Polen Sprache

Die Polen Sprache gehört zu den westslawischen indoeuropäischen Sprachen. Bis zum Mittelalter haben die Urslawen hauptsächlich zwischen den Flüssen Dnjepr und Oder gesiedelt. Danach haben sie sich bis zur Elbe, Wolga und den südlichen Balkan- Halbinseln ausgebreitet und es sind drei slawische Sprachgruppen (westliche, östliche, südliche) entstanden. Neben Polnisch gehören Tschechisch und Slowakisch zur westslawischen Sprachgruppe, die drei Sprachen unterscheiden sich zwar aber trotzdem können sich Polen, Tschechen und Slowaken relativ problemlos untereinander verständigen.

Im 10. Jahrhundert begann die Entwicklung der polnischen Sprache. Aufgrund der Übernahme des Christentums durch Mieszko I. wurde das lateinische Alphabet übernommen, so dass sich die Sprache auch in schriftlicher Form entwickeln konnte. Die ersten Regeln zur polnischen Rechtschreibung entstanden im 13. Jahrhundert und die ersten ins Polnische übersetzte Texte waren Gebete und Predigten. Zwischen 1807-1814 erschien in Warschau ein sechsbändiges Werk (das erste “Wörterbuch”) von Samuel Bogumil Linde, darin werden 60.000 polnische Worte beschrieben. In die polnische Sprache sind auch immer mehr Lehnwörter eingegangen. Dies geschah zum einen durch die Faszination für fremde Kulturen oder aufgrund geschichtlicher Ereignisse (Dreiteilung, Besetzung).

Polnisch ist eine sehr Konsonanten reiche Sprache und die häufig vorkommenden Zischlaute werden von deutschen Muttersprachlern als unendliche Zungenbrecher wahrgenommen. Die Polen sind in ihre Sprache und deren Schwierigkeit sehr verliebt. Wenn man es schafft die Phrase “W Szczebrzeszynie chrzaszcz brzmi w trzcinie” problemlos auszusprechen wird man auch von Polen gehörigen Respekt erhalten. Nicht umsonst stand diese Phrase lange Zeit im Guinness Buch der Rekorde als schwierigste für Ausländer auszusprechende Phrase, bis sie von einer Tschechischen abgelöst wurde.

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