 finanzielle Entlastung soll nach Regierungsplänen wieder abgeschafft werden, was heftigste Proteste der Spediteure auslöste.

Für LKW ab einem bestimmten Gewicht gelten in Polen gewisse Regeln und Bestimmungen. An Feiertagen wie Neujahr, Ostersonntag, Ostermontag, 1.Mai, 3. Mai, Pfingstsonntag, Fronleichnam, 15.August, 1.November, 11.November gilt für LKW über 12 t ein generelles Fahrverbot. Am 24.Dezember gilt das Fahrverbot in dem Zeitraum von 18 Uhr bis 22 Uhr, am 25. und 26.Dezember von 7 Uhr bis 22 Uhr. Zusätzlich gelten Fahrverbote in den Sommermonaten von Juni bis September an Sonntagen von 7 Uhr bis 22 Uhr. In den Monaten Juli und August gelten zusätzliche Fahrverbote freitags von 18-22 Uhr und samstags von 7-14 Uhr.

Im Stadtgebiet von Warschau dürfen die LKW ab 16 t nur im vorgesehenen Zeitraum von 18-22 Uhr und nur auf bestimmten Straßenzügen fahren. Mit einer speziellen Genehmigung ist es den LKW mit einem Gewicht von 16 t erlaubt in den Zeiträumen 7-10 Uhr und 16-18Uhr zu fahren.

Vorwahl Polen

Samstag, den 28. Juni 2008

Um von Deutschland aus nach Polen telefonieren zu können, muss man vor der Ortsvorwahlnummer die Ländervorwahlnummer 0048 (bzw. +48 bei Handy) wählen.

0048 + Ortsvorwahl (z.B. Warschau 022) ohne 0 + Rufnummer des Teilnehmers

Von einem polnischen Festnetzanschluss aus muss die “0″ vorgewählt werden, von einem Handy aus muss man dies nicht tun.

Übersicht der Vorwahlen in Polen

Biala Podlaska 083 Myslenice 0115
Bialystok 085 Nowy Sacz 018
Bielsko-Biala 033 Olsztyn 089
Bydgoszcz 052 Opole 077
Bytom 032 Ostroleka 029
Chelm 082 Ostrowiec 047
Ciechanow 023 Pila 067
Czestochowa 034 Piotrkow Trybunalski 044
Danzig 058 Plock 024
Elblag 055 Poznan 061
Gdansk 058 Pruszkow 022
Gdynia 058 Przemysl 016
Gliwice 032 Radom 048
Gora 075 Rzeszow 017
Gorzow Wielkopolski 095 Sejny 087
Jelenia Gora 075 Siedlce 025
Jozefow 022 Sieradz 043
Kalisz 062 Skierniewice 046
Katowice 032 Slupsk 059
Kielce 041 Sopot 058
Konin 063 Sosnowiec 032
Koszalin 094 Suwalki 087
Koszecin 034 Szczecin 091
Krakow 012 Tarnobrzeg 015
Krosno 013 Tarnow 014
Legnica 076 Torun 056
Leszno 065 Tychy 032
Leszno 060 Walbrzych 074
Lodz 042 Warschau (Warszawa) 022
Lomianki 022 Wloclawek 054
Lomza 086 Wroclaw 071
Lublin 081 Zamosc 084
Myslenice 0115 Zielona Gora 068

Polnische Nachnamen

Samstag, den 28. Juni 2008

In Deutschland ist es üblich jemanden mit dem Nachnamen anzureden, z.B. Herr Mustermann. In Polen dagegen wird dies eher als Beleidigung oder gar Provokation angesehen. Die bürgerliche Erfindung des Nachnamens wurde erst im 18. Jahrhundert während der Teilung Polens unter den Großmächten Österreich, Preußen und Russland. Nachnamen wirken fürr Polen ehr als kalt, Vorname hingegend als freundlich. Hoch angesehen sind Titel, man sollte in so einem Fall denjenigen mit Titel ansprechen. Titel werden ebenfalls “aufgerundet”, ein Stellvertretender Direktor wird zum Direktor, ein Staatssekretär zum Minitrze.

Wie in fast allen slawischen Sprachen wird der Nachname je nach Geschlecht dekliniert. Nachnamen mit einem wski oder ski deuten oft auf die Herkunft an, sie geben also einen Hinweis auf einen Ort, Sippe, Stand oder historische Besonderheit an. Z.B. Podolski: der aus Podolien Stammende. Die Endungen weisen nicht unbedingt auf eine adelige Herkunft hin, viele Bürger besitzen aber noch einen Namen mit der Endung -ski, da im früherern Königreich Polen der Adel über 10% der Bevölkerung stellte.

Wetter in Polen

Freitag, den 27. Juni 2008

Das polnische Klima und die damit verbundenen Wetterbedingungen unterscheiden sich kaum mit denen von Deutschland. Beeinflusst wird es vom ozeanischen und Kontinentalklima in Osteuropa. Je weiter man also in die südöstliche Gegend Polens kommt, desto mehr spürt man das Kontinentalklima. Im Nordwesten sind die Sommer kühl und die Winter recht mild, dies liegt zum einen an den vorherrschenden Westwinden und der Lage zur Ostsee. Die nicht seltenen sehr heißen Sommer und langen kalten Winter herrschen im Süden und Osten Polens. Die Wintersaison in den Bergen dauert von November bis Ende April.

Als Reiseland bietet Polen zu jeder Jahreszeit verschiedenste Möglichkeiten. Im Sommer Strandurlaub an der Ostsee, im Winter Skiurlaub in den Gegirgen im Süden und zu jeder Jahreszeit bieten sich Kulturreisen in den Kulturmetropolen Polens an. Ein Kur oder Wellness Urlaub ist in Polen zu jeder Zeit zu empfehlen und nicht unbedingt abhängig vom aktuellen Wettergeschehen. Um zum Beispiel die Masuren oder Kaschubei am besten zu genießen bietet sich für Natur- und Wanderfreunde die Nebensaison im Frühjahr und Herbst an.

Polnische Fertighaeuser

Freitag, den 27. Juni 2008

Mit der EU-Osterweiterung und Harmonisierung der Gesetze machen die Fertighäuser aus Polen attraktiv. Seit 1990 hat sich diese Branche immer weiter entwickelt. Von den ca. 15.000 Fertighäusern die weltweit geliefert werden gehen ca. 3.000 davon jedes Jahr nach Deutschland. Zuvor haben deutsche Baufirmen die Fertigteile in Polen produzieren lassen um auf dem deutschen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Dies hat sich aber in den letzten Jahren verändert. Die polnischen Firmen haben die deutsche Bautechnologie adaptiert und sogar teilweise perfektioniert. Der Endverbraucher hat somit die Möglichkeit sein Fertighaus direkt bei der polnischen Firma zu bestellen.

Grundsätzlich wird der Hausaufbau in Polen vorgefertigt und die Fertigteile dann nach Deutschland angeliefert. Da Fundamente und Keller nicht von ausländischen Firmen gebaut werden darf, muss die eine Firma aus Deutschland erledigen. Die meisten polnischen Firmen haben aber dazu Partner in Deutschland sitzen.

Wie in jeder Branche gibt es auch in dieser sogenannte “schwarze Schafe”, daher sind auch einige Dinge zu beachten. Die polnischen Fertighäuser sind zwar durchaus günstig aber keine Billighäuser. Man sollte daher vergleichen und informieren. Referenzbauten der Firma können da einen schon weiterhelfen. Außerdem ist es ratsam eine Firma zu nehmen die ein deutsches Qualitätszertifikat besitzt, da die Bestimmungen so eines zu bekommen sehr hoch angesetzt sind. Man sollte sich auch einen Nachweis über die benutzten Materialien geben lassen. Es soll in der Vergangenheit schon vorgekommen sein, dass Holz aus Tschernobyl (Ukraine) verwendet wurde.

Pflegekraefte Polen

Donnerstag, den 26. Juni 2008

Polnische Pflegekräfte genießen in Polen eine hervorragende Ausbildung. Seit letzter Zeit findet die Ausbildung nur noch an Fachhochschulen oder medizinischen Hochschulen statt. Gelernt wird nicht nur in den traditionellen Fächern, auch sind Sport und Fremdsprachen in der Ausbildung mit integriert. Da der Verdienst in Deutschland höher ist, sind viele Pflegekräfte hoch motiviert und würden gern die Möglichkeit nutzen eine Arbeit in Deutschland anzunehmen.

Bei einer Erkrankung eines Angehörigen denkt man zunächst an die Unterbringung in einem Pflegeheim. Viele wollen aber in ihrer vertrauten häuslichen Ungebung bleiben, als Alternative steht dafür der ambulante Pflegedienst zur Verfügung. Manchmal ist auch eine 24 Stunden Pflege notwendig, dabei ist es nicht unüblich, dass die Pflegekräfte mit im Haushalt leben. Neben pflegerischen sind auch haushälterische Leistungen notwendig.

Seit dem 1. Januar 2005 dürfen Haushaltshilfen aus dem Ausland offiziell als Vollzeitkräfte in deutschen Haushalten arbeiten. Es müssen aber Bestimmungen eingehalten werden. So muss mindestens eine Person im Haushalt eine Pflegestufe (I-III) haben, außerdem muss der Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag mit einem festen Gehalt bekommen, das eine Mindesthöhe nicht unterschreitet. Für Kost und Unterkunft dürfen maximal 370€ vom Lohn abgezogen werden. Entscheidend ist auch das die Agentur für Arbeit dem Ganzen zustimmt, Anträge sind vorher zu stellen.

Polnische Muenzen

Donnerstag, den 26. Juni 2008

Die wechselhafte Geschichte Polens mit den Einflüssen den früheren Nachbarstaaten Russland, Österreich, Deutschland und eine gewisse Zeit auch Schweden spiegelt sich auch in den Münzen Polens wieder. Über viele Jahrhunderte hinweg gab es interessante und vielseitige Münzen in Polen. Dies rückt die polnische Münze vor allem in den Blickpunkt deutscher und europäischer Münzsammler. Verstärkt auch durch die Mitgliedschaft in der EU und der Teilnahme bei der EURO- Währungsunion.

Mit dem Umstieg vom Tauschhandel hin zum Geldverkehr wurden auch in Polen die ersten Münzen geprägt, dies geschah in der Zeit um 960 als Polen das erste Mal als Staat entsteht. Im Mittelalter waren vor allem die Denare aus dem Römischen Imperium sehr beliebt. Unter Kasimir III. der Große wurden dann erstmals eigene polnische Münzen eingeführt, der polnische Groschen kurz Groszy. Mit dem Aufstieg und Fall Polens waren verschiedenste Münzen im Umlauf, zeitweise hatte Polen sogar keine eigenen Münzen im Umlauf, sondern nur Russische. Oder aufgrund hoher Inflationen, dies betrifft die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, waren nur Banknoten im Umlauf, da man nur in Tausende rechnete.

Polnische Wurst

Mittwoch, den 25. Juni 2008

Traditionell wird die Wurst in Polen aus Schweinefleisch hergestellt. Europaweit kommen ca. 9 Prozent der Schweinefleisch Produktion aus Polen und es befinden sich ca. 19 Mio. Schweine in polnischen Ställen. Der Pro-Kopf Verbrauch war in Polen bis vor wenigen Jahren weltweit noch am höchsten, bis die USA diese Stellung eingenommen hat.

Unter der Landbevölkerung war mit dem EU-Beitritt die Skepsis sehr groß. Trotz des schwierigen EU-Markts mit Überproduktion und starker Konkurrenz, können sich die polnischen Wurstwaren sehr gut behaupten. Den Exporterfolg macht vor allem die hohe Qualität und die Vielfalt der polnischen Wurstwaren aus. Die vielen Familienbetriebe mit ihren meist eigenen Rezepten machen die kulinarische Vielfalt aus. Während der sozialistischen Zeit in Polen war dies nicht immer gegeben. Die Läden wurden verstaatlicht und Selbstständige wurden zu Arbeitern. Die Vielfalt konnte aber im Untergrund überleben.

Gegenüber deutschen Wurstwaren ist die polnische Wurst oft sehr fetthaltiger. Oft verstehen Deutsche unter einer bestimmten Wurst etwas völlig anderes. So ist die bekannte Krakauer in Polen 4-5cm dicke Trocken- oder Räucherwurst, die als Aufschnitt zum Frühstück oder Abendbrot gereicht wird. In Deutschland dagegen versteht man darunter eine etwa 2cm dicke Grill- oder Bratwurst.

Polnische Post

Mittwoch, den 25. Juni 2008

Die Polnische Post (Poczta Polska) wurde 1928 gegründet. Als Universaldienstleister für Post ist die Poczta Polska verpflichtet ein Postamt für jeweils 7.000 Einwohner in einer Stadt zu unterhalten bzw. im ländlichen Raum ein Postamt aller 65 Quadratkilometer. Außerdem müssen die Dienste an mindestens fünf Werktagen angeboten werden, was üblicherweise von Montag bis Freitag ist. In der Stadt haben die Postämter standardmäßig von 8-19 Uhr geöffnet teilweise auch bis 20 Uhr. im ländlichen Raum meistens nur bis 15 Uhr. Mit ca. 8.000 Postämtern und 100.000 Mitarbeitern zählt die Poczt Polska zum größten Arbeitgeber in Polen.

Bis 2012 hat die Polnische Post das Postmonopol bei Postsendungen bis 50g, dieses wird aber teilweise schon jetzt unterlaufen. Auf Druck der EU musste sich die Republik Polen verpflichten die unbeschränkte staatliche Garantie der Post aufzuheben, da dies mit dem EG-Vertrag unvereinbar war. Mit dieser Garantie erhielt die Poczta Polska günstigere Finanzierungshilfen als ihre Wettbewerber, was ein unzulässiger Vorteil gegenüber den Anderen war. Diese Staatsgarantie für die Post soll nun bis zum 30.Juni diesen Jahres aufgehoben sein. Die größten Konkurrenten für Versandstücke ab 50g sind derzeit die DHL und UPS.

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Briefkasten der Poczta Polska

Polnische Sprache

Dienstag, den 24. Juni 2008

Polnisch wird von ca. 56 Mio. Menschen weltweit gesprochen, wobei ca. 18 Mio. davon im Ausland leben. In der linguistischen Klassifikation zählt die polnische Sprache zur lechischen Gruppe der westslawischen Sprachen. Polnisch ist eng verwandt mit dem Tschechischen, Slowakischen, Kaschubischen und Sorbischen.

Wie auch in jeder anderen lebendigen Sprache gab und gibt es Veränderungen und Entwicklungen in der polnischen Sprache. Dies betrifft sowohl die Grammatik als auch den Wortschatz. So hat z.B. die Umsiedlung der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg und die zunehmende Verstädterung zu einer Vereinheitlichung der Dialekte geführt. Auch unter dem Einfluss der Medien und Bildung, die im allgemeinen Dialekt durchgeführt wird, sind bei der jüngeren Generation Dialekte kaum noch ausgeprägt. Gegenwärtig ist ein großer Einfluss des Englischen zu beobachten, gleichzeitig verschwinden viele russische und französische Fremdwörter.

In der Umgangssprache haben in den letzten Jahren viele vulgäre Ausdrücke Einzug erhalten. Sie werden auch in Situatonen verwendet, die früher undenkbar waren und haben somit an Stärke verloren. Man sollte nicht gleich erschrecken wenn irgendwoher ein lautes kurwa zu hören ist. Kurwa ist zwar das polnische Wort für Hure aber wird von vielen Polen als Interjektion in der Umgangssprache verwendet, in solchen Fällen ist es mit dem Deutschen Scheiße zu vergleichen.

Polnische Vornamen

Dienstag, den 24. Juni 2008

Die christliche Tradition in Polen findet sich auch in den polnischen Vornamen wieder. Die meisten haben ihren Ursprung aus dem christlichen Raum und wurden bereits im Mittelalter in die polnische Sprache übernommen. Aus der Tradition heraus weisen die Vornamen auf das Geschlecht des Kindes hin, dies geht auch aus Grammatik hervor, da die Vornamen dekliniert werden. Früher wiesen die Endungen der Nachnamen bei Frauen nicht nur auf das Geschlecht hin, sondern auch auf ihren Familienstand, heut wird auf diese Tradition verzichtet. Die Vornamen der Jungen enden auf Konsonanten (z.B. Tomasz) oder auf Vokale, meistens -i bzw. -y (Walery) in Ausnahmen auf -o oder -a. Mädchennamen hingegen enden immer auf -a (Ewa, Maria).

Ebenfalls Tradition bei Jungen ist es als zweiten Vornamen den Vornamen des Vaters zu geben. Der zweite Vorname ist auch bei der katholischen Taufe bedeutend. Im täglichen Kontakt wird aber nur der Erste gebraucht, der Zweite findet sich nur in Dokumenten wieder. Früher und heute spielen verschieden Faktoren bei der Namensgebung eine Rolle. So haben die Kinder früher oft Namen von Königen oder Nationalhelden bekommen, auch spielte die Religion eine Rolle. Heute findet man durchaus Namen von Lieblingsschauspielern oder Sportlern. Der Vorname Adam, abstammend vom sehr populären Skispringer Adam Malysz, ist sehr häufig zu finden. Vornamen aus typisch slawischer Herkunft kommen nur noch selten vor, diese werden auch nicht unbedingt aus der Tradition heraus vergeben, sondern wegen ihrer Originalität.

Familie Polen

Montag, den 23. Juni 2008

Für Polen steht ein harmonisches Familienleben an erster Stelle und ist für sie wichtiger und hat gleichzeitig einen höheren Wert als Geld oder etwa die berufliche Stellung. Die Familien sind emotional eng miteinander verbunden, es kommt nicht selten vor das mehrere Generationen unter einem Dach leben. Natürlich spielen finanzielle Gründe auch eine Rolle. Wenn man die Scheidungsrate in Polen mit der von Europa vergleicht, ist schon auffallend, dass diese weit hinter dem europäischen Durchschnitt liegt. Dies macht auch die Bedeutung der Religion im Leben eines Polen deutlich.

Im Gespräche mit einer polnischen Familie oder einem kennen lernen, könnte man zunächst einem Irrtum unterliegen und denken das polnische Familien immer Großfamilien sind. Dies ist aber nicht der Fall, da in der Alltagssprache Cousine oder Schwägerin Schwester sagt und zum Cousin Bruder. Heute arbeiten meist beide Elternteile und auch für Frauen ist eine berufliche Karriere wichtig. Von dem typischen Klischee mit dem Bild das der Mann Alleinverdiener ist und die Hausfrau sich um die Familie kümmert, wird somit immer mehr abgerückt. Deshalb wird auch großen Wert auf gemeinsame Mahlzeiten gelegt, insofern es die Zeit zulässt.