Polen Landwirtschaft
Bis in das 19.Jahrhundert die Polen Landwirtschaft ein Hauptwirtschaftszweig und galt bis zu den Drei Teilungen Polens als Kornkammer für Europa. In der Zeit der Adelsrepublik wurden gerade die Agrarerzeugnisse der Großgrundbesitzer (Magnate) aus Kleinpolen und der Ukraine über die Weichsel und Danzig nach Westeuropa verschifft. Diese Gebiete sind durch ihre Löß- und Schwarzerdeböden und deren hohen Erträge begünstigt.
In der heutigen Zeit nimmt die Bedeutung der Landwirtschaft eher ab und macht nur noch ca. 4% des Bruttosozialprodukts aus. Obwohl immer noch um die 15% in diesem Sektor beschäftigt sind. Ein Grund dafür sind die vielen Kleinhöfe. Der Anteil an Bewohnern mit eigenem Grundstück ist in keinem anderen Land aus Europa so hoch wie in Polen.
Durch den EU-Beitritt konnten viele Landwirte von der Öffnung der europäischen Märkte und den Subventionen profitieren. Deshalb haben auch viele polnische Landwirte den EU-Beitritt befürwortet. Die gesamtpflanzliche Produktion hat in den letzten Jahren zugenommen, ebenso deren Export. Die großen industrialisierten Agrarbetriebe aus Westeuropa sind natürlich gerade für die kleinen Bauernhöfe eine starke Konkurrenz. Deshalb spezialisieren sie sich mehr und mehr auf Bioprodukte und nehmen bereits eine führende Rolle in Europa ein.