Archiv der Kategorie ‘Wirtschaft‘

Immobilie Polen

Donnerstag, den 10. Juli 2008

Im Bereich Tourismus erwartet man für die nächsten Jahre (bis 2013) eine wachsende Dynamik an Besucherzahlen. Davon profitiert vor allem die polnische Immobilienbranche im Bereich Tourismus. Oft stehen die Preise für Immobilie Polen ob am Meer oder in den Bergregionen über 15.000Zl/qm.

Auf dem Immobilienmarkt herrscht seit etwa anderthalb Jahren ein gewisser Stillstand. Problem ist auch dass Wohnungsbaukredite voraussichtlich nicht günstiger werden und der steigende Anteil an Wohlhabenden bereits ein Eigenheim besitzt. Für diese Gruppe eröffnen sich dagegen interessante Investitionsmöglichkeiten im Bereich Tourismus.

Anfang Mai hat der ADAC in seinem Bericht veröffentlicht, dass Polen unter den zehn beliebtesten Urlaubszielen innerhalb der EU das Günstigste ist, obwohl im Vergleich zu anderen Ländern die Hotelbettenanzahl pro 10.000 Einwohner eher gering ist (Polen: 44; Griechenland: 615; Österreich: 696) . Ebenso geht die CEE Property Group nach einer Untersuchung von einer wachsenden Bereitschaft der polnischen Wohlhabenden zu einem zweiten Heim aus. Hauptmotive sind Eigennutzung und vor allem während der Saison die Vermietung.

In den touristischen Gegenden entlang der Ostseeküste und in den Bergregionen um Karpacz (Riesengebirge), Ustron, Wisla (Beskiden) und Zakopane (Hohe Tatra) war die Nachfrage an Erholungsapartments am Größten. Die Immobilienpreise sind in diesen Gegenden stark gestiegen, man vermutet aber eine Marktberuhigung mit geringeren aber stetigen Preiszuwächsen.

Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)

Logistik Polen

Mittwoch, den 2. Juli 2008

Die Logistik- und Lagerbranche hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt. Mehrere Gründe spielen dabei eine Rolle. Zum einen ist es der Beitritt zur EU von Polen, dies hat vor allem den grenzüberschreitenden Verkehr vereinfacht. Die günstige Lage Polens in Europa ermöglicht es den Unternehmen nahezu den ganzen westeuropäischen Raum von Polen aus zu versorgen. Ein weiteres wichtiges Argument sind die noch erschwinglichen Preise von Grundstücken auf der “grünen Wiese”.

Die Logistikbranche investiert hauptsächlich entlang der bestehenden oder noch geplanten Autobahnen. Da die Infrastruktur immer noch unzureichend ist, werden auch zukünftig viele Gelder von der Regierung bereitgestellt. Auch in Hinsicht auf die Europameisterschaft 2012 muss im Bereich Infrastruktur noch viel getan werden.

Eine besondere Gelegenheit bietet sich für die Region um Schlesien. Eine gute Infrastruktur ist mit der A4, die bis nach Deutschland führt, bereits vorhanden. Es gibt ausreichend Grundstücke, die noch günstig sind. Man kann durchaus davon ausgehen dass die Grundstückspreise in den nächsten Jahren stark steigen werden. Von dieser Entwicklung konnte Schlesien bereits profitieren, denn große Logistikunternehmen haben sich hier schon angesiedelt.

Umrechnungskurs Polen

Dienstag, den 1. Juli 2008

Der aktuelle Umrechnungskurs von 3,36PLN/EUR macht vielen Händlern direkt hinter der Grenze arg zu schaffen. Viele Händler beklagen den immer stärker werdenden Zloty. Die deutsche Kundschaft wird immer weniger und die polnischen Käufer haben festgestellt, dass einige Waren in Deutschland sogar günstiger sind als in Polen. Ein Vergleich lohnt sich also.

Die polnische Währung ist dank des Wirtschaftsaufschwungs der vergangenen Jahre so stark wie noch nie. Vor knapp einem Jahr lag der Kurs noch bei ca. 4PLN/EUR, dies bedeutet für deutsche Kunden, dass sie bei aktuellem Wechselkurs ca. 15% mehr bezahlen müssen als vor einem Jahr. Wirklich günstige Waren oder Dienstleistungen sind eigentlich nur noch in Branchen mit hohen -in Deutschland- Arbeitskosten zu finden. Die Händler auf den Basaren, wo traditionell mit Euro bezahlt wird, trifft es besonders schwer. Die realen Verluste des starken Zlotys müssen sie selber tragen, da sie die Preise für ihre Waren nicht oder nur kaum angehoben haben.

An den Tankstellen gibt es weiterhin reichlich deutsche Kundschaft. Das liegt aber weniger an den günstigen Spritpreisen, sondern mehr an die Öffnung der Grenze und den damit verbundenen kürzeren Wartezeiten. Denn die Differenzen der Kraftstoffpreise wird immer geringer, so dass sich der Tanktourismus wohl auch bald nicht mehr lohnen wird.

Stahlbau Polen

Montag, den 30. Juni 2008

Die polnische Stahlproduktion nimmt wie in vielen anderen osteuropäischen Ländern eine zentrale volkswirtschaftliche Rolle ein. Sie ist ein beschäftigungsintensiver Sektor und hat einen großen Anteil an der Bruttowertschöpfung von Polen. Man geht davon aus dass die Bedeutung der Stahlindustrie insgesamt und in Polen zunehmen wird.

Da man der Ansicht ist, dass das Produktionsvolumen zu hoch ist und im Vergleich zu Europa eine Wettbewerbsverschiebung z.B. durch zu hohe Subventionen vorherrscht, verlangt die Europäische Kommission eine Kapazitätsreduzierung. Die Unternehmen hingegen wollen Wettbewerbsfähig bleiben, was sie durch Investitionen in modernere Anlagen und drastischen Produktivitätssteigerungen realisieren mussten und müssen. Dies macht natürlich die Verhandlungen schwierig, da dieser Sektor auch einen hohen beschäftigungspolitischen Sektor darstellt.

Während der Zeit mit hoher Arbeitslosigkeit war kaum jemand in der Politik zu unpopulären Maßnahmen bereit. Reformen in der Stahlindustrie wurden daher lange hinausgezögert. Zum einen war die politische Lage zum Beitritt zur EU unklar und man hat vermutet, dass die EU-Gegner noch mehr Zulauf bekommen hätten, wenn die Kapazitäts- und Arbeitsplatzreduzierung in Verbindung mit dem EU-Beitritt gesehen wurden wäre.

Polnische Post

Mittwoch, den 25. Juni 2008

Die Polnische Post (Poczta Polska) wurde 1928 gegründet. Als Universaldienstleister für Post ist die Poczta Polska verpflichtet ein Postamt für jeweils 7.000 Einwohner in einer Stadt zu unterhalten bzw. im ländlichen Raum ein Postamt aller 65 Quadratkilometer. Außerdem müssen die Dienste an mindestens fünf Werktagen angeboten werden, was üblicherweise von Montag bis Freitag ist. In der Stadt haben die Postämter standardmäßig von 8-19 Uhr geöffnet teilweise auch bis 20 Uhr. im ländlichen Raum meistens nur bis 15 Uhr. Mit ca. 8.000 Postämtern und 100.000 Mitarbeitern zählt die Poczt Polska zum größten Arbeitgeber in Polen.

Bis 2012 hat die Polnische Post das Postmonopol bei Postsendungen bis 50g, dieses wird aber teilweise schon jetzt unterlaufen. Auf Druck der EU musste sich die Republik Polen verpflichten die unbeschränkte staatliche Garantie der Post aufzuheben, da dies mit dem EG-Vertrag unvereinbar war. Mit dieser Garantie erhielt die Poczta Polska günstigere Finanzierungshilfen als ihre Wettbewerber, was ein unzulässiger Vorteil gegenüber den Anderen war. Diese Staatsgarantie für die Post soll nun bis zum 30.Juni diesen Jahres aufgehoben sein. Die größten Konkurrenten für Versandstücke ab 50g sind derzeit die DHL und UPS.

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Briefkasten der Poczta Polska

Arbeitsmarkt Polen

Sonntag, den 22. Juni 2008

Die wirtschaftliche Entwicklung war in den vergangenen Jahren gut und das Bruttosozialprodukt ist auch immer stark gestiegen. Die Arbeitslosenquote von derzeit ca. 7,7% liegt nur etwas über dem europäischen Durchschnitt, lange war Polen in dieser Statistik Schlusslicht in Europa. Weiterhin gibt es Probleme im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit, so ist laut Statistik ca. ein Fünftel von ihnen nicht erwerbstätig. Auch die ältere Bevölkerung und Frauen finden nur sehr schwer Arbeit. Diese Probleme sind aber in anderen Ländern ebenfalls vorhanden. Und ohne die einschneidenden Reformen in den 90er Jahren würde es in Polen wahrscheinlich ganz anders aussehen. Polen hat sich in der Hinsicht sehr gut entwickelt und wird dies auch weiterhin.

Nach dem westeuropäische Länder ihren Arbeitsmarkt für polnische Arbeitskräfte geöffnet haben, sind vor allem Fachkräfte nach Großbritannien, Irland, Schweden und weitere gegangen. Dies hat zwar den Arbeitsmarkt entlastet, allerdings fehlen nun diese Fachkräfte. Dies macht den polnischen Arbeitsmarkt auch für Deutsche interessant. Zudem hat sich auch der polnische Arbeitsmarkt uneingeschränkt für EU-Bürger geöffnet. Außerdem wurde auch der Aufenthalt erleichtert. So muss man sich erst bei einem Aufenthalt der länger als 3 Monate dauert beim entsprechenden Wojewoden persönlich registrieren lassen.

Polnische Fluggesellschaft

Samstag, den 21. Juni 2008

An der Spitze der in Polen agierenden Fluggesellschaften steht die PLL LOT (Polski Linie Lotnice S.A.) und sie ist gleichzeitig die größte polnische Fluggesellschaft. Die LOT nahm am 1.1.1929 ihren Betrieb auf und gilt somit als eine der ältesten Fluggesellschaften überhaupt. Die bewegende Geschichte Polens ging auch nicht an der LOT vorbei. So wurde das Unternehmen mal aufgelöst, dann mussten aufgrund der politischen Abhängigkeit zur Sowjetunion westliche Flugzeugtypen ausgemustert werden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs musste sich die LOT auch den internationalen Wettbewerb stellen und kaufte nach und nach wieder westliche Maschinen. Mit der modernen Ausstattung und der hohen Servicequalität, unter anderem mehrere Preise damit gewonnen, konnte sich die LOT auf dem internationalen Markt etablieren. Im Oktober 2003 wurde sie außerdem in das Netzwerk der Star Alliance aufgenommen.

In Polen gibt es 12 Flughäfen mit nationalen und internationalen Verbindungen. Der Frédéric-Chopin-Flughafen in Warschau ist einer der bedeutendsten und höchsten Passagieraufkommen in Polen und gleichzeitig der Hauptsitz der LOT. Mit der Tochtergesellschaft Centralwings zusammen hatte die LOT 2006 ein Passagieraufkommen von fast 6 Mio. Die Low Cost- Airline Centralwings startete im Februar 2005. Durch die enge Zusammenarbeit mit Germanwings strebt die Marktführerschaft bei Low Cost- Verbindungen zwischen Deutschland und Polen an.

Aus dem Ausland stammende Gesellschaften sind zum Beispiel Wizzair aus Ungarn mit ca. 2 Mio. Passagieren und Ryanair aus Irland mit ca. 1,5 Mio.

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Eine Boing 737 der LOT

Polnische Handelskammer

Donnerstag, den 19. Juni 2008

Mit aktuell 976 Mitgliedsunternehmen ist die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer (DP IHK) (polnisch: Polsko-Niemiecka Izba PrzemysÅ‚owo-Handlowa, PNIPH) die größte bilaterale Kammer in Polen. Die 1994 gegründete DP IHK hat sich zur Aufgabe gestellt die deutschen Unternehmen in Polen zu unterstützen und Informationen über den deutschen Markt herauszugeben.

Mitglied bei der DP IHK kann jedes Unternehmen oder Organisation werden. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist die Tätigkeit auf dem deutschen und/oder polnischen Markt. Mit der Aufnahme in das Kontaktnetzwerk der DP IHK hat man die Möglichkeit auf die neuesten Informationen über Deutschland und Polen zugreifen zu können. Außerdem können die Unternehmen für die angebotenen Dienstleistungen der DP IHK Rabatte bekommen. Die DP IHK hat über die Jahre eigene Medien zur Präsentation entwickelt. Zu dem Portfolio gehören Internetseiten, Newsletter und Zeitschriften (WI-Wirtschaftsnachrichten). In diesen Medien können sich die Mitglieder (auch Nicht-Mitglieder) präsentieren. Außerdem bietet die DP IHK eine Teilnahmemöglichkeit an zahlreichen Veranstaltungen.

Polnische Bahn

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Der Personenverkehr wird in Polen von der Polnischen Staatsbahn AG (PKP S.A) bedient. Von der Geschäftsform her ist die PKP eine Aktiengesellschaft, seit der Reform von 2000 sind die Besitzer zahlreiche Gesellschaften. In den letzten Jahren hat die Qualität der Züge zugenommen, so dass sie kaum noch von den europäischen Anforderungen abweicht. In Polen verkehren unterschiedliche Arten von Zügen, das sind zum einen die Fernverkehrszüge wie Eurocity-, Intercity- und Expresszüge und die Regional-und Nahverkehrszüge.

Das Schienennetz ist sternenartig mit Warschau als Mittelpunkt angelegt. Weitere Verkehrsknotenpunkte sind Posen, Danzig, Stettin, Breslau, Krakau und Kattowitz. Die Großstädte werden durch InterCity-Züge verbunden. Eine wichtige Rolle spielt auch der Güterverkehr von und zu den Ostseehäfen. Obwohl Polen ein dichtes Bahnnetz besitzt, sind nicht alle Orte zu erreichen, dies betrifft vor allem die kleineren Orte. Grund dafür ist Schließung unrentabler Strecken in den letzten Jahren.

Die PKP bietet eine Suche auf Deutsch an, die Angaben müssen aber in polnischer Schreibweise angegeben werden. Sonst landet man auf der Warschauer Straße in Berlin anstatt in Warschau (Warszawa). Sonderzeichen sind allerdings nicht notwendig.

Arbeitserlaubnis Polen

Samstag, den 14. Juni 2008

Seit dem 17.01.2007 benötigen deutsche Arbeitnehmer die in Polen arbeiten möchten keine Arbeitserlaubnis mehr, der Zugang zum polnischen Arbeitsmarkt steht für alle EU-Bürger uneingeschränkt offen. Als EU-Bürger hat man die Möglichkeit sich in Polen bis zu drei Monate aufhalten zu können, die gilt auch für Angehörige eines EU-Bürger, die selbst keine EU-Bürger sind. Bei längerem Aufenthalt ist man verpflichtet sich bei dem zuständigen Wojewoden registrieren zu lassen. Ein Beschäftigungsnachweis oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers zur beabsichtigten Einstellung sind von einem Arbeitnehmer vorzulegen.

In den vergangenen Jahren sind viele Polen aus ihrer Heimat ausgewandert, nachdem sich westeuropäische Arbeitsmärkte für polnische Arbeitnehmer geöffnet haben. Vor allem Fachkräfte haben ihr Land verlassen um eine besser bezahlte Stelle zu finden. Dies hat zwar den Arbeitsmarkt in Polen entlastet, allerdings haben polnische Unternehmen immer größere Probleme wichtige Positionen in der Firma mit Fachkräften zu besetzen. Vor allem an Ingenieure, kaufmännisches Fachpersonal, Baufachkräfte, Ärzte und Krankenschwestern mangelt es auf dem polnischen Arbeitsmarkt. Zum Beispiel geht die polnische Ärztekammer davon aus, dass ca. 20.000 polnische Ärzte im Ausland arbeiten, Pflegekräfte und Krankenschwestern sollen sogar 3-mal soviel sein. Weitere Informationen wie über Löhne, Steuern oder Sozialabgaben sind auf der Internetpräsenz der Bundesagentur für Arbeit nachzulesen.

Polen ist also nicht nur als Urlaubsland interessant. Wer mit dem Gedanken gespielt hat in Polen zu arbeiten, sollte sich beim nächsten Besuch Polens einfach mal umhören.

Landwirtschaft Polen

Samstag, den 24. Mai 2008

Die genutzte Landfläche für die Landwirtschaft Polen beträgt ca. 16 Mio. ha und ungefähr so groß wie die genutzte Fläche in Deutschland. Die Produktion mit einem Gesamtwert von 17 Mrd. Euro verteilt sich in etwa gleich auf pflanzliche und tierische Produkte. Die wichtigsten pflanzlichen Produkte sind vor allem Getreidesorten wie Weizen und Roggen. Ein weiteres wichtiges Anbauprodukt sind unter anderem Kartoffeln sowie Obst und Gemüse. In der tierischen Produktion dominiert die Schweinezucht und Milchproduktion.

Die polnische Landwirtschaft wird von heterogenen Strukturen geprägt. Den größten Teil machen die kleineren Betriebe aus. Teilweise herrscht immer noch eine mangelhafte Infrastruktur und Beschäftigungsalternative vor. Die kleineren Familienbetriebe erfüllen aber eine wichtige soziale Funktion. Ein Teil der produzierenden Betriebe hat es geschafft in den letzten Jahren ihre Leistungsfähigkeit stark zu steigern, oft wird dabei mit internationalen Partnern zusammen gearbeitet. Polen hat es erstmal 2003 zu einem Nettoexporteur in der Landwirtschaft geschafft. Die Exporte gehen vor allem in den europäischen Raum (75%) und sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Landwirtschaft hat zwar stetig ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) verloren, bleibt aber weiterhin ein wichtiger Faktor auf dem Arbeitsmarkt, so lag 2006 die Beschäftigung bei 2,1 Mio. .

In den letzten Jahren ist auch das Interesse an einer umweltfreundlichen Landwirtschaft gestiegen. Diese wird etwa durch Verkaufsfördernden Maßnahmen von gesunden Lebensmitteln unterstützt. In der Bevölkerung (auch Europaweit) gibt es ein wachsendes Interesse an ökologischen Produkten. Einige Betriebe bieten auch die Möglichkeit an, dass Touristen bei ihnen Übernachten können. Dies wird gern von Familien mit Kindern angenommen.

Import Polen

Dienstag, den 20. Mai 2008

Die Wirtschaft in Polen ist stark Exportorientiert. Der Import von Waren nimmt aber eine genauso starke Rolle ein. Der größte Handelspartner von Polen ist weiterhin Deutschland. Insgesamt gehen ungefähr 75% aller Exportgüter aus Polen in den europäischen Raum, ca. 60% werden aus diesem importiert. Der Außenhandel mit Russland und den USA hat aber in den letzten Jahren stark zugenommen. Die wichtigsten Importwaren nach Polen sind Maschinen, KFZ und- Teile, Metallprodukte, chemische Produkte und Elektronik.

Trotz des immer stärker werdenden Zloty ist der Export weiter gewachsen. Problematisch ist aber, dass Polen ein Defizit in seiner Zahlungsbilanz ausweist. Grund dafür sind die hohen Investitionen, die den Import schneller wachsen lassen als den Export. Viele dieser Investitionen z.B. im KFZ und Elektronik Bereich werden die polnische Exportwirtschaft wieder stärken. Man geht davon aus dass sich mittelfristig höhere Wachstumsraten im Export niederschlagen sollten.

Messen Polen

Donnerstag, den 15. Mai 2008

In Polen gibt es jährlich ca. 250 Messeveranstaltungen und hat sich somit in den letzten Jahren zu einem wichtigen Industriezweig entwickelt. Es gibt 20 Messestandorte in Polen die im Jahr eine Gesamtfläche von ca. 800.000qm anbieten. Unter den ca. 35.000 Ausstellern im Jahr kommen ca. 6.000 aus dem Ausland. Die Besucherzahl für ganz Polen liegt bei 1,3 Millionen. Für die Organisation und Durchführung stehen 30 Messegesellschaften bereit.

Mit der 1921 gegründeten Internationalen Messe Posen (IMP) hat sich Posen als wichtigsten und namhaftesten Messezentren in Polen entwickelt. In anbetracht der vermieteten Fläche nimmt Posen den zehnten Platz in Europa ein. Posen bestimmt 50% des Messemarkts in Polen und es finden jährlich ca. 40 Fachveranstaltungen statt, die von 14.000 Ausstellern auf einer Gesamtfläche von 450.000qm genutzt werden.

Weitere wichtige Messestandorte in Polen gibt es in Katowice, Kielce, Warschau, Krakau, Danzig und Lodz. Zu den größten und wichtigsten Messen zählen die BUDMA und POLAGRA in Posen.

Die Messen in Polen gelten als Tor zu den zentraleuropäischen Märkten. Für Firmen, die in den polnischen Markt eintreten möchten, ist es empfehlenswert als Aussteller oder Besucher bei den Messen dabei zu sein.

Wechselkurs Polen

Montag, den 12. Mai 2008

Wechselkursrechner EUR/PLN

Die wirtschaftliche Lage Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre war in Polen katastrophal. So war z.B. die Auslandsverschuldung höher als der Staatshaushalt. Als Folge verlor der Zloty sehr schnell an Wert und ein durchschnittliches Einkommen lag damals bei 30DM im Monat.

Um diese Situation zu ändern war ein radikales Reformprogramm nötig, welches starke Einschnitte im sozialen Bereich als Folge hatte. Entwickelt wurde dies vom damaligen Vize- und Finanzminister Leszek Balcerowicz (1989- 1991). Das Reformpaket hatte als gesamtes die Senkung der Staatsausgaben zum Ziel. Zunächst gab es dramatische Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung. So das viele nach neuen Möglichkeiten suchen mussten um die Familie zu versorgen. Die meisten nahmen arbeit im Ausland an oder verkauften polnische Waren auf ausländischen Märkten, berühmt war z.B. der Polenmarkt in Berlin.

Mit dem Reformpaket gelang es der Regierung nach einer Weile für Stabilität in der Wirtschaft zu sorgen und auch die Inflationsrate zu senken, die damals 1991 bei 70% lag.

Auch der Wechselkurs stabilisierte sich dadurch, konnte aber nur durch Interventionen der Nationalbank relativ stabil gehalten werden. Aktuell bekommt man für einen Euro 3,36 Zloty. Ein stabiler Wechselkurs ist gerade auch für den Tourismus wichtig, damit Urlauber nicht vor zu starken Schwankungen abgeschreckt werden Polen zu besuchen bzw. die Unterkünfte ihre Preise ständig anpassen müssen.

Polen Wirtschaft

Sonntag, den 11. Mai 2008

Mit der Wende 1989 gab es in Polen viele politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Zum einen wurde ein demokratisches System eingeführt, man ging weg von der zentral gelenkten Planwirtschaft hin zu einer freien Marktwirtschaft.

Eine der wichtigsten Errungenschaften zu Beginn der 90er Jahre war die Verwirklichung des Balcerowicz-Plans. In der Umsetzung des Plans und die daraus erfolgten Effekte waren strengere Kontrolle von Lohnzahlung und Finanzpolitik in Unternehmen, Freigabe der inländischen Preise, Einführung von Zinssätzen über der Inflation, Importanstieg, Stabilisierung des Dollarkurses und Umtauschbarkeit des Zlotys. Das Bankwesen, die Geld- und Zinspolitik wurden ebenfalls reformiert. Die Stabilisierung und die Öffnung der Märkte gegenüber der Welt ermöglichte Polen zu einen der dynamischsten Märkte in Europa aufzusteigen.

Für die zukünftigen Regierungen bleibt das Wirtschaftswachstum höchste Priorität. Die geschaffenen soliden Fundamente sind Grundvoraussetzung und sorgen nicht nur für eine bessere Lebensqualität der Polen sondern auch für ein weiteres Wachstum in der Wirtschaft.