Archiv der Kategorie ‘Regionen‘

Video Europas letzter Urwald

Donnerstag, den 23. Dezember 2010

In der ZDF Mediathek befindet sich aus der Sendung „Steffens entdeckt“ ein Beitrag über den letzten Urwald in Europa. Dieser befindet sich im Nordosten von Polen im Nationalpark Belaweschskaja (bzw. Białowieża). Es wird wird auch ein kurzer Abstecher in das Wasserlabyrinth des Narew Nationalparks (poln. Narwiański Park Narodowy) gezeigt.

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Masuren Polen

Montag, den 21. Juli 2008

Im Norden von Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren liegt die Region Masuren (polnisch: Mazury). Mit der Teilung von Ostpreußen im Jahr 1945 sind die Masuren die größte Seenlandschaft Polens. Ursprünglich wurde dieses Gebiet von Barten, Sudauern, Galindern und prußischen Pogesindern bewohnt, bis es dann im 13.Jahrhundert vom Deutschen Orden erobert wurde. In das Masuren Gebiet wanderten vor allem angeworbene Siedler aus Niedersachsen und Westfalen ein.

Zu Ehren der vielen eingewanderten evangelischen Masuren (ethn. Volksgruppe) aus Masowien benannte man -inoffiziell- dieses Gebiet ab dem 18.Jahrhundert als Masurische Landschaft oder Masurische Seenplatte. Die allgemeine Schulpflicht bewirkte eine zunehmende Eindeutschung der Masuren. Im letzten Drittel des 18.Jahrunderts waren ca.34% der Bewohner deutschsprachig, bei der Volkszählung 1910 gaben 58% Deutsch als Muttersprache an. Nach dem Ersten Weltkrieg erhob Polen Anspruch auf dieses Gebiet. Allerdings ergab die unter Aufsicht einer interallierten Kommission abgehaltene Volksabstimmung ein Verbleib zu Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und unter polnischer und russischer Verwaltung wurde eine erneute Volkszählung durchgeführt. Mit den Auflagen die Deutsche Sprache nicht zu gebrauchen und deutschsprachige Vor- und Nachnamen abzulegen, erhielten die 114.000 sogenannten Autochthone (altgriechisch: „alteingesessen“) Bewohner ein bleiberecht. Die als Deutsche eingestuften wurden größtenteils vertrieben. Besonders in den 70er und 80er gab es viele Spätaussiedler aus dieser Region in die Bundesrepublik.

Polen Ostseekueste

Dienstag, den 15. Juli 2008

Breite feinkörnige weiße Sandstrände, Steilküsten oder riesige Wanderdünen dies alles lädt jeden Urlauber zu einem Erlebnisurlaub zur Polen Ostseeküste ein. Ob man nun erholsame Stunden verbringen oder sich sportlich betätigen möchte, es ist so gut wie alles möglich. Die Strände laden zum Badespaß und Sonnenbaden ein. Für sportlich aktive Urlauber gibt es zahlreiche Angebote wie Wind- oder Kitesurfing oder Reiten. Auch ausgiebige Spaziergänge oder Wanderungen werden gemacht um die Schönheit der Natur entlang der Küste in aller Ruhe zu genießen. Viele Unterkunftsarten sind für jeden Anspruch zu haben, vom Luxus-Hotel bis zum einfachen Campingplatz.

Die Ostseeküste in Polen ist gekennzeichnet durch ihre fast geradlinige Küstenlinie. Die Insel Wolin befindet sich im Westen. Mit kleinen Dörfer und Städtchen die darauf warten besucht zu werden. Auch befinden sich hier Strände von mehreren Kilometern Länge und die Abseits der Zentren so gut wie menschenleer sind. Teilweise 100m breit und ein sehr feinkörniger Strand ist bei Kolberg zu finden. Kolberg ist der wohl größte und bekannteste Badeort in Polen. Die riesigen Wanderdünen befinden sich in der Nähe von Leba im Slowinski Nationalpark. Hier sind lange ausgedehnte Wanderungen möglich, bei denen ein Gefühl von Sahara aufkommt.

Polen Riesengebirge

Donnerstag, den 12. Juni 2008

Zu dem bekanntesten Teil der Sudeten gehört das Riesengebirge. Der Gebirgszug ist nur etwa 36 km lang und bildet eine natürliche Grenze zwischen Schlesien (Polen) und Böhmen (Tschechien), wobei sich ein drittel des Gebirges auf polnischer Seite befindet. Der höchste Berg im Riesengebirge ist die Schneekoppe mit 1602m.

Der Nationalpark Riesengebirge wurde 1959 offiziell gegründet, vorher wurden bereits einzelne Gebiete unter Naturschutz gestellt. Später erklärte die UNESCO das Riesengebirge zum Weltnaturreservat. Die Fläche des Nationalparks beträgt auf polnischer Seite 5.576 Hektar. Der auf tschechischer Seite gegründete Nationalpark umfasst eine Fläche von 35.500 Hektar. Durch die Luftverschmutzung der Kohlekraftwerke der ehemaligen sozialistischen Ländern Polen, Tschechien und DDR und trotz der Einrichtung der Nationalparks schritt die Zerstörung der Wälder im Riesengebirge immer mehr voran. Erst die Wirtschaftskrisen in diesen Ländern und der damit verbundenen Schließung der unrentablen Kohlekraftwerke beendete das Waldsterben und führt zu einer Erholung.

Eines der beliebtesten Ziele für Touristen zählt Karpacz (Krummhübel) auf polnischer Seite. Karpacz ist Ausgangspunkt für Wanderungen zu den höchsten Teilen im Gebirge und auch Wintersportfreunde finden hier zahlreiche Möglichkeiten. Unterkunft und Verpflegung findet man in den zahlreichen Bauden. Unterhalb der Schneekoppe zählen die Teichbaude, Hampelbaude und das Schlesierhaus mit zu den schönsten Bauden auf polnischer Seite.

Weichsel Polen

Samstag, den 3. Mai 2008

Die Weichsel (polnisch Wisla) ist mit 1047 km der längste Fluss Polens. Der Strom entspringt in den Westbeskiden Kleinpolens am Barania Gora (Widderberg). Unterhalb des Stausees von Goszalkowice ist die Weichsel mit insgesamt 914 km beschiffbar.

An der Weichsel liegen zahlreiche Städte, die größten sind Krakau, Warschau, Torun und Danzig. Am Mittellauf wurden in den letzten Jahrzehnten umfangreiche Maßnahmen ergriffen um die Schiffbarkeit zu verbessern. So gibt es bei Wloclawek seit 1970 ein großes Stauwehr mit Wasserkraftwerk.

Bevor die Weichsel in der Danziger Bucht mündet, hat sich zwischen dem Landrücken und Dünenrücken aufgrund der natürlichen Hinderung ein Flussdelta gebildet.

Im 18 Jahrhundert haben sich durch Hochwasser immer neue Durchstiche durch den Dünenrücken gebildet. Daraufhin hat man zwischen 1889 und 1895 einen künstlichen Durchstich gegraben um die Hochwassergefährdung des Weichseldeltas zu vermindern.

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Grosspolen

Freitag, den 2. Mai 2008

Die Bezeichnung Grosspolen ist etwas irreführend. Zum Vergleich zu anderen polnischen Landesteilen wie etwa Kleinpolen ist sie eher mittelgroß. Es hat also nichts mit der territorialen Ausdehnung zu tun, vielmehr mit der Bezeichnung Polonia maior und Polonia minor aus dem 11. Jahrhundert, die später in Wielpolska (Großpolen) und Malopolska (Kleinpolen) übersetzt wurden. Eigentlich war der Unterschied Altpolen und Jungpolen gemeint.

Großpolen bildet also den historischen Kern Polens und bezeichnet das Siedlungsgebiet Polanen im 9-10. Jahrhundert. Ende des 10. Jahrhundert wurde das erste polnische Königreich mit der Hauptstadt Gniezno gegründet. Später wurde Kleinpolen an das polnische Königreich angeschlossen.

Die heutigen Woiwodschaften Lebus, Großpolen, Lodz und Kujawien- Pommern umfassen die Region Großpolen. Mit Gniezno (Gnesen) und Poznan (Posen) befanden sich auch die ältesten Hauptstädte des Landes.

Sehenswert in der Region sind Bauwerke aus den verschiedensten Epochen, z.B. die Domkirche in Gniezno und die Fronleichnamkirche in Poznan. Auch für die Naturfreunde bietet diese Region ihre Reize, so gibt es weit ausgedehnte Waldflächen, Moränenhügel mit schönsten Rundblicken und zahlreiche Seenplatten.

Kleinpolen

Donnerstag, den 1. Mai 2008

Ursprünglich ist Kleinpolen die Bezeichnung für den südlichen Teil des polnischen Staates. Die Provinz Kleinpolen bestand bis 1772 und während ihrer Zugehörigkeit zu Polen, gehörten die ukrainischen Gebiete Galizien, Podolin und Wolhynien ebenfalls zu Kleinpolen.

Infolge der Teilung Polens kamen die ukrainischen und südlichen Teile zu Österreich, die nördlichen zu Russland. Nach dem zweiten Weltkrieg und den neuesten Verwaltungseinteilung Polens erstreckt sich das Gebiet Kleinpolen auf die Woiwodschaften Kleinpolen, Heiligkreuz, Karpatenvorland und Lublin.

Im südlichen Teil der Region Kleinpolen befindet sich das Teilgebirge der Karpaten, die Tatra mit dem Wintersportgebiet um die Stadt Zakopane. Auch die Stadt Krakau sollte Pflichtprogramm jeden Touristen sein, der sich in dieser Region aufhält.

Polen Schlesien

Donnerstag, den 24. April 2008

Schlesien (polnisch ŚlÄsk) liegt im östlichen Teil Mitteleuropas und liegt auf beiden Seiten der Oder. Der größte Teil befindet sich auf polnischen Gebiet die Kleineren befinden sich in Deutschland und Tschechien. Bei der Neugliederung der Woiwodschaften wurden die historischen Grenzen teilweise berücksichtigt. Das polnische Schlesien ist größtenteils in den Woiwodschaften Niederschlesien, Oppeln und Schlesien aufgeteilt.

Wirtschaftlich gesehen zählt Schlesien zu den beliebtesten Investitionsstandorten Polens, besonders erfolgreich im Bereich der Automobilindustrie. Viele Infrastrukturprojekte konnten realisiert werden, wie etwa der Ausbau der Autobahn A4. Auch soll bis 2011 ein neuer internationaler Verkehrsflughafen in Breslau entstehen.

Nicht nur wirtschaftlich ist das schlesische Gebiet interessant. So ist ein Besuch der traditionell schlesischen Stadt Breslau immer lohnenswert. Auch der Hauptgebirgszug Schlesiens die Sudeten mit der Schneekoppe als höchste Erhebung ist landschaftlich sehr reizvoll.

Masuren

Dienstag, den 1. April 2008

Unter dem Begriff Masuren wird meist das Gebiet der Masurischen Seen verstanden, diese sind eine der größten Seenlandschaft im Norden von Polen und wurde vor allem durch die Eiszeit geprägt. Es gibt ca. 2700 größere und kleinere Seen, die etwa 7% des Gebietes einnehmen mit einer Wasserfläche von ca. einem Hektar. Die beiden Größten sind der Spirdingsee 114 km² und der Mauersee mit 104 km². Die meisten Seen sind durch Flüsse und Kanäle verbunden und sind daher für Wassersport sehr geeignet. Für Kanuten und Segler ergibt sich hier praktisch ein hunderte langes Wassernetz. Ebenfalls gibt es überall gute Bademöglichkeiten. Rund um die Masuren gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, es gilt nicht umsonst als eines der größten Ferienregion Polens. Die östlichen Masuren sind touristisch weniger besucht, sie eignen sich vor allem für Urlauber die Ruhe und Natur pur suchen. Es gibt zahlreiche Bauernhöfe die sich darauf eingestellt haben.

Woiwodschaft

Montag, den 31. März 2008

Eine Woiwodschaft (polnisch: województwo) ist ein polnischer Verwaltungsbezirk. Die 16 Woiwodschaften existieren seit dem 1. Januar 1999. Zufuhr gab es 49 Kleinwoiwodschaften.

Als Selbstverwaltungsorgan besitzt die Woiwodschaft eine Volksvertretung (sejmik województwa), diese einen Vorstand (zarzad województwa) wählt, welche einen Vorsitzenden (marszałek województwa) hat. Verglichen mit den deutschen Bundesländern weisen die Woiwodschaften keine Staatsqualität auf, da Polen ein Zentralstaat ist. Der polnische Premierminister ernennt einen Woiwoden, dieser ist Repräsentant der Zentralregierung in der Woiwodschaft und kontrolliert die Selbstverwaltung.

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