Archiv der Kategorie ‘Kunst und Kultur‘

Polnische Radiosender

Montag, den 14. Juli 2008

Im Oktober 2007 zählte man 251 Polnische Radiosender, wobei die meisten kleine lokale Sender sind. Zu den populärsten Sendern gehören Trojka, das Dritte vom öffentlich rechtlichen Sender Polkie Radio und die privaten Sender RMF FM und Radio Zet.

Die Zeit des Hörfunks begann in Polen am 1.Februar 1925 mit der ersten Sendung aus Warschau. Allerdings war diese Sendung der Polnischen Radiotechnischen Gesellschaft (Polskie Towarzytwo Radiotechniczna) mehr eine Probesendung und Experiment zugleich. Noch im gleichen Jahr Wurde die Polskie Radio GmbH gegründet und begann im April 1926 ihren regulären Sendebetrieb. Die deutschen Besatzer übernahmen 1939 den Sender und ordneten eine Konfiszierung aller polnischen Radioempfänger an. Ab da war es den Polen nicht mehr erlaubt Radio zu hören, ansonsten drohte die Todesstrafe. Der Sendebetrieb wurde dann 1944 in Lublin wieder aufgenommen und im gleichen Jahr wurde Polskie Radio zu einem staatlichen Unternehmen umgewandelt.

Ab 1990 ging der privat Sender RMF FM an den Start und die landesweit ausgestrahlte Sendung gehört mit zu den beliebtesten im Land. Das in Krakau sitzende Unternehmen spielt vor allem Musik aus Pop und Rock. Die ebenfalls zu der Broker FM Gruppe gehörenden Sender RMF Maxxx und RMF Classic decken die anderen Stile ab.

Polnische Nationalhymne

Samstag, den 12. Juli 2008

Die Polnische Nationalhymne auch Mazurek Dabrowskiego wurde 1926 offiziell zur Nationalhymne von Polen erhoben. Die Hymne wurde von Jozef Rufin Wybicki 1979 in Italien geschrieben. Nach der Teilung Polens befanden sich polnische Truppen in Italien denen dort Gastfreundschaft gewährt wurde und Jozef Wybicki war Mitglied dieser Truppen. Benannt wurde diese Hymne nach dem polnischen Nationalhelden Jan Henryk Dabrowsky, der auch General der polnischen Legion in Italien war. Der Text der heutigen Nationalhymne weicht etwas vom ursprünglichen Text ab. Auch der Titel lautete noch anders: “Lied der polnischen Legion in Italien”

Mazurek Dabrowskiego

Jeszcze Polska nie zgineła,
Kiedy my żyjemy.
Co nam obca przemoc wzieła,
Szabla odbierzemy.

Marsz, marsz, Dabrowski,
Z ziemi włoskiej do Polski,
Za twoim przewodem
Złaczym sie z narodem.

Przejdziem Wisłe, przejdziem Warte,
Bedziem Polakami,
Dał nam przykład Bonaparte,
Jak zwycieżac mamy.

Marsz, marsz, Dabrowski …

Jak Czarniecki do Poznania
Po szwedzkim zaborze,
Dla ojczyzny ratowania
Wrócim sie przez morze.

Marsz, marsz, Dabrowski …

Już tam ojciec do swej Basi
Mówi zapłakany:
“Słuchaj jeno, pono nasi
Bija w tarabany.“

Marsz, marsz, Dabrowski …

Polnische Musik

Samstag, den 12. Juli 2008

Neben der klassischen Musik spielt auch polnische Musik der Modernen in Polen einer großen Beliebtheit. Die polnische Popmusik kann sich zu der viertgrößten Szene in Europa zählen. Zu den größten gehören Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die heimische Popmusik in polnischer Sprache ist sehr Beliebt, obwohl es keine gesetzlich geregelte Quote in Funk und Fernsehen gibt. Auch spielt unter den Künstlern selbst die englische Sprache keine große Rolle.

Das jährlich im Mai stattfindende Festival der polnischen Musik in Oppeln kann sich zu den ältesten Songfestivals in Europa zählen. Dieses Festival gibt es seit 1963. Die zwei Wettbewerbe “Debiuty” (Debüts) und “Premiery” (Premieren) sind ein wichtiger Bestandteil des Festivals und sind bei den Zuschauern sehr beliebt. Beim Konzert der Debütanten treten elf junge und unbekannter Sänger und Sängerinnen gegeneinander an. Die bekannten und bereits erfolgreichen Künstler stellen sich dem Wettbewerb beim Premieren- Konzert, bei dem sie ihre neuesten Songs vorstellen.

Das Sopot-Festival in Sopot hatte ursprünglich den Charakter eines internationalen Liederwettbewerbs. Seit 1994 hat es aber seinen Wettbewerbscharakter verloren. Es finden dagegen verschiedene Konzerte statt. Ideengeber für dieses Festival war der Komponist und Pianist Wladyslaw Szpilman, dessen Autobiographische Verfilmung durch Roman Polanski mit dem Titel “Der Pianist” ich nur empfehlen kann.

Polnische Zeitschriften

Montag, den 7. Juli 2008

Politische Wochenmagazine wie Wprost, Polityka und Newsweek Polska gehören in Polen zu den auflagenstärksten Zeitschriften in Polen. Neben diesen gibt es noch eine große Anzahl von Auto, Frauen- und sonstigen Hobbyzeitschriften, die an jedem Kiosk erhältlich sind. Sozialkritische Zeitschriften sind im freien Verkauf nur schwer erhältlich, zu diesen gehören z.B. Obywate (”Bürger”) und Nowy Robotnik (”Neuer Arbeiter”).

Die Politika (”Politik”) ist ein wöchentlich erscheinendes polnisches Nachrichtenmagazin. Mit rund 2 Mio. Lesern und einer Auflage von ca. 170.000 (2006) zählt es zu den auflagenstärksten Politmagazinen in Polen. Es werden unter anderem Themen wie Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur von Polen, Europa und der Welt behandelt. Erschienen ist dieses Magazin erstmals 1957.

Die Wrpost (”Direkt”) erscheint ebenfalls wöchentlich und ist eher ein rechts-konservatives Nachrichtenmagazin. Neben der Poliyka und Newsweek Polska gehört die Wrpost mit einer Auflage von ca. 150.000 (2006) ebenfalls zu größten Nachrichtenmagazinen in Polen. Inhaltlich befasst sich die Wrpost mit Themen aus Politik, Börse, Bildung, Geschichte und Kultur von Polen und der restlichen Welt. Außerhalb Polens ist die Wrpost vor allem durch ihre polemisierenden Titelbilder bekannt. Unter anderem wurde die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fotomontage als “Stiefmutter Europas” dargestellt.

Polnische Feiertage

Samstag, den 5. Juli 2008

Die Traditionsverbundenheit der Polen ist besonders bei kirchlichen Feiertagen und deren Feierlichkeiten an Weihnachten, Ostern, Fronleichnam und Allerheiligen wiederzuerkennen. Überhaupt halten die Polen an alten Traditionen und Bräuchen fest und gelten als ein Volk das gerne feiert. Beliebt sind ebenso Walfahrten zu religiösen Pilgerstätten wie das Tschenstochauer Kloster (Katholiken), das Grab des Tzaddik (Juden) oder der Ort Grabarka (Orthodoxe).

Zu den wichtigsten staatlichen Feiertagen werden Umzüge, Konzerte und Volksfeste organisiert. Wichtige Feiertage sind der Tag der Unabhängigkeit am 11.November, Jahrestag der Unterzeichnung der ersten polnischen Verfassung vom 3.Mai 1791, Muttertag am 26.Mai, Internationaler Frauentag am 8. März. Ein beliebter Feiertag und die letzte Gelegenheit vor der Fastenzeit des Advents zu feiern, ist der Andreastag. Unter anderem wird an diesem Tag auf unterschiedlichste Arten die Zukunft vorhergesagt, beliebt ist das Wachsgießen.

Polnisches Theater

Samstag, den 5. Juli 2008

Durch die Suche nach neuen Formen und Ausdrucksweisen der Künstler im 20.Jahrhundert verdankt das polnische Theater wohl seine größten Errungenschaften. Während der europaweiten Reformationsbewegung im Bereich Theater haben die Künstler in Polen immer couragiert experimentiert.

In den 60er und 70er Jahren haben sich engagierte Theatergruppen entwickelt, die sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander setzten. Anfangs wurden diese noch als “meuternde” Studententheater dahingestellt, während des Kriegszustandes weitete sich diese Bewegung auch auf professionelle Schauspieler aus. Die Regisseure der jüngeren Generation gestalteten in den 90er Jahren Bühnenwerke, die sich mit den Problemen und Erfahrungen der damaligen Dreißigjährigen befasste. Die Theaterlandschaft in Polen hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. So ist die Rolle Warschaus unbestritten, bekommt aber immer mehr Konkurrenz zum Beispiel aus Krakau, Breslau, Posen, Danzig und Lodz wo berühmte und erfahrene Regisseure mit jungen Regisseuren zusammenarbeiten.

Das Musiktheater und deren Opernregisseure finden seit den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Anerkennung. Ein fester Bestandteil der polnischen Theaterlandschaft sind die internationalen Festivals. Z.B. in Torun “Kontakt” im Frühling, Krakauer “Widmungen” im Oktober, Warschauer “Begegnungen” im November und das alle 2 Jahre stattfindende “Dialog”- Festival in Breslau.

Polnische Malerei

Donnerstag, den 3. Juli 2008

Die polnische Malerei wurde wie die gesamte Kunst von verschiedensten Strömungen über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Einflüsse aus Frankreich und Italien sind in der polnischen Buchmalerei des 13. und 14. Jahrhunderts zu finden. Unter König Wladyslaw Jagiello wurden russische Maler nach Polen berufen. Die byzantinischen Stilformen der russischen Maler gehen neben den Einflüssen aus Böhmen in der gotischen Malerei ein. Während des 16. Jahrhunderts sind Einflüsse der deutschen Kunst zu finden, unter anderem hielten sich die deutschen Maler A. Dürer und H. von Kulmbach in dieser Zeit in Krakau auf.

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte sich neben der italienischen Renaissance-Malerei vor allem ein sarmantischer Stil mit orientalischen Zügen behaupten. P. Michalowsky war mit seinen stimmungsvollen bewegten Tierbildern und Genre- und Schlachtenszenen ein Vertreter der eigenständigen romantischen Malerei in Polen. Später entwickelte sich eine nationale Historienmalerei, gefolgt von Landschaftsmalerei im Stil des französischen Impressionismus. Der Symbolismus leitete später zur Modernen über.

Nach der unter dem Staat geregelten Kunst in den 50er Jahren hat man den Anschluss an westlichen Stilströmungen gefunden. Besonders die Plakatkunst der modernen polnischen Gebrauchsgrafik hat es zu internationalen Rang geschafft.

Polnischer Adel

Freitag, den 20. Juni 2008

Ursprünglich war der polnische Adel eine reine Kriegerkaste und der Adelsstand wurde als Szlachta (deutsch: Schlachta) bezeichnet. Mit der Königsmacht in Polen schuf die Szlachta die Adelsrepublik in Polen. An der Spitze war ein demokratisch gewählter König, der Vergleichbar ein auf Lebenszeit und gekrönter Präsident war.

Bis auf ein paar alte aus der heidnischen Zeit stammenden hatte der polnische Adel bis zum 16. Jahrhundert keine Familiennamen. Man fügte lediglich den Namen des Besitzes mit der Präposition z (deutsch: von) hinzu. Später änderte man diese in Eigenschaftswörtern mit der Endung ski oder icz.

Da sich die Polnisch-Litauische Union von Innen heraus (politisch, militärisch) selber schwächte, kam es zu den drei Teilungen Polens. Die Teilungsmächte (Russland, Preußen, Österreich) forderten vom Adel den Nachweis ihres Adeltitels. Der verarmte Landadel verlor so seine Adelswürde, da sie ihre Herkunft nicht nachweisen konnten. Dem Hochadel dagegen wurden seine Fürstentitel bestätigt.

Mit der Verfassung von 1921 wurde der Adel das erste Mal abgeschafft, erneut dann wieder 1945. Die Güter wurden parzelliert und auch nach 1990 wurde dem Adel nichts zurückgegeben. Teilweise kamen nach 1990 Adelstitel wieder in Gebrauch, außer in amtlichen Papieren. Heute existiert der Adel als Gesellschaftsklasse nicht mehr.

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Polnische Adlige in traditioneller Tracht (17.Jh)

Polnische Zeitungen

Freitag, den 20. Juni 2008

Die Gazeta Wyoborcza ist wohl eine der bekanntesten Tageszeitungen in Polen. Sie kam 1989 als erste unabhängige Tageszeitung auf den polnischen Mark und in den 90er Jahren war sie die auflagenstärkste Tageszeitung in Polen, die verkauften Auflagen lagen zwischen 400.000 und 850.000. Sie galt als Sprachrohr der Gewerkschaft Solidarnosc. Die Fakt ist ein Pendant zur deutschen Bild-Zeitung und machte der Gazeta Wyoborcza in den letzten Jahren die Spitzenstellung streitig.

Neben zahlreichen regionalen Zeitungen gibt es auch noch viele Magazine die wöchentlich erscheinen und Themenspezifische Magazine.

Eine der deutschsprachigen Zeitungen in Polen ist das Schlesische Wochenblatt, das mit einer Auflage von ca. 6.500 Exemplaren einmal in der Woche in Opole erscheint. Eine finanzielle Unterstützung erhält das Wochenblatt vom Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland und vom Ministerium für Kunst und Kultur der Republik Polen.

Polnische Kunst

Donnerstag, den 19. Juni 2008

Die Kunst Polens stand seit dem 10.Jahrhundert immer wieder unter wechselnden Einflüssen aus Mitteleuropa und Italien. Im 14. Jahrhundert haben sich dann eigene Stilvarianten entwickelt und im 18. Jahrhundert hat sich dann der betont nationale Charakter herauskristallisiert.

In den polnischen Städten spiegelt sich das gesamte Spektrum der europäischen Architekturstile wieder. Von mittelalterlichen (Rundkapellen) über gotischen (Dome in Krakau) bis hin zu barocken Baukünsten (Palais Krasinski in Warschau) ist in den Städten zu finden. Zahlreiche Architekturdenkmäler sind in Polen erhalten geblieben, obwohl mit dem geschichtlichen Verlauf Polens viele Baudenkmäler zerstört wurden. Die Erhaltung ist oft ein Ergebnis mühevoller Restauration und ein Wiederaufbau aus Trümmern in der Nachkriegszeit. Eines der besten erhaltenen Stadtensembles im Stil der Gotik und Renaissance ist Krakau. Eine gut erhaltene mittelalterliche Kleinstadt ist Kazimierz an der Weichsel.

In der bildenden Kunst erlangte vor allem der Jugendstil der Künstlergruppe “Sztuka” in Krakau an Bedeutung. International bekannt wurde auch die polnische Grafik, vor allem im Bereich der Plakatkunst. Die heutigen Künstler setzen sich unter anderem mit der jüngeren nationalen Geschichte und der Gegenwart auseinander.

Polnische Literatur

Dienstag, den 17. Juni 2008

Die polnische Literatur umfasst ca. 1000 Jahre Schriftentum. Die ersten Chroniken des polnischen Mittelalters entstanden bereits im 12. Jahrhundert. Außerdem wurden anonyme Gedichte und Lieder verfasst, die aber selten niedergeschrieben wurden. Für die Schreibkultur waren vor allem die Texte der Kirche wichtig. Der Dichter und Erzähler Mikolaj Rej gilt als Vater der polnischen Literatur. Er lebte im 16. Jahrhundert und war der Erste, der seine Texte auf Polnisch verfasste.

Mit den Worten

A niechaj narodowie wżdy postronni znaja, iż Polacy nie gesi, iż swój jezyk maja

Die Ausländer mögen wissen, dass Polen keine Gänse sind, dass sie ihre eigene Sprache haben

wollte er das Interesse der Polen an der eigenen Sprache wecken und ihnen zeigen, dass man in Polen nicht auf Latein schreiben muss.

Als das älteste und bekannteste polnische Dokument wird das aus dem 11. Jahrhundert stammende Schriftstück die Dagome ludex angesehen. Der wohl älteste lyrische Text, die Bogurodzica (Gottesmutter) stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den bekanntesten kirchlichen Liedern. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde dann die polnische Sprache zum ersten mal in der Literatur verwendet. Im darauffolgenden Jahrhundert erst sind die Dichter auch namentlich bekannt, diese gingen in ihren Werken über religiöse Themen hinaus und beschäftigten sich unter anderem mit dem alltäglichen Leben, Politik und Satire.

Polen Folklore

Montag, den 16. Juni 2008

In den ländlichen Gegenden findet man nicht nur Erholung vom Großstadtlärm, sondern auch die typische Polen Folklore. Die Bräuche, die dialektbehaftete Sprache und Trachten verstecken sich nicht in Museen sondern werden immer noch im Alltag ausgelebt.

So haben die Kaschuben ihre Kultur mit der Sprache und Bräuche immer noch für sich erhalten. Typisch dabei ist das Schnupfen aus einer Tabakdose, die wie ein kleines Horn aussieht. Diese besteht meistens aus Bernstein, Metall oder einem Rinderhorn.

Eine reiche Folkloretradition findet man auch in der Region der Podhale (Karpatenvorland). In dieser Region findet man auch die beliebten Urlaubsorte um Zakopane und Nowy Targ. Faszinierend für Touristen sind vor allem die Holzarchitektur der Goralenhäuser und -kirchen. Bekannt macht diese Region auch der Oscypek, dies ist ein Käse der aus Kuh- und Schafsmilch hergestellt wird. In den Schenken hört man oft den typischen Dialekt und die Musik der Goralen.

Als Zentrum der polnischen Spitze gilt die Gebirgskette des Beskid Slaski. Die aufwendigen Ajourmuster der Tischdecken, Blusen, Gardinen sind nicht nur in Polen bekannt. Im Spitzenmuseum von Koniakow hat man die Möglichkeit besonders kunstvolle Einzelstücke zu bewundern.

Es gibt noch viele weitere Regionen, die immer noch ihre alten Traditionen leben. Es lassen sich immer kleine Schätze der polnischen Kultur finden.

Polen Musik

Montag, den 9. Juni 2008

Wenn man an polnische Musik denkt, fällt einem zuerst die romantische Klaviermusik von Frederic Chopin ein. Seit gut anderthalb Jahrhunderten messen sich Klavierspieler mit seinen Kompositionen in den Konzertsälen in der Welt. Die polnischen Volkstänze wie Polonaise, Mazurka und Krakowiak zeigen mit ihrer charakteristischen Rhythmik die nationale Eigenart der polnischen Musik.

Im 10. Jahrhundert hat der gregorianische Gesang in Polen Einzug erhalten bis ab dem 13. Jahrhundert die ersten mehrstimmigen Quellen belegbar sind. Den größten Einfluss in der polnischen Musik nahmen die italienischen Musiker und Komponisten am königlichen Hof im 16. und 17. Jahrhundert. In der Klassisch Romantischen Epoche wurde dann Warschau zum Musikzentrum Polens. In Warschau wurde dann, getragen von nationalpolnischen Tendenzen eine Musikschule (1816) von J. Elsner (Lehrer von Chopin) gegründet. Im Schaffen von F. Chopin hat die polnische Musik Weltgeltung erreicht. Im 19. Jahrhundert haben die Komponisten an den Strömungen der neuen Musik teilgenommen, wenn auch einige aus kulturpolitischen Gründen in der Zeit zwischen 1945- 1955 ins Exil gingen.

Die moderne Popmusik erfreut sich in Polen sehr großer Beliebtheit. Obwohl es keine gesetzlich geregelten Quoten gibt, spielt die Englische Sprache eher eine kleine Rolle in den Songs der polnischen Künstler.

Polen Kultur

Samstag, den 7. Juni 2008

Die polnische Kultur ist seit dem frühen Mittelalter in die gesamteuropäische Entwicklung mit eingebunden. Polen gilt somit zu einem der ältesten Kulturländer in Europa. Auch während der polnische Staat nicht existiert hat, wurde die Nation durch die Kultur zusammengehalten. Der Stellenwert von kulturellen Aktivitäten ist in Polen sehr hoch, auch aufgrund des dichten Netzes der kulturellen Infrastruktur. Es gibt aber immer noch starke Diskrepanzen zwischen Stadt und Land.

Die wesentlichen Strukturen im kulturellen Bereich werden zentral von zwei staatlichen Ministerien finanziert und gesteuert. Das ist zum einen das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe und das Ministerium für Nationale Erziehung. Langsam entwickeln sich aber auch die Förderungen aus dem privaten Bereich. So kommen zum Beispiel finanzielle Hilfen für kulturelle Aktivitäten von großen Unternehmen und privaten Stiftungen. Unter den Kulturschaffenden findet in der heutigen Zeit der Kulturaustausch durch direkten Kontakt statt. Auch werden partnerschaftliche erarbeitete Projekte gefördert.

Es gibt zahlreiche Schriftsteller, bildende Künstler und Filmschaffende, die ein großes Ansehen in der Welt besitzen. So zum Beispiel Mislawa Szymborska (Literatur-Nobelpreisträgerin) und Roman Polanski (Regisseur).

Weihnachten Polen

Mittwoch, den 4. Juni 2008

Zu den wichtigsten Familienfesten in Polen zählt Heiligabend. Über die gesamte Adventszeit hinweg ist man in weihnachtlicher Vorstimmung und sind traditionelle Tage der Ruhe und Liebe. Eine wichtige Stellung nimmt dabei das gemeinsame schmücken des Baumes ein. Außerdem gehören zur Dekoration auch Getreide-, Heu- und Strohbündel, diese sollen an die Krippe von Jesus Christus erinnern und eine guten Ernte im folgenden Jahr bescheren.

Vor dem festlichen Abendmahl werden alle Hausarbeiten erledigt und es wird auch den ganzen Tag über gefastet. Am gedeckten Tisch wird immer ein Stuhl und Gedeck frei gelassen, für den Fall dass ein einsamer Mensch vorbeikommt und um Gastfreundschaft bittet. Es wird damit auch an die Verstorbenen gedacht. Unter die Teller werden kleine Heubündel gelegt, bei vielen auch Geld und nach dem Essen steckt man sich eine Fischschuppe oder -Gräte in das Portemonnaie. Dies alles soll für Wohlstand im nächsten Jahr sorgen.

Bevor man sich an den gedeckten Tisch setzt, gibt es gemeinsames Gebet und der älteste Mann reicht eine Oblate herum. Die Teilung der geweihten Oblate soll als Zeichen für Versöhnung, Liebe, Freundschaft und Frieden stehen, außerdem wünscht man jeden die Erfüllung aller Wünsche. Das Mahl ist fleischlos und besteht meist aus zwölf Gerichten, dies soll an die zwölf Apostel erinnern, die Jesus Christus gefolgt sind. Nach dem Abendessen werden in vielen Familien Weihnachtslieder gesungen bis der Abend bei der feierlichen Mitternachtsmesse in der Kirche endet.