Polnische Wirtschaftspolitik

Anfang der 90er Jahre war die polnische Wirtschaftspolitik vor allem durch stark einschneidende soziale Reformen gekennzeichnet. Damals herrschte eine hohe Inflation, die gestoppt werden musste und eine hohe Arbeitslosigkeit, die gesenkt werden musste. Dies hat man weites gehend geschafft und Polen fit für Europa gemacht.  Es sind aber weiterhin Reformen notwendig um die Wirtschaft weiter zu stärken. Auch auf Hinsicht der Einführung des Euros.

Die von Wirtschaftsressort (Sejm) Anfang diesen Jahres eingereichten 21 Gesetzesprojekte, auch als Szejnfeld Paket bekannt, zielen vor allem auf rechtliche Vereinfachungen der kleineren und mittleren Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 1,2 Mio. Euro. Unter anderem soll die Buchführung und Gewerbeanmeldung vereinfacht werden. Der Mittelstand ist das Rückrat der polnischen Wirtschaft und mit diesen Gesetzesvorlagen sollen Erleichterungen geschaffen werden.

Gegenüber der Europäischen Union hat sich die polnische Regierung auf äußerster Haushaltsdisziplin verpflichtet. So soll das Haushaltsdefizit bis 2010 auf 1,5% gesenkt werden. Des weiteren sollen staatliche Unternehmen aus Chemiesektor, Parmabranche, Werftindustrie und Energiebereich privatisiert werden.

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