Polnische Filme
Mit der Pionierzeit des Films zum Ende des 19.Jahrhunderts begann auch die polnische Filmgeschichte. Polnische Filme standen auch unter dem Einfluss der wechselhaften Geschichte Polens.
Zu Beginn wurden kleine dokumentarische Filme gedreht. Bis 1908 der erste polnische Spielfilm seine Premiere in Warschau hatte. In dieser Zeit waren vor allem Komödien und Melodramen sehr populär. Die polnische Schauspielerin Pola Negri (bürgerlicher Name: Barbara Apolonia ChaÅ‚upiec) gab zunächst ihr Debüt in einem polnischen Film und wurde durch deutsche und amerikanische Stummfilmproduktionen zum Weltstar. Die ersten polnischen Filmproduktionsfirmen entstanden mit der neu gewonnen Freiheit nach dem Ersten Weltkrieg. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs entstanden in Polen fast 300 polnische Filme und im ganzen Land gab es über 800 Kinos, allein in Warschau gab es 68. Mit dem Zweiten Weltkrieg verschwand der polnische Film wie die polnische Kultur im Untergrund und Filmschaffende emigrierten ins Ausland.
Nach dem Krieg wurde Lodz zum neuen Zentrum der Filmschaffenden. Unter anderem wurde 1948 die Filmhochschule in Lodz gegründet. Neben den Spielfilmen waren für die polnischen Filmkünstler die Dokumentarfilme eine wichtige Ausdrucksform. Zu den bedeutendsten und bekannten Filmregisseuren zählen unter anderem Andrzej Wajda und Roman Polanski. Aber auch jüngere Regisseure wie Piotr Trzaskalski können mit ihren Filmdebüts überzeugen.