Polnische Vornamen

Die christliche Tradition in Polen findet sich auch in den polnischen Vornamen wieder. Die meisten haben ihren Ursprung aus dem christlichen Raum und wurden bereits im Mittelalter in die polnische Sprache übernommen. Aus der Tradition heraus weisen die Vornamen auf das Geschlecht des Kindes hin, dies geht auch aus Grammatik hervor, da die Vornamen dekliniert werden. Früher wiesen die Endungen der Nachnamen bei Frauen nicht nur auf das Geschlecht hin, sondern auch auf ihren Familienstand, heut wird auf diese Tradition verzichtet. Die Vornamen der Jungen enden auf Konsonanten (z.B. Tomasz) oder auf Vokale, meistens -i bzw. -y (Walery) in Ausnahmen auf -o oder -a. Mädchennamen hingegen enden immer auf -a (Ewa, Maria).

Ebenfalls Tradition bei Jungen ist es als zweiten Vornamen den Vornamen des Vaters zu geben. Der zweite Vorname ist auch bei der katholischen Taufe bedeutend. Im täglichen Kontakt wird aber nur der Erste gebraucht, der Zweite findet sich nur in Dokumenten wieder. Früher und heute spielen verschieden Faktoren bei der Namensgebung eine Rolle. So haben die Kinder früher oft Namen von Königen oder Nationalhelden bekommen, auch spielte die Religion eine Rolle. Heute findet man durchaus Namen von Lieblingsschauspielern oder Sportlern. Der Vorname Adam, abstammend vom sehr populären Skispringer Adam Malysz, ist sehr häufig zu finden. Vornamen aus typisch slawischer Herkunft kommen nur noch selten vor, diese werden auch nicht unbedingt aus der Tradition heraus vergeben, sondern wegen ihrer Originalität.

Eine Reaktion zu “Polnische Vornamen”

  1. Bastel

    Aha, sehr interessant. Einige dieser Polnischen Namen sind auch bei uns aktuell, kenne dazu ein paar Beispiele, die mir gleich eingefallen sind. Ja die Polen sind ja als äußerst katholisch bekannt.

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