Immobilien in Polen
Für immer weniger Immobilientransaktionen ist eine Genehmigung des Innenministeriums (MSWiA) erforderlich. Übergangsfristen und eine erforderliche Genehmigung, für Ausländer aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), gibt es nur noch für Agrar- und Waldflächen bis Mai 2016 und für Zweithäuser (Ferienhäuser) bis Mai 2009. Die Preise für Agrarflächen haben sich seit 2000 mehr als verdoppelt, Grund dafür ist auch der EU-Beitritt. Da die Zuschüsse aus der EU bei Landkauf höher sind als bei Pacht, vor allem wenn die Flächen für Bewaldung oder ökologischen Landbau genutzt werden. Die Preise sind aber immer noch vergleichsweise günstiger als in Deutschland.
Der EU-Beitritt beflügelte auch die Nachfrage nach Immobilien in Polen, vor allem in den Großstädten wie Warschau oder Krakau kauften EU- Bürger Wohnungen. Die Immobilienpreise in den Großstädten haben mittlerweile fast westliches Niveau erreicht und werden auch weiter steigen. Deshalb konzentrieren sich die Immobilienmakler mehr auf kleinere Städte, da dort teils sanierungsbedürftige Immobilien sehr günstig zu erwerben sind.
Man konnte aber in der Vergangenheit auch eine Bewegung in die andere Richtung beobachten. In Stettin haben sich die Grundstückspreise mehr als verdoppelt und Stettin als Großstadt mit ca. 400.000 Einwohnern steht einer strukturschwachen Region gegenüber. Die Uckermark in Brandenburg hat Bundesweit die niedrigsten Grundstückspreise und so sind schon viele Polen, denen die Grundstückspreise um Stettin zu hoch sind, nach Deutschland ausgewichen.