Deutsch Polnische Beziehungen

Die wechselhaften Beziehungen zwischen den beiden Ländern reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Nach der Eroberung und Entvölkerung weiter Teile Polens im Mittelalter lud das Land u.a. deutsche Bauern und Kaufleute ein, sich dort anzusiedeln. Einigen deutschen Staaten reichte das jedoch nicht, und sie versuchten, Polen endgültig zu erobern was aber nicht gelang. Ungeachtet dieser Machtkämpfe funktionierte das Nebeneinander von Deutschen und Polen zunächst sehr gut. Mit den napoleonischen Kriegen und der aggressiven Politik Bismarcks änderte sich das Verhältnis jedoch. Polen sollte „germanisiert“ werden, das Gerangel um Grenzgebiete wie Oberschlesien und Ostpreußen wurde verbissener und Deutsche in diesen Gebieten ihres Grundbesitzes enteignet.

Ihren Tiefpunkt erreichten das Miteinander beider Länder im Zweiten Weltkrieg als Hitler das Land systematisch zu vernichten begann. Nach Kriegsende wurden die meisten Deutschen aus den polnischen Grenzgebieten vertrieben und der Kalte Krieg verhärtete die Fronten. Seit 1970 nähern sich Deutschland und Polen politisch und gesellschaftlich wieder an, zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Gemeinschaftsprojekte sollen die Zusammengehörigkeit weiter stärken. Deutsch Polnische Beziehungen bilden auch einen Schwerpunkt der Arbeit von Angela Merkel, die bei ihren Staatsbesuchen u.a. politische Verbindungen schaffen will.

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