Polen Riesengebirge
Zu dem bekanntesten Teil der Sudeten gehört das Riesengebirge. Der Gebirgszug ist nur etwa 36 km lang und bildet eine natürliche Grenze zwischen Schlesien (Polen) und Böhmen (Tschechien), wobei sich ein drittel des Gebirges auf polnischer Seite befindet. Der höchste Berg im Riesengebirge ist die Schneekoppe mit 1602m.
Der Nationalpark Riesengebirge wurde 1959 offiziell gegründet, vorher wurden bereits einzelne Gebiete unter Naturschutz gestellt. Später erklärte die UNESCO das Riesengebirge zum Weltnaturreservat. Die Fläche des Nationalparks beträgt auf polnischer Seite 5.576 Hektar. Der auf tschechischer Seite gegründete Nationalpark umfasst eine Fläche von 35.500 Hektar. Durch die Luftverschmutzung der Kohlekraftwerke der ehemaligen sozialistischen Ländern Polen, Tschechien und DDR und trotz der Einrichtung der Nationalparks schritt die Zerstörung der Wälder im Riesengebirge immer mehr voran. Erst die Wirtschaftskrisen in diesen Ländern und der damit verbundenen Schließung der unrentablen Kohlekraftwerke beendete das Waldsterben und führt zu einer Erholung.
Eines der beliebtesten Ziele für Touristen zählt Karpacz (Krummhübel) auf polnischer Seite. Karpacz ist Ausgangspunkt für Wanderungen zu den höchsten Teilen im Gebirge und auch Wintersportfreunde finden hier zahlreiche Möglichkeiten. Unterkunft und Verpflegung findet man in den zahlreichen Bauden. Unterhalb der Schneekoppe zählen die Teichbaude, Hampelbaude und das Schlesierhaus mit zu den schönsten Bauden auf polnischer Seite.