Monatsarchiv für Juli 2008

Polnische Dienstleistungen

Donnerstag, den 24. Juli 2008

Bei einem Besuch auf den Basaren direkt hinter der Grenze werden auch von vielen angebotene polnische Dienstleistungen gerne genutzt. Vor allem locken diese gerade die Deutschen Besucher mit ihren günstigen Angeboten. So geht man schnell nochmal beim Friseur vorbei oder lässt sich in einem Restaurant die polnischen Spezialitäten auftischen. Auch werden gerne die nach EU-Standart arbeitenden KFz-Werkstätten genutzt.

Allgemein hat sich der gesamte Dienstleistungssektor in Polen zugenommen, vor allem im Bank- und Finanzwesen. So hat sich zum Beispiel Warschau zu einem Finanzzentrum für ganz Osteuropa entwickelt. Viele ausländische Banken führen ihre Geschäfte für Polen und Osteuropa von Warschau aus. Weitere Bereiche im Dienstleistungssektor, die ebenso Interessen von Privatpersonen wahrnehmen, sind Beraterfirmen, Anwalts- und Notarkanzleien, Buchhalter, Personalberatungsfirmen  und Computerdienstleister. Es finden sich somit die gleichen Firmen in Warschau wieder, wie in anderen westeuropäischen Großstädten. Zusammen mit dem Handel sind in Warschau ca. 70% aller Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor beschäftigt.

Polen Camping

Mittwoch, den 23. Juli 2008

Die meisten Campingplätze in Polen befinden sich in den Touristikhochburgen wie an der Ostsee oder der Masurischen Seenplatte. Während den polnischen Sommerferien haben so gut wie alle Campingplätze geöffnet (Juli-September) und werden auch von der polnischen Bevölkerung rege genutzt, vor allem von Familien. Sogenanntes Wild-Camping ist in Polen verboten und es sollten die dafür vorgesehen Plätze genutzt werden. Es gibt aber die Möglichkeit auf privaten Grundstücken mit Erlaubnis des Eigentümers zu campen. Denn dann gilt dies als “Besuch”.

Die Polnische Camping- Caravaning Förderation nimmt eine Klassifizierung der Campingplätze von eins bis vier Sternen vor. Es sind aber noch nicht alle Campingplätze neu klassifiziert. Bisher gab es zwei Kategorien, wobei beide ein Mindestmaß an Komfort und auch entsprechend sanitäre Einrichtungen besitzen. Auf den Campingplätzen der höheren Kategorie 1 befinden sich zusätzliche touristische Einrichtungen. Die meisten Plätze sind in einem sehr guten Zustand und werden auch regelmäßig gepflegt. Die sanitären Anlagen sind zwar einfach gebaut, aber auch hier wurde in den letzten Jahren investiert und die alten maroden Anlagen durch neue ersetzt.

Winterurlaub Polen

Mittwoch, den 23. Juli 2008

Im Süden und Südwesten Polens gibt es ausgedehnte Gebirgszüge. Vom Mittelgebirge mit dem Riesengebirge und den Beskiden bis hin zum Hochgebirge der Hohen Tatra mit bis zu 2.500m hohen Bergen sind im Süden von Polen zu finden. Die guten Schneebedingungen und vor allem schneesicheren Gebiete eignen sich hervorragend für einen Winterurlaub Polen. Neben den Skizentren wie Zakopane gibt es viele kleine Ortschaften die gerade im Winter in einer märchenhaften Landschaft eingebettet sind. In den kleineren Ortschaften werden ebenso Übernachtungen angeboten, meist Ferienhäuser oder kleinere Pensionen von Familien. Dies bietet sich vor allem für diejenigen an, die fern ab vom Trubel der Winterhochburgen Ruhe und Entspannung suchen.

Fast alle Gebirge liegen entlang der Grenze zu Tschechien und der Slowakei, so dass sich ein kurzer Besuch in diese Länder anbietet. Für die klassischen Wintersportarten wie Abfahrt, Langlauf und Snowboard gibt es zahlreiche und gut präparierte Pisten. Die Pisten reichen vom Anfänger, Fortgeschrittenen bis zum Profi und für Anfänger werden fast überall Kurse angeboten. Es sind aber auch außergewöhnliche Sportarten wie Eisklettern in der Hohen Tatra möglich. Wer lieber die Erholung sucht und die Winterlandschaft genießen möchte, kann bei einer Schlittenfahrt durch die verschneiten Landschaften wunderbar entspannen.

Leba Polen

Dienstag, den 22. Juli 2008

Die Stadt Łeba (deutsch: Leba) liegt in der Woiwodschaft Pommern an der Mündung des gleichnamigen Flusses Leba in die Ostsee. Leba ist auch ein beliebter Badeort und gilt auch als Tor zum Slowinzischen Nationalpark mit seinen riesigen Wanderdünen. Seit 1862 ist Leba ein Ostseebad.

Erstmals Erwähnung fand die Siedlung Lebamünde im Jahr 1282. Leba als Ortsname setzte sich erst nach mehrmaliger Namensänderung im 16. Jahrhundert durch.

leba-stadtwappen.pngDas Stadtwappen von Leba zeigt einen Greifen mit Fischschwanz und das schwarze Kreuz des Deutschen Ordens und wurde von diesem bereits 1360 verliehen.

Die alte Stadt Leba wurde mehrmals durch Sturmfluten zerstört und war von Wanderdünen bedroht. Deshalb wurde die Stadt 1570 weiter in das Landesinnere verlegt. Das alte Mauerfragment der alten Nikolaikirche ist immer noch westlich der Stadt auf dem Weg zum Strand zu sehen. Ebenfalls sehenswert sind die großen Wanderdünen, die sich im Jahr durchschnittlich 10m ostwärts bewegen. Die Größte von ihnen ist die Lontzkedüne mit 42m Höhe und einer Länge von 500m. Sie befindet sich auf der Nehrung zwischen der Ostsee und dem Lebasee.

leba-hafenbecken.jpg leba-strand.jpg lontzkedune.jpg

Polen Landwirtschaft

Dienstag, den 22. Juli 2008

Bis in das 19.Jahrhundert die Polen Landwirtschaft ein Hauptwirtschaftszweig und galt bis zu den Drei Teilungen Polens als Kornkammer für Europa. In der Zeit der Adelsrepublik wurden gerade die Agrarerzeugnisse der Großgrundbesitzer (Magnate) aus Kleinpolen und der Ukraine über die Weichsel und Danzig nach Westeuropa verschifft. Diese Gebiete sind durch ihre Löß- und Schwarzerdeböden und deren hohen Erträge begünstigt.

In der heutigen Zeit nimmt die Bedeutung der Landwirtschaft eher ab und macht nur noch ca. 4% des Bruttosozialprodukts aus. Obwohl immer noch um die 15% in diesem Sektor beschäftigt sind. Ein Grund dafür sind die vielen Kleinhöfe. Der Anteil an Bewohnern mit eigenem Grundstück ist in keinem anderen Land aus Europa so hoch wie in Polen.

Durch den EU-Beitritt konnten viele Landwirte von der Öffnung der europäischen Märkte und den Subventionen profitieren. Deshalb haben auch viele polnische Landwirte den EU-Beitritt befürwortet. Die gesamtpflanzliche Produktion hat in den letzten Jahren zugenommen, ebenso deren Export. Die großen industrialisierten Agrarbetriebe aus Westeuropa sind natürlich gerade für die kleinen Bauernhöfe eine starke Konkurrenz. Deshalb spezialisieren sie sich mehr und mehr auf Bioprodukte und nehmen bereits eine führende Rolle in Europa ein.

Masuren Polen

Montag, den 21. Juli 2008

Im Norden von Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren liegt die Region Masuren (polnisch: Mazury). Mit der Teilung von Ostpreußen im Jahr 1945 sind die Masuren die größte Seenlandschaft Polens. Ursprünglich wurde dieses Gebiet von Barten, Sudauern, Galindern und prußischen Pogesindern bewohnt, bis es dann im 13.Jahrhundert vom Deutschen Orden erobert wurde. In das Masuren Gebiet wanderten vor allem angeworbene Siedler aus Niedersachsen und Westfalen ein.

Zu Ehren der vielen eingewanderten evangelischen Masuren (ethn. Volksgruppe) aus Masowien benannte man -inoffiziell- dieses Gebiet ab dem 18.Jahrhundert als Masurische Landschaft oder Masurische Seenplatte. Die allgemeine Schulpflicht bewirkte eine zunehmende Eindeutschung der Masuren. Im letzten Drittel des 18.Jahrunderts waren ca.34% der Bewohner deutschsprachig, bei der Volkszählung 1910 gaben 58% Deutsch als Muttersprache an. Nach dem Ersten Weltkrieg erhob Polen Anspruch auf dieses Gebiet. Allerdings ergab die unter Aufsicht einer interallierten Kommission abgehaltene Volksabstimmung ein Verbleib zu Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und unter polnischer und russischer Verwaltung wurde eine erneute Volkszählung durchgeführt. Mit den Auflagen die Deutsche Sprache nicht zu gebrauchen und deutschsprachige Vor- und Nachnamen abzulegen, erhielten die 114.000 sogenannten Autochthone (altgriechisch: “alteingesessen”) Bewohner ein bleiberecht. Die als Deutsche eingestuften wurden größtenteils vertrieben. Besonders in den 70er und 80er gab es viele Spätaussiedler aus dieser Region in die Bundesrepublik.

Polnische Militaerabzeichen

Montag, den 21. Juli 2008

Das höchste polnische Militärabzeichen der 3.Republik ist der Virtuti Militari. Er war ebenso der höchste Militärorden der 1.Republik, des Herzogtums Warschau, Kongresspolens, der 2.Republik und der Volksrepublik.

Das erste Ordenszeichen des Vitutui Militari wurde 1792 in Form einer ovalen Goldenen und Silbernen Medaille vergeben, bevor einige Monate später der richtige Orden mit seinen 5 Klassen geschaffen wurde. Die 5 Klassen waren absteigend. Großkreuz, Komturkreuz, Goldenes Kreuz, Goldene Medaille und Silberne Medaille. In der Zeit des Herzogtums Warschau trug dieser Orden den Namen “Militärorden des Herzogtums Warschau”. Anfänglich behielt er sein Aussehen wie vor den Drei Teilungen. 1803 wurde mit der Inschrift “Rex et Patra” (König und Vaterland) das litauische Staatswappen auf dem Revers ersetzt (1831 wiedereingeführt). In den zwei untersten Klassen wurde das goldene und silberne Kreuz eingeführt.

Mit der Niederschlagung des Novemberaufstands von 1830 und der russischen Fremdherrschaft wurde der Orden in Massen an Russen verliehen, die an den Kämpfen teilnahmen, dadurch erhielt dieser Orden eine Abwertung. Ab 1835 wurde er dann nicht mehr verliehen.

virtuti-militari.jpgDas heutige Aussehen und die 5 Klassen wurden in der Zeit der 2.Republik (1918-1945) geschaffen. Zwischendurch verlor der weiße Adler im Medaillon seine Regalien und es wurde nun der ungekrönte Adler der Volksrepublik (1945-1990) gezeigt. Ebenso wurde die Krone in der Aufhängung entfernt. Ab 1990 (3.Republik) kehrte man wieder zur Version der 2. Republik zurück.

Polnische Kultur

Sonntag, den 20. Juli 2008

Die wechselvolle Geschichte Polens spiegelt sich auch in der sehr vielfältigen polnische Kultur wieder. Der Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen und Religionen während der multikulturellen Adelsrepublik hatte seinen Einfluss auf das polnische Kulturerbe. In der heutigen Zeit ist die polnische Kultur von Globalisierungstendenzen betroffen. Allerdings kann sie ihre eigene Identität in der Kulturszene größerer Städte und auf dem Land erhalten. Besonders hervorgetan hat sich der polnische Symbolismus und die Plakatmalerei. Die spezifischen Eigenschaften der Plakate sind nicht nur in Polen bekannt. Auch die anderen Bereiche der polnischen Kultur wie Film und Literatur finden internationale Anerkennung.

Die polnische Auszeichnung für Verdiente um die polnische Kultur (Zasluzony dla kultury polskiej) wird an Menschen, Organisationen, Vereine und Institutionen verliehen, die sie sich um die Schaffung, Erhaltung und Verbreitung der polnischen Kultur im In- und Ausland verdient gemacht haben. Neben dieser Auszeichnung gibt es noch die Medaille Verdienter um die Kultur (Gloria Artis). Diese wird an Kulturschaffende in den drei Ausführungen Gold, Silber und Bronze verliehen.

Polnische Namen

Sonntag, den 20. Juli 2008

Die polnische Namen bestehen meist aus drei Teilen. Dem Vornamen, zweiten Vornamen und Familiennamen. Wobei der erste Vorname als Rufname benutzt wird und der Zweite nur auf Dokumenten auftaucht. Aus der Tradition heraus gibt man dem Sohn den Rufnamen des Vaters.

Häufige männliche Vornamen

  • Jan
  • Andrzzej
  • Piotr
  • Krzysztof
  • Stanislaw

Bei fast allen slawischen Sprachen, so auch im Polnischen, werden die Vor- und Nachnamen je nach Geschlecht dekliniert. Ein weiblicher Vor- und Nachname endet meist mit [a].

Häufige weibliche Vornamen

  • Anna
  • Maria
  • Katarzyna
  • Malgorzata
  • Agnieszka

Oftmals begegnet man auch Nachnamen die auf -ski oder -wski enden. Diese Nachnamen sind oftmals Herkunftsnamen, die auf einen Ort hinweißen. Ein Bezug zu einer Sippe, Stand oder historischen Besonderheit ist auch möglich. Diese Nachnamen weißen aber nicht automatisch auf adelige Wurzel hin,obwohl der polnische Adel in der Vergangenheit oft einen Herkunftsnamen führte.

Häufige polnische Nachnamen

  • Nowak
  • Kowalski/a
  • Wisniewski/a
  • Wojcik
  • Kaminski/a

Polnische Komponisten

Samstag, den 19. Juli 2008

Zu den berühmtesten und beliebtesten polnische Komponisten gehört Fryderyk Franciszek Chopin. Sein Geburtsdatum ist nicht eindeutig gesichert, nach eigenen Aussagen ist er am 1. März 1810 in Zelazowa Wola in der nähe von Warschau geboren. Der Komponist, Pianist und Pädagoge zählt zu den einflussreichsten und beliebtesten Klavierkomponisten des 19.Jahrhunderts und zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Musikgeschichte Polens.

Sein musikalisches Talent zeigte sich früh und er galt als Wunderkind mit einer außergewöhnlichen improvisatorischen Begabung. Bereits mit 7 Jahren komponierte er seine ersten Polonaisen. Nach seinem Schulabschluss begann er sein Studium am Konservatorium und besuchte nebenbei noch Vorlesungen an der Universität. In seiner Freizeit hat er weiterhin eifrig komponiert und legte seine Ergebnisse seinem Lehrer Jozef Elsner vor. Nachdem Chopin sein Studium beendet hat schrieb sein Lehrer Elsner in der Beurteilung folgendes.

Chopin Frederic. Besondere Begabung. Musikalisches Genie.

Nach seinem Studium lebte Chopin abwechselnd in Warschau, Wien und Paris bis er dann 1831 entgültig nach Paris umzog. Sein Leben finanzierte er mit Konzerten, die gerade so seine Kosten deckten. Durch Klavierschüler konnte er sich dann ein geregeltes Einkommen schaffen.

Der Gesundheitszustand des an Tuberkulose erkrankten Chopins verschlechterte sich im Laufe des Jahres 1847. Am 17.Oktober verstarb er dann in seiner Wohnung im engsten Kreis seiner Freunde. Auf Wunsch Chopins wurde sein Herz nach Warschau gebracht und in der Heiligkreuzkirche beigesetzt. Beerdigt wurde er auf dem Pere Lachaise Friedhof in Paris.

Euro Polen

Samstag, den 19. Juli 2008

Wann wird denn nun der Euro Polen eingeführt? Diese Frage kommt immer wieder auf und zeigt dass der Euro immer noch einen bedeutenden Platz bei öffentlichen Diskussionen einnimmt. Ob er kommt steht außer Frage, denn Polen ist vertraglich dazu verpflichtet, allerdings ist kein konkretes Datum festgelegt. Der Zeitpunkt der Einführung ist in Polen und den alten Mitgliedsstaaten sehr umstritten. Für die Einen kann es nicht schnell genug gehen und die Anderen warnen vor einer zu schnellen Einführung.

Vor allem die private Wirtschaft, Banken und die liberale Öffentlichkeit plädieren für eine rasche Einführung. Auch Deutschland ist dieser Meinung. Man erhofft sich vor allem Kostenersparnisse und den Wegfall des Währungs- und Wechselkursrisikos. Ebenfalls ist man davon überzeugt, dass der Euro international mehr Gewicht bekommt. Warnungen kommen dagegen aus Wissenschaft und der Finanzwelt. Einen schnellen Beitritt hält man für gefährlich und es könnte die Beitrittsländer schaden. Ein Argument ist das zu starke straffen der Finanzpolitik und man so den Anschluss zu den alten Mitgliedsstaaten nicht schaffen könne. Die Kluft zwischen den neuen und alten EU-Ländern würde somit noch größer werden.

Auch in der Bevölkerung herrscht noch große Verunsicherung und die Befürchtung, dass bei einer Einführung des Euro eine allgemeine Preissteigerung stattfinden wird und man diese nicht bewältigen könne.

Polnische Wirtschaft

Freitag, den 18. Juli 2008

Höhere Löhne, bessere Jobs kommt es zu einer Rückkehrerwelle von polnischen Auswanderern? Das ist die große Hoffnung der polnische Wirtschaft. Die Sprecherin des Arbeitgeberverbandes “Lewiatan” Malgorzata Rusewicz ist sich sicher, dass viele im Ausland arbeitenden Polen in ihre Heimat zurückkehren werden. Andere dagegen sehen keine “Welle” eher eine Umkehr des Trends von auswandernden Polen zu Heimkehrern.

Aktuellen Schätzungen zufolge verdienen ca. 2-4 Mio. Polen ihren Lebensunterhalt im Ausland. Mit dem EU-Beitritt und dem Öffnen der Grenzen kam es in Polen zu einer regelrechten Fluchtwelle. Gründe waren damals die noch niedrigen Löhne und die hohe Arbeitslosigkeit von über 20% im Land. Vor allem junge, gut ausgebildete und hochmotivierte Polen verließen das Land. Als Ergebnis klagt die Wirtschaft immer wieder über Fachkräftemangel. Nach einer Studie der Nationalbank haben gut die Hälfte der Firmen ein Problem entsprechendes Personal zu finden, in der Baubranche sollen es sogar 80% der Firmen sein.

Auch auf Hinsicht auf die Fußball-Europameisterschaft 2012 und den bis dahin noch zu bewältigten Aufgaben haben die Unternehmen eine Öffnung des polnischen Marktes gefordert. Die Warschauer Regierung hat auch deswegen entschieden die Regelungen für Gastarbeiter zu lockern. Gerade Arbeiter aus den östlich gelegenen Ländern wie Ukraine, Weißrussland und Russland können seit einigen Monaten ohne Unterbrechung und ohne besondere Genehmigung ein halbes Jahr in Polen arbeiten.

Polnische Kunst

Freitag, den 18. Juli 2008

Eine der bedeutendsten Einrichtungen für zeitgenössige Kunst ist die Galeria Zacheta in Warschau. Sie wird auch nur kurz Zacheta genannt. Übersetzt bedeutet das Wort Zacheta soviel wie Ansporn oder Ermutigung. Das hängt auch mit dem Ziel der Zacheta zusammen, die in der Vergangenheit und Gegenwart die zeitgenössige polnische Kunst fördern will. Um dies zu realisieren finden Wechselausstellungen statt und es werden Wettbewerbe moderner polnischer Kunst veranstaltet. Es gibt aber ebenso Ausstellungen von ausländischen Künstlern.

Die Gesellschaft der Schönen Künste wurde 1860 in Warschau gegründet, bis dahin lassen sich auch die Ursprünge der Zacheta zurückverfolgen. Im Stil der Neorenaissance und im Auftrag der Gesellschaft entstand das Gebäude von 1899 bis 1903. Die Zerstörung der Innenstadt von Warschau während des Zweiten Weltkriegs konnte die Zacheta fast unbeschädigt überstehen.

Die letzten Jahre haben auch Skandale hervorgebracht. So unterlagen verschiedene Ausstellungen der Zensur wegen Blasphemie. Dies macht auch den politischen Einfluss der katholischen Kirche in Polen deutlich.

Kamin Polen

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Bei den heutigen Energiepreisen ist es durchaus sinnvoll einen Kamin als alternative Heizungsanlage zu nutzen. Viele lassen sich deshalb auch einen Kamin einbauen. Kamine sind nicht gerade günstig und sind daher auch eine Investition für Jahre. Anbieter aus Deutschland lassen nicht selten ihre Kamine Polen herstellen, auch drängen polnische Kaminhersteller mehr und mehr mit ihren eigenen Produkten auf den deutschen Markt.

Es gibt zwei grundlegende Arten von Kaminen. Der offenen Kamin ist eine sehr alte Form der Energiegewinnung, war aber bis in das 19.Jahrhundert noch weit verbreitet. Diese Form ist aufgrund des geringen Wirkungsgrades eher unvorteilhaft. Diese Art ist aber trotzdem sehr beliebt, da beim Anblick des Feuers der Eindruck von Wohnlichkeit vermittelt wird. Der geschlossene Kamin hat durch seine technische Weiterentwicklung einen sehr hohen Wirkungsgrad. Diese Kamine sind Wasser führend, d.h. Wasser dient als Kühlungsmittel für den Kamin und auf der anderen Seite als Energieträger. Das erwärmte Wasser wird in das Heizungsnetz geleitet oder dient zur Heizwasserversorgung. Diese Art von Kamine sind also eigenständige Heizungsanlangen und nach technischer Klassifizierung Feststoffkessel, allerdings mit dem Design eines traditionellen Kamins.

Wenn man sich so eine Anlage einbauen lassen möchte, sollte man sich auf jeden Fall hinreichend beraten lassen. Viele polnische Unternehmen haben sich auf ihre Kunden aus Deutschland eingestellt und können ihre Beratung auf Deutsch anbieten.

Polnische Produkte

Donnerstag, den 17. Juli 2008

In Polen gibt es starke traditionsreiche Marken und einige davon wurden bereits zu Volksrepublik Zeiten geboren. Einige Marken besitzen sogar Auszeichnungen wie “Polnisches Produkt der Zukunft” oder “Gesunde polnische Nahrung”. In Deutschland sind diese aber meist unbekannt oder sind aufgrund unzureichender Werbung nur in den unteren Regalen von großen Supermarktketten zu finden.

Die Öffnung der Grenzen und der Wegfall der Zollschranken haben aber bewirkt, dass immer mehr polnische Produkte auf den deutschen Markt drängen. Bekannt sind polnische Spirituosen wie Wodka “Wyborowa” oder in einigen Märkten ist auch der aromatisierte “Grasovka” zu finden.

Es gibt auch immer mehr Onlineshops die sich darauf spezialisiert haben traditionelle polnische Produkte nach Deutschland zu liefern. Von Süßigkeiten, Getränken und anderen Lebensmitteln bis zu Haushaltswaren und Geschenkartikel ist so ziemlich alles zu haben. Es lohnt sich auf Seiten wie Polprodukt oder Polish-Shop herumzustöbern und sich gegebenenfalls Produkte aus Polen bequem nach Hause liefern zu lassen.