Archiv der Kategorie ‘Städte‘

U-Bahn Warschau

Montag, den 17. November 2008

Die letzten Teilstücke der U-Bahn in Warschau wurden nun fertig gestellt. Die Nord- Süd -Verbindung verläuft von Mlociny über das Zentrum der Stadt nach Kabaty mit einer Gesamtstrecke von 23km und 21 Stationen (2 Zwischenstationen geplant). Für den Bau hat man insgesamt 25 Jahre benötigt. Der erste Teilabschnitt wurde 1995 zur Nutzung freigegeben, mit der Zeit kamen dann weitere Stationen hinzu.

Die ersten Bauvorhaben begannen bereits in den 1920er Jahren. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde der Bau aufgegeben. Erst 1962 ließ die Warschauer Stadtverwaltung die Idee einer U-Bahn neu auflegen und neu planen. Mit dem Bau an sich hat man erst 20 Jahre später begonnen. Die wirtschaftlichen Problemen und der Rohstoffmangel in den 1980er Jahren ließen den Bau immer wieder ins Stocken geraten. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes fehlten zunächst die Geldmittel und verzögerte die Fertigstellung zusätzlich. Für die nächsten Jahre ist der Bau einer West- Ost Verbindung geplant, genaue Zeitpunkte stehen aber noch nicht fest.

Die Betreibergesellschaft (Metro Warszawskie sp. z o.o.) kann sich über stetig wachsende Fahrgastzahlen freuen, mittlerweile nutzen täglich mehr als 250.000  die U-Bahn in Warschau. Werktags und in den Stoßzeiten verkehren die Züge im 3-4 Minuten Takt, Abends 10 Minuten. Jede Station verfügt über Aufzüge und Rampen und ist somit auch für Behinderte geeignet.  Generell sind die U- Bahn Stationen in einem sehr guten und sauberen Zustand, so wurde die Metro-Station Plac Wilsonia mit dem Metro Award in diesem Jahr ausgezeichnet.

Polnische Staedte

Samstag, den 25. Oktober 2008

In Polen leben mehr als 38,5 Millionen Einwohner, die sich auf 16 Verwaltungsbezirke (Woiwodschaften) verteilen. Die größten Ballungsgebiete sind Breslau, Warschau und Schlesien. Zu den Verwaltungsgebieten zählen zudem u.a. Pommern, Groß-und Kleinpolen. Jeder dieser Bezirke hat seine eigene Volksvertretung und ein Oberhaupt, das von der Zentralregierung ernannt wird und die Gelder aus Warschau verwaltet. Die Volksvertretung wählt einen Vorstand, der vom sogenannten Woiwodschaftsmarschall bestätigt wird.

Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt und arbeitet in der Stadt. Die größten Städte sind Danzig, Breslau, Katowice, Krakau, Posen, Lodz und natürlich Warschau. Dort hat sich in den letzten Jahren vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht viel getan. Investoren und Firmen aus aller Welt wie z.B. Volkswagen, Dr. Oetker und Samsung Electronics bauen hier osteuropäische Zweigstellen auf. Kleinere polnische Städte wie Stettin, Thorn und Kielce können sich langfristig gut entwickeln, wenn es ihnen gelingt, ausländische Unternehmen von sich zu überzeugen.

Krakow Polen

Montag, den 15. September 2008

Krakau (polnisch Krakow) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen. Krakow Polen hat sich zu einem Wissenschafts-, Industrie- und Kulturzentrum entwickelt. Bis 1596 war Krakau die Hauptstadt Polens und das historische Stadtzentrum ist durch seine zahlreichen Bauwerke aus der Gotik, Renaissance und Barock gekennzeichnet. Außerdem befindet sich in der “heimlichen Hauptstadt Polens” der Sitz der zweitältesten Universität (gegründet 1364) Mitteleuropas.

Krakau gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Städten in Polen. Das liegt zum einen an der Lage mit 8Mio. Einwohnern in einem Radius von 100km und an der gut ausgebildeten jungen Bevölkerung. So haben sich bereits viele internationale Konzerne in Krakau angesiedelt und es werden Hochtechnologieunternehmen mit Technologieparks und steuerlichen Anreizen von Stadt angelockt.

Ein weiteres wichtiges Standbein der Stadt ist der Tourismus mit seinen über 5Mio. Besuchern im Jahr. Vor allem das historisch geprägte Stadtbild und die weitestgehend durch den Krieg verschonten Bauwerke ziehen die Touristen nach Krakau. Der Königsweg wird von den Touristen gerne als Rundgang durch die Altstadt genutzt.

Leba Polen

Dienstag, den 22. Juli 2008

Die Stadt Łeba (deutsch: Leba) liegt in der Woiwodschaft Pommern an der Mündung des gleichnamigen Flusses Leba in die Ostsee. Leba ist auch ein beliebter Badeort und gilt auch als Tor zum Slowinzischen Nationalpark mit seinen riesigen Wanderdünen. Seit 1862 ist Leba ein Ostseebad.

Erstmals Erwähnung fand die Siedlung Lebamünde im Jahr 1282. Leba als Ortsname setzte sich erst nach mehrmaliger Namensänderung im 16. Jahrhundert durch.

leba-stadtwappen.pngDas Stadtwappen von Leba zeigt einen Greifen mit Fischschwanz und das schwarze Kreuz des Deutschen Ordens und wurde von diesem bereits 1360 verliehen.

Die alte Stadt Leba wurde mehrmals durch Sturmfluten zerstört und war von Wanderdünen bedroht. Deshalb wurde die Stadt 1570 weiter in das Landesinnere verlegt. Das alte Mauerfragment der alten Nikolaikirche ist immer noch westlich der Stadt auf dem Weg zum Strand zu sehen. Ebenfalls sehenswert sind die großen Wanderdünen, die sich im Jahr durchschnittlich 10m ostwärts bewegen. Die Größte von ihnen ist die Lontzkedüne mit 42m Höhe und einer Länge von 500m. Sie befindet sich auf der Nehrung zwischen der Ostsee und dem Lebasee.

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Kolberg Polen

Sonntag, den 27. April 2008

Das Sol- und Kurbad Kolberg (polnisch Kołobrzeg) ist eine Hafenstadt in der Woiwodschaft Westpommern. Hauptsächlich leben die Menschen vom Tourismus in Fischereiwirtschaft.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Kolberg zu einem See-, Moor- und Solebad. Ab 1975 wurden anstatt Plattenbauten vorwiegend kleinere Häuser im historischen Stil gebaut. Auch sind in den letzten Jahren in der Altstadt viele Gebäude im altstadtgemäßen Stil entstanden. Der Fremdenverkehr hat aufgrund der zunehmenden Attraktivität Kolbergs in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Das heutige Wahrzeichen Kolbergs, der Leuchtturm, war das erste Gebäude der Stadt, welches nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Weiter sehenswert ist der Kolberger Dom, das Rathaus und das kleine Stadtmuseum mit einer Ausstellung der Kolberger Geschichte. Ebenfalls gibt es kleine Quelle mit stark salzhaltigem Salzwasser, das selber abgefüllt werden kann.

kolberg-leuchturm.jpg kolberg-rathaus.jpg

Stettin Polen

Samstag, den 26. April 2008

Stettin (polnisch Szczecin) liegt rund 120km nordöstlich von Berlin an der Odermündung zum Stettiner Haff. Die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern ist einer der größten Ostseehäfen der Ostsee.

Das dicht bebaute Innenstadtgebiet bildet sich aus dem historischen Stadtkern, der Altstadt, am westlichen Ufer der Westoder und der gründerzeitlichen Neustadt.

Das Schloss der Herzöge von Pommern nimmt in der Altstadt den höchsten Punkt ein und ziemlich in der Mitte des alten Stadtgebietes steht die gotische Jakobikirche, sie ist größte Kirche der Stadt.

Die Neustadt wird vor allem durch viergeschossige Gebäude geprägt. Hinter dem heutigen Rathaus liegt die Quinstorp-Aue, in der bereits zu Lebzeiten Papst Johannes Paul II. ein Denkmal errichtet wurde.

Weitere interessante und sehenswerte Bauwerke sind der gotische Loitzenhof, die spätgotische Peter- und- Paul- Kirche, die Jakobikirche, der Siebenmäntelturm und das alte Rathaus auf dem Heumarkt.

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Breslau Polen

Freitag, den 25. April 2008

Breslau (polnisch Wrocław) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesiens und zählt mit über 635.000 Einwohnern zu der viertgrößten Stadt Polens. Mit zahlreiche Hochschulen, Theater und Museen bildet Breslau im gesamten schlesischen Raum das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum. Breslau lieg an der Einmündung der Ohle in die Oder und durch die zahlreichen Nebenflüsse und Kanäle liegt die Stadt auf 12 Inseln, welche durch 112 Brücken verbunden sind. Die Stadt wird daher auch als das Venedig von Polen genannt.

Die 9 Museen, 10 Theater und jeweils eine Oper, Operette und Philharmonie bilden den kulturellen Rahmen Breslaus. Außerdem finden jedes Jahr zahlreiche Festivals statt. Zu den ältesten zählt das weltweit bekannte Wratislavia Cantans- Festspiel (seit1966) im September, das Jazz- Festival (seit1964) im Frühling und das seit 1962 im Februar stattfindende Festival der modernen klassischen polnischen Musik.

An den staatlichen und privaten Hochschulen befinden sich ca. 140.000 Studenten, die Breslau nachts zu einer lebendigen Stadt werden lassen. Die meisten Bars und Clubs befinden sich im Zentrum in der Gegend um den alten Marktplatz, wo sich auch das Rathaus befindet.

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Warschau Polen

Freitag, den 18. April 2008

Warschau (polnisch Warszawa) ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Polens mit ca. 1,7 Mio. Einwohnern. Die an der Weichsel liegende Stadt befindet sich in der Woiwodschaft Masowien. Sie zählt zu den wichtigsten Verkehrs- Wirtschafts- und Handelszentren in Mittel - und Osteuropa. In der zu 18 Stadtbezirken gegliederten Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Theater, Museen und Baudenkmäler.

In der Altstadt Warschaus gibt es zahlreiche Kirchen, Museen und nach Originalen rekonstruierte Häuserfassaden. Die aus dem 16. und 17. Jahrhundert ursprünglich stammenden Gebäude mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafes laden jeden zu einem Spaziergang ein.

Die meisten historischen Gebäude befinden sich entlang des Königwegs. Dieser beginnt am Königsschloss, welches sich in der Altstadt befindet. Der 10 km lange Königsweg führt entlang der Weichsel und zählt zu den längsten Repräsentationsstraßen der Welt. Entgegen der Altstadt wurden hier weiträumige Gärten, Parkanlagen, große Paläste und Wohnhäuser gebaut. In den ehemaligen Adelspalästen befinden sich heute die Regierungs- und Verwaltungsbezirke. In der Zukunft sollen Teile der Prachtstraße für den Verkehr gesperrt werden und zu einer Flaniermeile mit Geschäften ausgebaut werden.

Krakau Polen

Freitag, den 11. April 2008

Krakau (polnisch Kraków) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen. Die Bedeutung von Krakau liegt nicht in der Größe sondern das in der Stadt die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen. Bauwerke aus den Epochen der Gotik, Renaissance und des Barocks prägen vor allem das Stadtbild. Mit ca. 750000 Einwohnern ist Krakau die dritt größte Stadt im Land, bis 1596 war sie Hauptstadt Polens und wird gerne als heimliche Hauptstadt gesehen.

In Krakau wurde die älteste Universität (Jagellon- Universität) gegründet. Seit Jahrhunderten ist Krakau eines der wichtigsten Bildungszentren Polens, insgesamt befinden sich um die 160000 Studenten in der Stadt. Diese verteilen sich auf 11 Universitäten und anderen Hochschulen.

Für Touristen sind vor allem die zahlreichen Sehenswürdigkeiten sehr interessant. Zum einen das etwas Abseits von der Altstadt liegende Wawel-Schloss auf dem Wawel-Hügel mit dem zum Wahrzeichen der Stadt gewordenen Wawel-Drachen. Ebenfalls sehenswert ist der von Bürgerhäusern umgebene Rynek Główny (Hauptmark), er war größter europäischer Marktplatz des Mittelalters. Östlich der Altstadt befindet sich das ehemalige Judenviertel Kazimierz, hier wurde aufgrund der gut erhaltenen historischen Bausubstanz teilweise der Film “Schindlers Liste” gedreht. Des Weiteren gibt es über 100 Kirchen (Marienkirche, Barbarakirche) und Klöster in der Stadt, die 28 Museen mit Ausstellungsstücken aus ganz Polen sind ebenfalls ein Besuch wert. Wem das alles zuviel ist kann sich in den zahlreich vorhandenen Restaurants und den über 200 Kellerkneipen ausruhen.

Danzig Polen

Dienstag, den 8. April 2008

Danzig (polnisch Gdańsk) ist eine Hafenstadt im Norden von Polen an der polnischen Ostsee. Sie ist Hauptstadt von der Woiwodschaft Pommern und hat ca. 460000 Einwohner. Zusammen mit den Städten Gdynia und Sopot bildet Danzig den Ballungsraum Dreistadt (polnisch Trójmiasto).

Danzig hat eine wechselvolle Entwicklung durchgemacht. Mehr als sieben Jahrhunderte lebten hier Deutsche, Polen und Kaschuben zusammen. Die gemeinsame Geschichte war nicht immer konfliktfrei aber man ist stolz auf die gemeinsam geschaffene Kulturlandschaft.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Innenstadt zerstört. Der fürsorgliche Wiederaufbau lässt nicht nur polnische sondern auch deutsche und holländische Einflüsse in der Architektur wieder erkennen.

Danzig als ehemalige Hansestadt war ein bedeutendes Mitglied der Hanse. Beeindruckend ist vor allem wie Danzig mit der See “zusammengewachsen” ist. Die Schiffe etwa können bis ins Stadtzentrum gelangen.

Viele Touristen besuchen auch das Denkmal der gefallenen Werftarbeiter, die im Dezember 1970 Widerstand gegen die kommunistische Herrschaft in Polen bildeten. Die aus einer Streikbewegung entstandene Gewerkschaft Solidarnośc ist vielen bekannt.

Die zahlreichen Geschäfte mit ihren Schmuckwaren aus Bernstein werden ebenfalls gut besucht.