Archiv der Kategorie ‘Wirtschaft‘

Polnische Stellenangebote

Sonntag, den 10. August 2008

Der Fachkräftemangel und die stark steigenden Löhne lassen den polnischen Arbeitsmarkt für deutsche Arbeitnehmer immer interessanter werden. Den besten Einstieg in ein polnisches Unternehmen findet man über eine Personalberatung. In Zeitungen oder Arbeitsagenturen sind nur selten polnische Stellenangebote zu finden.

Bei Interesse ein Jobangebot in Polen anzunehmen sollte man mit einer Personalberatung, die sich auf Osteuropa spezialisiert hat, Kontakt aufnehmen. Es lässt sich vielleicht nicht gleich eine passende Stelle finden, aber man ist zumindest in der Kartei aufgenommen. Bei mehrjähriger Berufserfahrung und guten Polnisch Kenntnissen, könnte mit etwas Glück ein “Headhunter” selbst auf einem aufmerksam werden. Für Hochschulabsolventen, die normalerweise kaum berufliche Erfahrung besitzen, lohnt sich Kontaktaufnahme genauso, da zwar nicht gleich ein Angebot unterbreitet werden kann, aber der Wechsel nach Polen lange vorbereitet werden kann.

Personalberatungen

Wenig Erfolg wird man mit Bewerbungen haben, die aus eigener Initiative heraus gemacht werden. Es ist zwar Lobenswert selbst etwas zu tun, aber oft werden nicht einmal die Eingangsbestätigungen zurückgeschickt. Interessante Anlaufstellen sind aber deutsche Firmen, die in Polen Niederlassungen haben. Diese suchen oft Mitarbeiter, die neben der beruflichen Qualifikation Deutsch und Polnisch sprechen können. Man sollte ebenfalls versuchen persönlichen Kontakt zu knüpfen. Dies lässt sich z.B. auf Messen in Deutschland machen, auf denen polnische Firmen vertreten sind.

Polnische Arbeiter

Dienstag, den 5. August 2008

Von Mitte 2007 bis Juni 2008 konnten sich polnische Arbeiter über ein nominales Lohnwachstum von ca. 12% freuen. Im gleichen Zeitraum betrug die Inflation 4,6%. Die Bruttolöhne inklusive Gewinnausschüttungen lagen im Durchschnitt erstmals über 1.000 Euro im Monat. Durchschnittlich hat ein  polnischer Arbeiter 3215 Zloty verdient, das sind ca. 1003 Euro (Stand: 5.August, Kurs: 1€/0,31PLN). Man geht davon aus, dass die Lohnkosten weiter steigen werden, da vielerorts weiterhin Fachkräftemangel herrscht. Die Arbeitslosenquote lag Juni 2008 bei 9,6% und war somit erstmals seit Jahren wieder im einstellig.

Vertreter von Arbeitnehmer, Arbeitgebern und Regierung haben auf Grund der rasanten Lohnentwicklung für Anfang 2009 eine Anhebung der Mindestlöhne um ca. 150 Zloty auf 1276 Zloty beschlossen. Diesen Mindestlohn beziehen derzeit ca. 2%-3% der polnischen Arbeiter und entspricht ca. 40% des Durchschnittlohns.  Laut einem Bericht der Tageszeitung “Rzeczpospolita” hat sich 2007 die Zahl der Polen, die mindestens 1 Mio. Zloty (ca. 312.000 Euro) im Jahr verdienen um die Hälfte auf 12.000 erhöht.

Durch das kräftige Wachstum der Löhne sinkt die Rentabilität der Unternehmen. Auch durch den starken Zloty verteuern sich die Löhne der ausländischen Investoren. Die exportorientierten Branchen mussten ebenfalls zusätzliche Einbußen verzeichnen.

Quelle: bfai/ Bundesagentur für Außenwirtschaft; GUS/ Statistisches Hauptamt

Mehrwertsteuer Polen

Samstag, den 2. August 2008

Fälschlicherweise wird das Wort “Mehrwertsteuer” an Stelle von Umsatzsteuer genutzt und ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für diese Steuer. Es ist aber in der Umgangssprache sehr weit verbreitet. Die Mehrwertsteuer ist eine indirekte Steuer und wird letztendlich vom Endverbraucher bezahlt. Der “Unternehmer” muss sie aber an das Finanzamt abführen.

Innerhalb der Europäischen Union ist die Mehrwertsteuer relativ einheitlich geregelt. Für die meisten EU- Mitgliedsstaaten ist die Mehrwertsteuer eine Hauptfinanzierungsquelle. Der Normalsatz der Mehrwertsteuer Polen beträgt: 22% (in Deutschland: 19%), der ermäßigte Satz 7% (BRD: 7%) zum Beispiel für Lebensmittel oder Babykleidung. Es gibt in Polen auch noch einen stark ermäßigten Steuersatz von 3%, diese gilt z.B. für unverarbeitete Lebensmittel.

Ab 2010 werden grenzüberschreitende Dienstleistungen nicht im Ursprungsland mehrwertsteuerpflichtig, sondern im Bestimmungsland. Dies gilt innerhalb der EU und wurde im Dezember 2007 von den Finanzministern beschlossen um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

Polnische Arbeitnehmer

Samstag, den 2. August 2008

Die sogenannte  Arbeitnehmerfreizügigkeit hat zur Folge, dass für polnische Arbeitnehmer, die in Europa Fuß fassen wollen, vorerst bis zum 30.04.2009 Sondervorschriften gelten. Sie benötigen eine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit um in Deutschland einer Beschäftigung nachgehen zu können. Freie Stellen dürfen erst dann an polnische Arbeiter vermittelt werden, wenn eine mehrwöchige Prüfung des Arbeitsmarktes diesen Schritt als notwendig bestätigt und sich während dieser Zeit nicht ausreichend deutsche Arbeitslose beworben haben. Im Bau- und Maurergewerbe dürfen gar keine Polen eingestellt werden, da es für Berufe in diesen Bereichen genügend deutsche Arbeitskräfte gibt. Dennoch wird auf vielen Baustellen schwarz gearbeitet, weil der Bauherr damit jede Menge Geld spart und die ausländischen Arbeiter mit Hungerlöhnen abfertigt!

Ausländische Handwerker dürfen in Deutschland Zweigstellen und Unternehmen aufbauen, sofern sie entsprechende, berufliche Qualifikationen vorweisen können. Die Gründung eines Betriebes muss amtlich gemeldet werden. Die Verwaltungsbehörden prüfen zunächst, ob eine tatsächliche Selbständigkeit vorliegt. Bei einer Scheinselbständigkeit werden alle Angestellten des Betriebes wie Arbeitnehmer behandelt. Dennoch handelt es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die Bußgelder bis zu 50.000 EUR nach sich ziehen kann! Wer polnische Arbeitskräfte beschäftigen oder sich in Deutschland niederlassen möchte, sollte sich also umfassend informieren um späteren Ärger zu vermeiden.

Baustoffe Polen

Dienstag, den 29. Juli 2008

Mit der anhaltenden guten Konjunktur profitieren die Hersteller von Baumaterialien. Aufgrund der starken Nachfrage von Baustoffen in Polen erweitern die Hersteller ihr Kapazitäten, die aber bei vielen Produkten nicht ausreichen. In der Bauwirtschaft geht der Trend immer mehr zu hochwertigen Produkten.

Die Baumärkte und Großhändler profitieren besonders von der dynamischen Nachfrage. So schätzt der Marktforscher ASM die Ausgaben für Materialien für den Innenausbau auf 22Mrd. Zloty für das Jahr 2007, was eine Steigerung von 22% zum Vorjahr bedeutet. Für die kommenden Jahre werden ebenfalls zweistellige Zuwachsraten erwartet. Die Bedeutung der Baumärkte wächst immer mehr und sie bauen ihre Netze immer weiter aus, so dass sie nicht nur noch in den Großstädten zu finden sind.

Die Handwerker in Polen kaufen ihre Produkte entweder bei spezialisierten Großhändlern oder eben in den Baumärkten der meist ausländischen Unternehmen. In Polen herrscht immer noch ein großer Handlungsbedarf bei der Renovierung von alten Gebäuden. Vor allem Heizungsanlagen und sanitäre Einrichtungen werden modernisiert. So werden ca. ein Drittel für Materialien für Renovierungsarbeiten ausgegeben.

Supermarkt Polen

Samstag, den 26. Juli 2008

Dass die billigen Basare direkt hinter den Grenzen ihre besten Zeiten längst hinter sich haben, dürfte jeder regelmäßige Besucher schon bemerkt haben. Die Supermärkte werden schon seit einigen Jahren immer mehr zum Einkaufen genutzt, gerade Grundnahrungsmittel und Spezialitäten werden beworben und gekauft. Zum Anfang gab es noch Proteste deutscher Supermärkte, als die Supermärkte aus Polen in deutschen Zeitungen für sich geworben haben, heute nimmt man dies als normal hin. Es ist aber auch verstärkt zu beobachten das Polen in deutschen Supermärkten, speziell im Elektronikbereich,  Waren einkaufen.

Zunächst wurden Supermärkte in der Nähe der Deutsch-Polnischen Grenze gebaut, um den deutschen “Tanktouristen” gleich mit “abzufassen”. Ein Standortvorteil gab es natürlich auch, denn selbst im erzkatholischen Polen haben die Supermärkte am Sonntag geöffnet. Mittlerweile findet man im ganzen Land die aus Deutschland bekannten Supermärkte, wie Lidl, Netto, Plus und real,-. Aldi ist seit diesem Jahr auch mit den ersten Filialen an den Start gegangen. Marktführer in Polen mit mehr als 1.000 Märkten ist der Discounter Biedronka.

Polnische Dienstleistungen

Donnerstag, den 24. Juli 2008

Bei einem Besuch auf den Basaren direkt hinter der Grenze werden auch von vielen angebotene polnische Dienstleistungen gerne genutzt. Vor allem locken diese gerade die Deutschen Besucher mit ihren günstigen Angeboten. So geht man schnell nochmal beim Friseur vorbei oder lässt sich in einem Restaurant die polnischen Spezialitäten auftischen. Auch werden gerne die nach EU-Standart arbeitenden KFz-Werkstätten genutzt.

Allgemein hat sich der gesamte Dienstleistungssektor in Polen zugenommen, vor allem im Bank- und Finanzwesen. So hat sich zum Beispiel Warschau zu einem Finanzzentrum für ganz Osteuropa entwickelt. Viele ausländische Banken führen ihre Geschäfte für Polen und Osteuropa von Warschau aus. Weitere Bereiche im Dienstleistungssektor, die ebenso Interessen von Privatpersonen wahrnehmen, sind Beraterfirmen, Anwalts- und Notarkanzleien, Buchhalter, Personalberatungsfirmen  und Computerdienstleister. Es finden sich somit die gleichen Firmen in Warschau wieder, wie in anderen westeuropäischen Großstädten. Zusammen mit dem Handel sind in Warschau ca. 70% aller Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor beschäftigt.

Polen Landwirtschaft

Dienstag, den 22. Juli 2008

Bis in das 19.Jahrhundert die Polen Landwirtschaft ein Hauptwirtschaftszweig und galt bis zu den Drei Teilungen Polens als Kornkammer für Europa. In der Zeit der Adelsrepublik wurden gerade die Agrarerzeugnisse der Großgrundbesitzer (Magnate) aus Kleinpolen und der Ukraine über die Weichsel und Danzig nach Westeuropa verschifft. Diese Gebiete sind durch ihre Löß- und Schwarzerdeböden und deren hohen Erträge begünstigt.

In der heutigen Zeit nimmt die Bedeutung der Landwirtschaft eher ab und macht nur noch ca. 4% des Bruttosozialprodukts aus. Obwohl immer noch um die 15% in diesem Sektor beschäftigt sind. Ein Grund dafür sind die vielen Kleinhöfe. Der Anteil an Bewohnern mit eigenem Grundstück ist in keinem anderen Land aus Europa so hoch wie in Polen.

Durch den EU-Beitritt konnten viele Landwirte von der Öffnung der europäischen Märkte und den Subventionen profitieren. Deshalb haben auch viele polnische Landwirte den EU-Beitritt befürwortet. Die gesamtpflanzliche Produktion hat in den letzten Jahren zugenommen, ebenso deren Export. Die großen industrialisierten Agrarbetriebe aus Westeuropa sind natürlich gerade für die kleinen Bauernhöfe eine starke Konkurrenz. Deshalb spezialisieren sie sich mehr und mehr auf Bioprodukte und nehmen bereits eine führende Rolle in Europa ein.

Euro Polen

Samstag, den 19. Juli 2008

Wann wird denn nun der Euro Polen eingeführt? Diese Frage kommt immer wieder auf und zeigt dass der Euro immer noch einen bedeutenden Platz bei öffentlichen Diskussionen einnimmt. Ob er kommt steht außer Frage, denn Polen ist vertraglich dazu verpflichtet, allerdings ist kein konkretes Datum festgelegt. Der Zeitpunkt der Einführung ist in Polen und den alten Mitgliedsstaaten sehr umstritten. Für die Einen kann es nicht schnell genug gehen und die Anderen warnen vor einer zu schnellen Einführung.

Vor allem die private Wirtschaft, Banken und die liberale Öffentlichkeit plädieren für eine rasche Einführung. Auch Deutschland ist dieser Meinung. Man erhofft sich vor allem Kostenersparnisse und den Wegfall des Währungs- und Wechselkursrisikos. Ebenfalls ist man davon überzeugt, dass der Euro international mehr Gewicht bekommt. Warnungen kommen dagegen aus Wissenschaft und der Finanzwelt. Einen schnellen Beitritt hält man für gefährlich und es könnte die Beitrittsländer schaden. Ein Argument ist das zu starke straffen der Finanzpolitik und man so den Anschluss zu den alten Mitgliedsstaaten nicht schaffen könne. Die Kluft zwischen den neuen und alten EU-Ländern würde somit noch größer werden.

Auch in der Bevölkerung herrscht noch große Verunsicherung und die Befürchtung, dass bei einer Einführung des Euro eine allgemeine Preissteigerung stattfinden wird und man diese nicht bewältigen könne.

Kamin Polen

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Bei den heutigen Energiepreisen ist es durchaus sinnvoll einen Kamin als alternative Heizungsanlage zu nutzen. Viele lassen sich deshalb auch einen Kamin einbauen. Kamine sind nicht gerade günstig und sind daher auch eine Investition für Jahre. Anbieter aus Deutschland lassen nicht selten ihre Kamine Polen herstellen, auch drängen polnische Kaminhersteller mehr und mehr mit ihren eigenen Produkten auf den deutschen Markt.

Es gibt zwei grundlegende Arten von Kaminen. Der offenen Kamin ist eine sehr alte Form der Energiegewinnung, war aber bis in das 19.Jahrhundert noch weit verbreitet. Diese Form ist aufgrund des geringen Wirkungsgrades eher unvorteilhaft. Diese Art ist aber trotzdem sehr beliebt, da beim Anblick des Feuers der Eindruck von Wohnlichkeit vermittelt wird. Der geschlossene Kamin hat durch seine technische Weiterentwicklung einen sehr hohen Wirkungsgrad. Diese Kamine sind Wasser führend, d.h. Wasser dient als Kühlungsmittel für den Kamin und auf der anderen Seite als Energieträger. Das erwärmte Wasser wird in das Heizungsnetz geleitet oder dient zur Heizwasserversorgung. Diese Art von Kamine sind also eigenständige Heizungsanlangen und nach technischer Klassifizierung Feststoffkessel, allerdings mit dem Design eines traditionellen Kamins.

Wenn man sich so eine Anlage einbauen lassen möchte, sollte man sich auf jeden Fall hinreichend beraten lassen. Viele polnische Unternehmen haben sich auf ihre Kunden aus Deutschland eingestellt und können ihre Beratung auf Deutsch anbieten.

Polnische Produkte

Donnerstag, den 17. Juli 2008

In Polen gibt es starke traditionsreiche Marken und einige davon wurden bereits zu Volksrepublik Zeiten geboren. Einige Marken besitzen sogar Auszeichnungen wie “Polnisches Produkt der Zukunft” oder “Gesunde polnische Nahrung”. In Deutschland sind diese aber meist unbekannt oder sind aufgrund unzureichender Werbung nur in den unteren Regalen von großen Supermarktketten zu finden.

Die Öffnung der Grenzen und der Wegfall der Zollschranken haben aber bewirkt, dass immer mehr polnische Produkte auf den deutschen Markt drängen. Bekannt sind polnische Spirituosen wie Wodka “Wyborowa” oder in einigen Märkten ist auch der aromatisierte “Grasovka” zu finden.

Es gibt auch immer mehr Onlineshops die sich darauf spezialisiert haben traditionelle polnische Produkte nach Deutschland zu liefern. Von Süßigkeiten, Getränken und anderen Lebensmitteln bis zu Haushaltswaren und Geschenkartikel ist so ziemlich alles zu haben. Es lohnt sich auf Seiten wie Polprodukt oder Polish-Shop herumzustöbern und sich gegebenenfalls Produkte aus Polen bequem nach Hause liefern zu lassen.

Polnische Firmen

Mittwoch, den 16. Juli 2008

Polnische Firmen haben im letzten Jahrzehnt und in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung hinter sich. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen konnten sich besonders gut entwickeln. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Zum einen waren die Bürger bereit private Mittel zu investieren um eine Gewerbetätigkeit aufzunehmen. Auch mit den Reformen der Regierung, unter anderem Befreiung des Privatgewerbes, konnten sich kleinere Firmen entwickeln. Die Reaktivierung der lokalen Selbstverwaltungen hat ebenfalls eine Entwicklung der kleinen Unternehmen angeregt. Die Selbstverwaltungen wollten vor allem die wirtschaftliche Aktivierung der Gemeinden vorantreiben. Der Staat hat mit seiner Wirtschaftspolitik den Sektor der kleinen und mittleren Unternehmen durch die Gründung des Landesfonds für Kreditbürgschaften unterstützt. Mit diesem Fonds wurde für die Unternehmen ein leichter Zugang zu Krediten geschaffen.

Eine weitere große Bedeutung hat auch die Polnische Agentur zur Gewerblichen Entwicklung (PARP), die z.B die Koordination der Handlungen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen auf dem in- und ausländischen Markt übernimmt.

Polnische Staatsbahn

Montag, den 14. Juli 2008

Die Polnische Staatsbahn AG (polnisch: Polskie Koleje Panstwowe S.A. / PKP S.A.) hat ihren Sitz in Warschau und ist die größte Eisenbahngesellschaft in Polen. Die Tochtergesellschaft WARS S.A. bewirtschaftet die Schlaf- und Speisewagen der Fernverkehrszüge.

Neben dem Regionalverkehr spielt auch der Transitverkehr eine wichtige Rolle. Ob als Ost- West Verbindung oder von Norden nach Süden von den Hafenstädten Stettin und Danzig nach Tschechien, Slowakei und anderen Ländern in Südosteuropa. Die aktuell bestehenden Verbindungen befinden sich in einem stetigen Ausbau, auch sind Neubaustrecken geplant. Es werden aber auch unrentable regionale Strecken vor allem in den ländlichen Gegenden stillgelegt.

Die Fern- und Nahverkehrszüge werden von der PKP unter folgenden Klassebezeichnungen betrieben:

Fernverkehrszüge

  • EuroCity mit internationalen Verkehr
  • InterCity für nationalen Verkehr
  • “Ekspres” Schnellzüge
  • Tanie Linie Kolejowo (TLK) Low-Cost-Schnellzüge

Nahverkehrszüge

  • “Pospieszny” Schnellzüge
  • “Osobowy” Personenzüge

Verbindungsauskunft auf Deutsch

Polnische Fluglinie

Sonntag, den 13. Juli 2008

Die größte polnische Fluglinie mit Sitz in Warschau ist die PLL LOT (Polski Linie Lotnice S.S.). Die LOT gehört mit zu den ältesten Fluggesellschaften überhaupt und ist seit 2003 im Fluggesellschaftsverband der Star Alliance. Das Unternehmen hat ungefähr 4.200 Mitarbeiter und mit 58 Flugstrecken werden 39 Länder angeflogen.

Grundstein für die Gründung der LOT war 1928 der Beschluss des polnischen Luftfahrtministeriums, die privaten Gesellschaften zu einer staatlichen Fluglinie zusammenzufassen. Am 1.Januar 1929 wurde der Betrieb damaligen und heutigen Heimatflughafen in Warschau aufgenommen. Zunächst wurden nur inländische Städte angeflogen bis 1930 erstmals ausländische Ziele wie Bukarest, Athen und Beirut mit aufgenommen wurden. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Aufnahme im Dachverband der IATA. Mit den Geschehnissen im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb eingestellt und das Unternehmen aufgelöst. Anfang 1945 wurde die LOT reaktiviert. Die zunehmende politische Abhängig von der Sowjetunion hatte auch für die LOT Folgen. Zunächst mussten westlichen Maschinen ausgemuster werden und zweiweise (1981-82) ist der Flugbetrieb zusammengebrochen. Erst 1984 konnten wieder internationale Ziele angeflogen werden. Mit dem Fall der “Eisernen Vorhangs” und der Entscheidung von1988 die sowjetischen Flugzeuge auszumustern und durch westliche Maschinen zu ersetzen Dadurch konnte man sich dem internationalen Wettbewerb stellen und dies auch erfolgreich.

Das noch heute gültige grafische Design der Flugzeuge wurde bereits 197 von Roman Duszek und Andrzej Zbrozek entworfen. Die Flugzeuge sind meist weiß lackiert und am vorderen Teil befindet sich in kursiven Großbuchstaben die Aufschrift LOT. Das Leitwerk ist in blau gehalten und darauf befindet sich ein “Kranich” und die polnische Flagge.

Export Polen

Donnerstag, den 10. Juli 2008

Der Export Polen spielt für die Wirtschaft in Polen eine große Rolle. Der europäische Raum nimmt dabei eine besondere Stellung ein, denn ca. dreiviertel aller exportierten Güter gehen hierher. Das Volumen der Exportgüter betrug 2006 ca. 87 Mio. €.

In den letzten Jahren hat der Außenhandel mit den USA und Russland zugenommen. Die wichtigsten Handelspartner von Polen sind aber weiterhin Deutschland (als größter Partner) Italien, Frankreich, Großbritannien und die Tschechische Republik. Exportiert werden vor allem Maschinen und Transportausrüstungen (2007: 42,3%), Metallurgische Produkte (13,3%), chemische Produkte (11,6), Nahrungsmittel und lebende Tiere (9,9%).

Problematisch bleibt weiterhin die Handelsbilanz. Die Investitionen in Polen waren in den letzten Jahren sehr hoch, so dass das Importvolumen schneller wuchs als der Export. Hohe Investitionen gab es zum Beispiel in der KFZ- und Elektronik Branche Man erwartet aber mittelfristig im Export höhere Wachstumsraten als im Import.