Archiv der Kategorie ‘Land und Leute‘

Nikolaus Kopernikus

Sonntag, den 23. November 2008

Der in Torun (deutsch: Thorn)  am 19. Februar 1473 geborene Nikolaus Kopernikus (poln.: Mikolaj Kopernik) wurde durch seinen Theorien über das heliozentrische Weltbild zu einem der bedeutendsten Astronomen seiner Zeit. Das heliozentrische Weltbild beschreibt die Sonne als Mittelpunkt um der sich die Planten auf Kreisbahnen bewegen und durch die Drehung der Erde die scheinbare Bewegung der Fixsterne. Bereits der antike Astronom Aristarchos von Samos vertrat ca. 300 v. Chr. das heliozentrische Weltbild, welches Kopernikus aufgriff und daraus seine Theorie schuf.

Sein Buch „De Revolutionibus Orbium Coelestium“ (Von den Umdrehungen der Himmelskreise) veröffentlichte Kopernikus erst kurz vor seinem Tod 1543.  Seine Theorie schuf er bereits 1509 in seiner Schrift Commentariolus (“ kleiner Kommentar“), diese machte er aber nur Vertrauten zugänglich.

Bei Grabungen im Dom in Frombork wurden die sterblichen Überreste Kopernikus von polnischen Archäologen entdeckt. Damals noch vermutet wurde dies erst kürzlich durch eine DNA- Analyse bestätigt.

War Kopernikus nun Deutscher oder Pole?
Fakt ist, die Nationalstaaten in ihrer heutigen Ausformung gab es damals noch nicht. Außerdem wirkte Kopernikus in einem Umfeld das sowohl zum polnischen als deutschen Kulturkreis gehörte. Eine wirkliche Zugehörigkeit zu einer Nation lässt sich nicht feststellen. Außerdem sollte sein Schaffen im Vordergrund stehen und anerkannt werden.

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Polen Zeitung

Samstag, den 25. Oktober 2008

In Polen werden 5400 verschiedene überregionale, lokale sowie Tages-und Wochenzeitungen verlegt. Ferner gehören auch zahlreiche Monats-bzw. Fachzeitschriften dazu. Abendausgaben oder Sonntagszeitungen gibt es allerdings nicht. Die „Rzeczpospolita“(Republik) ist mit 260 000 Exemplaren eine der wichtigsten Tageszeitungen, die ihren Lesern Beilagen zu den Themen Recht und Wirtschaft mitliefert. Sie informiert seriös über Neuigkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen und ist damit meinungsbildend. Die größte Polen Zeitung ist jedoch die „Gazeta Wyborcza“ (Wahlzeitung) mit über 600 000 Exemplaren, die sich ebenfalls jeden Tag einem anderen Thema in Form eines Sonderheftes widmet.

Die „Super Express“ ist mit unserer Bildzeitung zu vergleichen und richtet sich mit ihren einfach gestalteten Artikeln eher an Menschen, die sich schnell einen Überblick verschaffen und keine langen, komplizierten Beiträge lesen möchten. Das älteste Wochenblatt ist die „Polityka“. Sie erscheint seit 1957 und arbeitet mit namhaften polnischen Journalisten zusammen. Eine Sonderstellung nimmt die Allgemeine Wochenzeitung „Tygodnik Powszechny“ ein. Dieses katholische Blatt schreibt vorrangig über Gesellschaft und Kultur. Während des Kommunismus war diese Zeitung das einzige legal erscheinende und unabhängige Sprachrohr für Gesellschaftspolitik!

Die „The Warsaw Voice“ ist ein renommiertes, englischsprachiges Magazin, das über aktuelles Zeitgeschehen in Polen und Europa informiert und gern von Besuchern Polens gelesen wird. Den monatlich erscheinenden Wirtschaftsblättern „Businessman Magazine“ und „Profit“ können Geschäftsleute und interessierte Laien regelmäßig Wissenswertes über Finanzwesen, Werbemarkt und aktuelle Tendenzen entnehmen.

Das beliebteste Boulevardmagazin ist die Frauenzeitschrift „Twój Styl“(Dein Stil), die übrigens auch bei Männern gut ankommt.

Flagge Polen

Mittwoch, den 22. Oktober 2008

Seit 1997 ist die Flagge Gegenstand der polnischen Verfassung, und seit 2004 wird jedes Jahr am 2. Mai der sogenannte Flaggentag gefeiert. Sie ist horizontal in die Farben rot und weiß geteilt, die Staatsflagge trägt das polnische Wappen, einen Adler, in der Mitte des weißen Streifens. Dieses Symbol Polens ist seit Anfang des 13. Jahrhunderts bei offiziellen politischen Anlässen das internationale Kennzeichen. Weiß steht für das Ideal moralischer Integrität, während Rot an die Opfer erinnern soll, die für die polnische Unabhängigkeit gebracht worden sind. Seit ihrer Einführung 1919 hat die Fahne einige Farbwechsel mit verschiedenen Rottönen hinter sich, ehe man sich 1980 auf ihr heutiges Aussehen einigte. Die 16 Verwaltungsbezirke unseres Nachbarlandes haben ihre jeweils eigenen Banner, die von der rot-weißen Flagge Polen zum Teil erheblich abweichen. Die Fahne von Oppeln ist zum Beispiel blau-gelb mit einem gelben Adlerbildnis links oben. Damit demonstrieren die Bezirke ihre Eigenständigkeit innerhalb des Landes.

Polen Deutschland

Montag, den 20. Oktober 2008

Der Beitritt Polens zur EU im Jahr 2004 und die Öffnung der deutsch-polnischen Grenzen im Dezember 2007 können langfristig dazu beitragen, dass der Polen Deutschland Konflikt beigelegt wird. Mit dem Kniefall Willy Brandts 1970 vor dem Denkmal der Bewohner des Warschauer Ghettos begann die Versöhnung zwischen den beiden Ländern. Seitdem wurden die politischen Beziehungen kontinuierlich gefestigt, einen weiteren Beitrag hierzu leistete der Besuch von Außenminister Steinmeier bei seinem polnischen Amtskollegen Sikorski zu Hause im April 2008. Vor allem die Menschen in den grenznahen Gebieten beider Länder sollen künftig stärker miteinander kooperieren und sich so aus ihren regionalen Randlagen befreien. Diese Beziehungen wären die Grundlage für weitere landesweite gemeinsame Projekte.

Der deutsche Historiker Klaus Ziemer und sein polnischer Kollege Wlodzimierz Borodziej arbeiten nun auch erstmals gemeinsam die Vergangenheit der Länder auf. Der Fokus liegt hierbei auf der deutschen Besetzung Polens und der Vertreibung der Deutschen nach 1945. Der Konflikt beider Länder und seine Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen zwischen 1939 und 1990 werden analysiert. Die Chancen stehen gut, dass die Nationen eines Tages normal miteinander umgehen können.

Polnische Sprueche

Samstag, den 11. Oktober 2008

Die gängigen Klischees um unser Nachbarland greifen mit Vorliebe drei Vorurteile auf: Der Pole klaut, lügt und ist stinkend faul. Diese Stereotypen sind inzwischen klar widerlegt worden, dennoch halten sich entsprechende Witze hartnäckig. Hier einige polnische Sprüche zu den Bewohnern jenseits von Weichsel und Donau, wer eines Tages echte Polen kennenlernt wird positiv überrascht sein, wie anders sie ticken.

Sitzen ein Pole und ein Russe im Auto. Wer fährt? Die Polizei!

Der kürzeste Polenwitz ? Treffen sich zwei Polen bei der Arbeit…

Woran erkennt man, dass es zu viele Polen in Deutschland gibt? Die Zigeuner schließen Hausratsversicherungen ab!

Morgens halb zehn in Polen: Wo ist mein Knoppers???

Polnische Reiseveranstalter werben: „Besuchen Sie Polen, Ihr Auto ist schon dort…“

Wie nennt man einen Polen ohne Arme? Vertrauensperson!

Neulich in der Zeitung: Ehrlicher Pole, mit eigenem Auto, sucht Arbeit.

Und nun, viel Spaß im echten Polen, wo man vermutlich genauso oft bestohlen wird wie in Neapel- nur, dass sich dort nicht die ganze Welt daran hochzieht. Polen ist in jedem Fall eine Reise wert, was einem lieb und teuer ist, sollte man ja immer zuhause lassen, und Zugfahren macht auch Spaß.

Polnischer Korridor

Samstag, den 11. Oktober 2008

Ein ca. 30 bis 90 km breiter Landstreifen, der Ostpreußen in den beiden Weltkriegen von Deutschland trennte, wird als polnischer Korridor bezeichnet. Er bestand größtenteils aus der ehemaligen Provinz Ostpreußen, einem Teil der Provinz Posen sowie der Freien Stadt Danzig. Der polnische Korridor wurde 1919 nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Versailler Vertrag besiegelt. 1920 gingen die Gebiete des Korridors an Polen über und bildeten den Verwaltungsbezirk Pommern. In den folgenden Jahrzehnten wurde immer wieder versucht, die festgelegten Grenzen des Versailler Vertrages zu revidieren. Das Gebiet war überwiegend Agrarland, finanzielle Hilfen für die Bauern des Korridors brachten wenig oder landeten in den Taschen der Funktionäre.

Die NSDAP versprach den Bewohnern des polnischen Korridors neue Unabhängigkeit und gewann auf diese Art deren Wahlstimmen. 1932 war Ostpreußen fest in nationalsozialistischer Hand, da sich sowohl der Adel als auch die Bauern Vorteile davon erhofften. 1938 brannte die Synagoge von Königsberg, Juden und Regimegegner wurden verschleppt, der Ostpreußenplan nahm Gestalt an. Die Gegend bekam eine Autobahn, und wirtschaftlich ging es bergauf. Bauern erhielten günstige Kredite, gesellschaftliche Klassen wurden aufgelöst und die Abnahmepreise für Agrarerzeugnisse konnten sich sehen lassen.

Im Gegenzug verloren viele Gebiete allerdings ihre slawischen und preußischen Namen, alles was nicht deutsch genug war, wurde entsprechend umgeändert. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Korridor ab 1939 nach dem Polenfeldzug wieder an Deutschland angegliedert. 1945 fiel er wieder zurück an Polen und wurde 1990 nach diversen Verzichtserklärungen deutscher Nachkriegsregierungen endgültig aufgelöst. Die Gebiete des polnischen Korridors gehören heute wieder zu Pommern.

Polnischer Humor

Mittwoch, den 1. Oktober 2008

Wenn es um deutsch-polnische Witze geht greifen beide Nationen gern auf typische Klischees der jeweils anderen zurück. Das heißt: Der Pole klaut, und der Deutsche beschönigt die Nazi-Zeit. Wie nennt ein Pole seine Tochter? Klaudia! Warum wird im großen Kaufhaus am Alexanderplatz alle halbe Stunde die polnische Nationalhymne gespielt? Dann müssen die Polen strammstehen, und die deutsche Bevölkerung hat für ein paar Minuten die Chance, selbst Einkäufe zu machen.

Gegenbeispiel: Zeigt ein polnischer Großvater seinem Enkel das Foto eines düsteren Mannes mit quadratischem Schnauzbart. „Wer ist das, Opa?“ „Das ist der böse Hitler!“ „Und warum streckst du deinen Arm so nach oben, Opa?“ „Ich will rufen: Halt Herr Hitler, bis hierher und nicht weiter!“

Seit jeher sind die Polen von Russland und Deutschland politisch bedrängt worden und hegen eine tiefe Liebe zu Amerika, dem Land in dem jeder ungeachtet seiner Nationalität sein Glück machen kann. Polnischer Humor transportiert in vielen Situationen den Schmerz eines Volkes, das über Jahrhunderte hinweg bekämpft und immer wieder aus seiner Heimat vertrieben worden ist. Eine bekannte Vertreterin dieser dramatischen Komik ist Aldona Watolla, die ihre Musik bevorzugt den großen und kleinen Tragödien des Alltags widmet und diese mit lustigen Anekdoten im Übergang entschärft. Wer lacht, kommt nicht zum Weinen und zerbricht nicht an seiner Trauer. Dieser Maxime liegen die Programme Watollas, die ein Paradebeispiel polnischen Humors sind zugrunde.

Polnische Kloesse

Montag, den 22. September 2008

Weiter geht es im kulinarischen Ausflug durch Polen. Während meines Aufenthalts im schlesischen Raum war ich so gut wie jeden Tag Essen. Zur typischen schlesischen Küche gehören polnische Kloesse, vor allem die Kartoffelklöße. Es gibt allerhand Variationen der schlesischen Kartoffelklöße (kluski slaski), dabei fand ich persönlich einige sehr gut und andere weniger, dies kann aber auch am Koch oder Köchin gelegen haben.

Die Herstellung ist relativ einfach. Man nimmt dazu 1kg Kartoffeln (mehlig kochende, ca. 200g Mehl, ein Ei und etwas Salz. Die Kartoffeln kochen bis sie gar sind und dann z.B. mit Kartoffelpresse zerquetschen. Dann gibt man das Mehl und das Ei dazu und das Ganze kräftig durchkneten. Die zu formenden Klöße kann man dann in der Mitte etwas vertiefen, muss man aber nicht. Das Wasser in einem großen Topf mit etwas Salz zum Kochen bringen. Bevor man die Klöße ins Wasser gibt unbedingt die Temperatur verringern so dass das Wasser nicht mehr kocht. Die werden dann ungefähr 10 Minuten brauchen, wenn sie nach dem untergehen wieder auftauchen nur noch 10 Minuten ziehen lassen. Mit einem Sieblöffel herausgeholt sind diese dann auch schon fertig.

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 Kluski slaskie

Polen Sprache

Mittwoch, den 17. September 2008

Die Polen Sprache gehört zu den westslawischen indoeuropäischen Sprachen. Bis zum Mittelalter haben die Urslawen hauptsächlich zwischen den Flüssen Dnjepr und Oder gesiedelt. Danach haben sie sich bis zur Elbe, Wolga und den südlichen Balkan- Halbinseln ausgebreitet und es sind drei slawische Sprachgruppen (westliche, östliche, südliche) entstanden. Neben Polnisch gehören Tschechisch und Slowakisch zur westslawischen Sprachgruppe, die drei Sprachen unterscheiden sich zwar aber trotzdem können sich Polen, Tschechen und Slowaken relativ problemlos untereinander verständigen.

Im 10. Jahrhundert begann die Entwicklung der polnischen Sprache. Aufgrund der Übernahme des Christentums durch Mieszko I. wurde das lateinische Alphabet übernommen, so dass sich die Sprache auch in schriftlicher Form entwickeln konnte. Die ersten Regeln zur polnischen Rechtschreibung entstanden im 13. Jahrhundert und die ersten ins Polnische übersetzte Texte waren Gebete und Predigten. Zwischen 1807-1814 erschien in Warschau ein sechsbändiges Werk (das erste „Wörterbuch“) von Samuel Bogumil Linde, darin werden 60.000 polnische Worte beschrieben. In die polnische Sprache sind auch immer mehr Lehnwörter eingegangen. Dies geschah zum einen durch die Faszination für fremde Kulturen oder aufgrund geschichtlicher Ereignisse (Dreiteilung, Besetzung).

Polnisch ist eine sehr Konsonanten reiche Sprache und die häufig vorkommenden Zischlaute werden von deutschen Muttersprachlern als unendliche Zungenbrecher wahrgenommen. Die Polen sind in ihre Sprache und deren Schwierigkeit sehr verliebt. Wenn man es schafft die Phrase „W Szczebrzeszynie chrzaszcz brzmi w trzcinie“ problemlos auszusprechen wird man auch von Polen gehörigen Respekt erhalten. Nicht umsonst stand diese Phrase lange Zeit im Guinness Buch der Rekorde als schwierigste für Ausländer auszusprechende Phrase, bis sie von einer Tschechischen abgelöst wurde.

Polnische Suppe

Dienstag, den 16. September 2008

Die polnische Suppe zurek bzw. zur gehört mit zu den populärsten Suppen in Polen und ist praktisch in jedem Imbiss oder Restaurant in Polen zu erhalten. Der typisch saure Geschmack kommt von der Basis der Sauerteig- Brühe. Zu den typischen Zutaten zählen Kefir (dickflüssiges, leicht alkoholisches Milchgetränk) oder Buttermilch, Mehl, Knoblauch, Kartoffeln, Kabanossi oder anderen Würsten. Das vergorene Roggenschrot (zurek) gibt es in Flaschen zu 500ml in jedem Spezialläden oder gut führenden Supermarkt in Polen zu kaufen.

Aufgrund der vielen Kohlenhydrate ist die Suppe sehr nahrhaft und war gerade deshalb bei der armen Bevölkerung sehr beliebt. Heute ist sie allseits beliebt und wird sogar als Tütensuppe verkauft. In Tschechien entlang der polnischen Grenze gibt es eine ähnliche Suppe und heißt dort Kyselo (Sauer).

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„Ze zuru, chlop jak z muru“

„Vom Żur ist der Mann wie eine Mauer“

Polnischer Bigos

Dienstag, den 16. September 2008

Polnischer Bigos ist ein altpolnisches Sauerkrautgericht und zählt zu den polnischen Nationalgerichten. Das Bigos hat kein feststehendes Rezept und variiert daher. Als Grundzutaten kann man aber Sauerkraut, Weißkohl, Trockenpilze zählen, hinzu kommt dann noch Schweinefleisch und verschieden Wurstsorten. Gegessen wird dieser deftige Sauerkrauttopf entweder pur mit rustikalem, selbst gebackenem Brot oder mit Kartoffeln als Beilage. Bigos wird auch gerne auf Vorrat gekocht und seinen wirklich unvergesslichen Geschmack erreicht er erst nach mehrmaligen aufkochen und mehrtägigen zuziehen.

Letzte Woche kam ich selbst in den Genuss von „Omas-“ Bigos, extra für mich gemacht, und wurde in die wohl letzten Geheimnisse eingeweiht, dabei handelt es sich weniger um die Zutaten sondern mehr um die Zubereitungsart. Mal sehen wie es wird wenn ich mein erstes (deutsches) Bigos selber mache. Aber nochmals vielen Dank für den kulinarischen Genuss. Ich hab es selbstverständlich pur gegessen!

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Einfach nur lecker!

Republik Polen

Mittwoch, den 10. September 2008

Daten und Fakten der Republik Polen

Amtssprache: Polnisch
Hauptstadt: Warschau (Warszawa)
Staatsform: Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Regierungschef: Ministerpräsident
Fläche: 312.685 km²
Ausdehnung: W-O 690 km, N-S 650 km
Grenzlänge: 3.056,00 km

Grenzländer:
Weißrussland (416 km)
Tschechien (790 km)
Deutschland (467 km)
Litauen (103 km)
Russland (210 km)
Slowakei (541 km)
Ukraine (529 km)

Einwohnerzahl: 38.115.641 (Stand: 31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner pro km²
BIP: $312 Mrd. (Schätzung 2005)
BIP/Einwohner: $8.082
Währung: Złoty = 100 Groszy
Gründung: 960-992 n. Chr.
Unabhängigkeit: 11. November 1918
Nationalhymne: Mazurek Dabrowskiego
Staatsflagge: weiß, rot
Staatswappen: weißer Adler mit goldener Krone
Nationalfeiertag: 3. Mai
Zeitzone: UTC+1
Kfz-Kennzeichen: PL
Internet-TLD: .pl
Telefonvorwahl: +48

Polen Staedte

Dienstag, den 9. September 2008

Polen gehört zu einem der größten Länder in Europa und wird auch gerne als das „Tor zum Osten“ bezeichnet. Die Polen Städte besitzen ein riesiges Kulturerbe und werden gerne von Geschichtsfreunden besucht. Die Großstädte sind hervorragend an das international Flug- Schienen- und Straßennetz angeschlossen, somit sind diese schnell zu erreichen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden viele Polnische Städte stark zerstört. Trotzdem verfügt Polen über viele Baudenkmäler, auch dank der liebevollen und originalgetreuen Restauration der vergangenen Jahrzehnte. Viele dieser Baudenkmäler gehören mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO, wie zum Bespiel die Stadtkerne von Warschau und Krakau. In Warschau ist Altes und Neues reizvoll miteinander verbunden. Die fast unzähligen Sehenswürdigkeiten Krakaus verbinden Geschichte mit Legenden. Breslau der einstige Schmelztiegel von Völkern, Religionen und Kulturen mit über 100 Brücken. Nicht zu vergessen ist Posen, die sagenumwobene Wiege Polens. Die polnischen Städte haben wirklich viel zu bieten und man wird wahrscheinlich sein ganzes Leben brauchen, wenn man denn alles sehen möchte.

Polnische Familiennamen

Montag, den 8. September 2008

Polnische Familiennamen mit der Endung -ski (Kowalski), -cik (Wojcik) und -ak (Nowak) kommen in Polen am häufigsten vor. Die Polnischen Familiennamen mit der Endung -ski oder -orocki wurden einst vom Adel in Polen verwendet um sich von der allgemeinen Bevölkerung abzuheben. Mit der Zeit wurden diese auch von der einfachen Bevölkerung übernommen, so dass diese heute nicht automatisch auf eine adelige Herkunft hinweisen. Oftmals geben sie auch einen Hinweis auf ein Dorf, Region, Sippe oder Stand. Wie in anderen slawischen Sprachen werden auch die polnischen Familiennamen je nach Geschlecht dekliniert. Zum Beispiel wäre pani (Frau) Kowalski falsch und pani Kowalska richtig.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gab es durch die deutschen Einflüsse auch viele deutsche Familiennamen in Polen, die dann aber in polnische Familiennamen umgeändert wurden.

Polnische Stereotypen

Donnerstag, den 28. August 2008

Die Klischees über den typischen Polen halten sich auch vier Jahre nach dem Beitritt des Landes zur EU immer noch hartnäckig. Demnach ist er faul, versoffen und stiehlt alles, was nicht niet-und nagelfest ist. Deutsche Autos stehen auf seiner Liste ganz oben, schließlich ist jeder Pole ein geborener Autoschieber. Das allgemeine Bild von der polnischen Frau ist nicht viel besser; schön ist sie, eitel, mit einer Schwäche für  Luxus und sexuell immer willig. Polinnen suchen wohlhabende Männer, an deren Seite sie komfortabel leben können und nicht arbeiten müssen. Andererseits gelten sie aber auch als bescheiden und familienorientiert.

Es lohnt sich daher polnische Stereotypen zu hinterfragen, schließlich wollen wir auch nicht als typische Deutsche( humorlos, ordentlich, immer diszipliniert) abgeurteilt werden. Polen erlebt gerade einen wirtschaftlichen Aufschwung, viele Menschen haben klare Ziele im Leben und wollen sich ihr Vermögen selbst erarbeiten. Kriminalität und Probleme gibt es in jedem Land und mit jeder Nationalität, das kann man auf kein bestimmtes Volk beziehen. Vor allem Grenzgebiete sind weltweit ein Umschlagplatz für Drogen, Diebstähle und Schieberei. Also weg mit dem Schubladendenken- erst mal auf andere Menschen zugehen, ehe man sie verurteilt!