Polnische Buecher

Durch den Umbruch im polnischen Buchmarkt in den 80er Jahren mussten viele staatliche Verlage ihren Bankrott erklären. Die Umstrukturierung der Verlagslandschaft nach den Regeln der freien Marktwirtschaft haben viele nicht verkraftet, auch waren sie nicht in der Lage sich anzupassen. Darauf hin haben sich viele neue Verlage gegründet, dies geschah vor allem Ende der 80er und 90er Jahre. Zunächst war die Lage sehr instabil und wegfallenden staatlichen Hilfen taten ihr übriges. Mit dem einsetzenden “Lesefieber” Anfang der 90er Jahre wurde das Buch wieder zur rentablen Ware. So gaben damals 71% der Befragten an mindestens ein Buch pro Jahr zu lesen. Polnische Bücher zählten aber nicht zu der begehrten Ware. Starke Auflagen erzielten Romane von amerikanischen Autoren, die bis dahin nicht veröffentlicht wurden.

Aufgrund von fehlenden Strukturen die den Verkauf erschwerten ging auch die Leserzahl zurück und erreichte die gleiche Situation wie im kommunistischen Polen. Ein weitere Grund waren auch die stark gestiegenen Preise für Bücher, so dass sie als “Luxusgütern” betrachtet wurden. Ab 2000 konnte der Fall der verkauften Bücher gestoppt werden und die Verlage wurden auch rentabler. Den Verlagen wurde ebenso bewusst, dass bei Veröffentlichung die Promotion eine große Rolle spielt. Auch das Internet bietet, gerade für polnische Bücher, sich zu präsentieren und diese käuflich zu erwerben. Die ist unter anderem unter Polmedia möglich.

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